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- 22. Februar 2011 2 Min.

Müssen sich schwule Paare im Urlaub bald an neugierige Hetero-Augen gewöhnen? (Bild: Accor)
Die britische Antidiskriminierungsbehörde hat Ermittlungen gegen schwule Hotels aufgenommen - sie werden verdächtigt, Heterosexuelle zu benachteiligen.
Die Equality and Human Rights Commission (Motto: "Creating a fairer Britain") hat erklärt, man wolle untersuchen, ob schwule Hotels und Gästehäuser heterosexuelle Gäste diskriminieren: "Da wir auf diskriminierende Praktiken von 'christlichen' Hotels aufmerksam gemacht worden sind, wollen wir die Gesetze in diesem Gebiet fortsetzen. Es muss dabei ein objektives Gleichgewicht herrschen." Die EHRC beruft sich damit auf ein Urteil aus dem vergangenen Monat, in dem christliche Hotelbesitzer zu einer Geldstrafe in Höhe von rund 5.000 Euro verurteilt worden sind, weil sie einem schwulen Paar wegen deren sexueller Orientierung ein Doppelzimmer verweigerten (queer.de berichtete).
Der Gleichbehandlungsgrundsatz müsse auch bei schwulen Etablissements eingehalten werden: "Wir untersuchen 'gay-only' Hotels und deren potenziell diskriminierende Politik gegenüber heterosexuellen Paaren", erklärte die Behörde. Es habe bislang allerdings noch keine einzige Beschwerde eines heterosexuellen Paares gegen schwule Hotels gegeben.
Schwule verteidigen "gay-only" Hotels
In britischen Zeitungen verteidigen schwule Hotelbesitzer allerdings ihre strikten Einlassregeln: "Wenn wir Heterosexuelle einlassen müssen, würden sich viele unserer Stammgäste unsicher fühlen", erklärte Mark Hurst gegenüber dem "Daily Telegraph". Er leitet ein schwules Gästehaus in der Touristenstadt Blackpool. "Meine schwulen Gäste sitzen gerne in der Lounge, schmusen etwas und schauen sich einen Film an. Wenn wir ein gemischtes Publikum hätten, wären sie viel gehemmter, Händchen zu halten und sich öffentlich zu küssen", so Hurst. Er befürchtet wie viele andere schwule Hotelbesitzer, dass eine strikte Interpretation des Antidiskriminierungsgesetzes seine Existenz gefährden könnte.
Bislang hat die Behörde eigenen Angaben zufolge über 15.000 Pfund (18.000 Euro) an Steuergeldern dafür verwendet, christliche Hotels an die seit rund vier Jahren gültigen Gleichbehandlungsgesetze zu erinnern. Schriftlich wurden die Hotels gewarnt, dass die Diskriminierung von Homosexuellen zu einer Anzeige führen könne. Eine ähnliche Kampagne könnte nun schwulen Hotels bevorstehen. (dk)
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Und in diesen Hotels sollte ganau das so sein.
Für mich persönlich steht daher gay oder gay pride viel eher für open minded.
Akzeptanz von allem was keinem schadet, genau das sollte der Geist eines Hotels sein.
Ob natürlich die Behörde demnächst auch eine Schwulensauna dazu verdonnert, gemischtes Publikum zuzulassen, bleibt abzuwarten...