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- 22. Februar 2011 2 Min.

In Amerika geht man nicht zu Kaufhof oder Karstadt, sondern zu Target (Bild: j.reed / flickr / by-sa 2.0)
US-Sängerin Lady Gaga zwingt den zweitgrößten Einzelhändler Amerikas dazu, die Unterstützung von Gruppen zu beenden, die sich gegen Homo-Rechte aussprechen.
Die Target Corporation, die mit über 1.700 Geschäften in den USA nur von Walmart übertrumpft wird, ist in den vergangenen Monaten ins Fadenkreuz von Homo-Aktivisten geraten, weil sie homofeindliche Kandidaten im Wahlkampf unterstützt hatte. Besonders kritisiert wurde eine Spende in Höhe von 150.000 US-Dollar an eine Lobbygruppe, die dem republikanischen Gouverneurskandidaten Tom Emmer in Minnesota zugute kam. Emmer gehört zu den größten Homo-Gegnern in den USA. Er hat die Wahl im November 2010 mit nur 0,4 Prozent Rückstand gegen seinen demokratischen Widersacher verloren.
Mehrere Homo-Gruppen riefen deshalb schon seit längerem zum Boykott des in Minnesota ansässigen Konzerns auf. Diese Woche vollzieht das Kaufhaus nun eine Kehrtwendung, weil sich Lady Gaga als neue Target-Werbepartnerin über die Praxis beschwert hatte.
Lady Gaga: Harte Verhandlungen

Lady Gaga (hier bei einer Demo für Homo-Rechte in Washington)
Die 24-jährige Sängerin, die in Targets Läden eine Sonderedition ihrer neuen CD "Born That Way" herausbringen wird, forderte für ihr Engagement eine homofreundlichere Spendenpraxis. Target hat daraufhin beschlossen, Kandidaten mit homophober Agenda keine Spenden mehr zukommen zu lassen. Statt dessen sollen Homo-Gruppen unterstützt werden. Für 2011 versprach der Konzern Zuwendungen in Höhe von 500.000 Dollar an schwul-lesbische Organisationen. Insgesamt hat Target dieses Jahr ein Budget von 156 Millionen Dollar für Spenden an gemeinnützige Vereine.
"Das war eine der härtesten geschäftlichen Verhandlungen, die ich je geführt habe", erklärte Lady Gaga nach der Einigung. "Als Teil der Vereinbarung muss sich Target mit schwul-lesbischen Gruppen solidarisieren und Fehler aus der Vergangenheit wieder gut machen." Sie mache die Geschäftsbeziehungen mit dem Einzelhändler von diesem Punkt abhängig.
In einer Pressemitteilung hat Target bereits sein Bedauern über die bisherige Spendenpraxis zum Ausdruck gebracht. Der Konzern mit einem Umsatz von jährlich 65 Milliarden Dollar versprach, in Zukunft "rücksichtsvoller" mit seiner Verantwortung umzugehen. (dk)















Ich mag sie immer mehr... :-)