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- 21. Februar 2011 2 Min.

Gerichtsvikar Paolo Rigon will Schwule heilen oder zur Sexlosigkeit verdonnern
Der italienische Gerichtsvikar Paolo Rigon hat "versteckte Homosexualität" und Pornografie als Hauptgrund für das Scheitern von (heterosexuellen) Ehen verantwortlich gemacht.
Rigon, der das Kirchengericht der Region Ligurien leitet, erklärte bei einer Pressekonferenz am Samstag in Genua, dass Homosexualität ein Leiden sei, das bekämpft werden müsse. Zwar sei Homosexualität nicht angeboren und könne in den meisten Fällen mit Psychotherapie "geheilt" werden. Bei manchen Menschen gebe es allerdings "körperliche oder hormonelle Störungen", durch die eine "Heilung" unmöglich werde.
Diese versteckten Schwulen gefährdeten Ehen, so Rigon, da sie ihre Homosexualität geheim hielten und ein heterosexuelles Leben anstrebten. "Keine Ehe kann diesen Männern helfen. Wir müssen ihnen daher von frühester Jugend an unsere Ratschläge zukommen lassen." Der Lebensweg dieser Schrank-Schwulen könne laut Rigon nur in der sexuellen Enthaltsamkeit liegen. Auf diese Weise könnten die "kranken" Menschen ein "freudvolles" Leben führen. Auf die Frage, ob nicht auch zwei Männer eine erfüllte Beziehung leben könnten, antwortete Rigon: "Theoretisch ist alles möglich, praktisch wissen wir, dass dem nicht so ist."
Auch jegliche Art von Pornografie würde die Ehefreude der Menschen schwächen, erklärte Rigon weiter. Sexualität, die nur der Triebbefriedigung diene, schwäche die gottgewollte Beziehung zwischen Mann und Frau, sagte der Gerichtsvikar.
Homogruppe: Von Katholiken propagierte Konversionstherapie treibt Schwule in den Selbstmord
Die Homo-Gruppe Arcigay kritisierte die katholische Führungsfigur scharf für ihre Äußerungen und warnte vor den Folgen von Konversionstherapien, mit denen Schwule von ihrer sexuellen Orientierung "geheilt" werden sollen. Diese würden von allen ernstzunehmenden Psychologenverbänden abgelehnt. Organisationen wie die mächtige American Psychological Association erklärten die Konversionstherapie nicht nur für nutzlos, sondern für gefährlich: Die Therapie würden vor allem in jungen Schwulen Schuldgefühle auslösen und ende für viele im Selbstmord.
In den letzten Jahren haben Vertreter der katholischen Kirche wiederholt Schwule als Gegner der Christen bezeichnet und sich in politische Auseinandersetzungen um Homo-Rechte eingemischt. Erst im letzten Monat erklärte etwa der amerikanische Bischof Robert Evans, dass die gleichgeschlechtliche Ehe das "Werk des Satans" sei (queer.de berichtete). Anfang Januar segnete Papst Benedikt XVI. eine katholische Demonstration in Spanien, bei die Aberkennung des Eherechts für Schwule und Lesben gefordert wurde (queer.de berichtete). (dk)















Schön mit roter Mütze auf und seine eigene sexuelle Orientierung versteckend, indem er sich selbst mit homophoben Sprüchen ein Mäntelchen der Tarnung umlegt.
Achja wie durchschaut mittlerweile der katholische Klerus doch ist; das war auch sehr schön letzte Woche in der Sendung bei Lanz zu beobachten, wo Desiree Nick und David Berger dies sehr schön dargestellt und dem Publikum nochmals klar aufgezeigt haben.
Übrigens ein Kiss-Inn in Berlin, wenn Benedikt im Herbst kommt, finde ich sehr gut; da würde ich auch mit meinem Mann gern mitmachen und mich morgens lächelnd umarmen, wenn Benedikt dort in Berlin nächtigt.
Der LSVD soll dort gute Aktionen starten und auch sonst sollen dort gerne Aktivisten im Herbst sich engagieren: "nur Eier werfen bringt nichts; gute Aktionen wie ein Kiss-Inn" sind viel besser und hilfreicher.