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  • 22. Februar 2011 7 2 Min.

Behält seinen Sitz in der Hamburger Bürgerschaft: Farid Müller (Bild: GAL)

Schwule Stimmen hievten ihn nach vorn: Der Grünen-Politiker schaffte dank des neuen Hamburger Wahlrechts den Einzug in die Bürgerschaft.

Von Carsten Weidemann

Das neue Hamburger Wahlrecht hat sich für einen prominenten schwulen Politiker ausgezahlt: Nach einer Information des Landeswahlleiters vom Montag zieht der Grüne Farid Müller erneut in die Hamburger Bürgerschaft ein.

Müller wurde direkt als Abgeordneter des Wahlkreises Hamburg-Mitte gewählt, zu dem die Szene-Stadtteile St. Georg und St. Pauli gehören. Bemerkenswert ist, dass der "Vater der Hamburger Ehe" den Wahlkreis gewonnen hat, obwohl er von seiner Partei nicht als Spitzenkandidat nominiert worden war, sondern nach einer verlorenen Kampfabstimmung nur auf Platz zwei gelandet war. Die Grünen (GAL) haben im Wahlkreis Hamburg-Mitte nur ein einziges Mandat. Möglich wurde der Sieg Müllers durch das neue Hamburger Wahlrecht. Es erlaubt den Wählern, Kandidaten von hinteren Plätzen unabhängig vom Parteivorschlag nach vorne zu wählen.

In Müllers Wahlkreis haben die Hamburger Grünen mit 19,5 Prozent ihr Ergebnis überdurchschnittlich um 2,9 Prozent steigern können. Auf den schwulen Politiker sind über 14.000 Stimmen entfallen.

Farid Müller zeigte sich überglücklich über das Ergebnis: "Ich freue mich sehr über das riesige Vertrauen und die tolle Unterstützung der Menschen vor Ort. Meine Wahl zeigt, dass man auch mit einer aktiven, offenen Politik für Schwule, Lesben und Transgender erfolgreich sein kann." Mit der Oppositionsrolle scheint er sich angefreundet zu haben: "Jetzt gilt es, die absolute Herrschaft der SPD mit einer aufgeweckten Opposition zu begleiten und für mehr Akzeptanz von Schwulen, Lesben und Transgender zu kämpfen."

Müller ist seit 1997 Mitglied der Hamburger Bürgerschaft. Neben seinem Engagement für die Rechte von Schwulen und Lesben ist er Schriftführer und Mitglied des Verfassungsausschusses sowie ständiger Vertreter im Europa- und Kulturausschuss. Von 2001 bis 2004 übernahm er die Tätigkeit des Vizepräsidenten der Bürgerschaft.

-w-

#1 Timm JohannesAnonym
  • 22.02.2011, 19:08h
  • Ein herzlichen Glückwunsch an Farid Müller in Hamburg. Mich freut dies, da ich die Grünen durchaus gern mag und oftmals wähle.

    Die FDP mag ich auch und zwischen diesen beiden Parteien pendel ich immer bei meinen Wahlentscheidungen. So freut mich auch der Wiedereinzug der FDP in Hamburg, das ist gut für Hamburg und für Westerwelle.

    ---

    Insgesamt aber interessiert mich die Wahl in Hamburg weniger, da dort bereits sehr vorbildlich das Landesrecht an die Lebenspartnerschaft mittlerweile angepasst wurde. Auch sonst ist Hamburg homopolitisch gut aufgestellt.

    Viel wichtiger empfinde ich da die Wahlen in Stuttgart im kommenden Monat: Mappus und Co. müssen weg, da mittlerweile Baden-Württemberg Schlussslicht in der Gleichstellungspolitik bildet.

    Und wann wird endlich im Bund die Einkommenssteuer gleichgestellt ? Zutiefst unfair, wie hier verpartnerte Paare diskriminiert werden.
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#2 GeorgFalkenhagen
  • 22.02.2011, 22:29hBremen
  • Antwort auf #1 von Timm Johannes
  • "Die FDP mag ich auch und zwischen diesen beiden Parteien pendel ich immer bei meinen Wahlentscheidungen".

    Also, Schwestern gibt es, da wunder ich mich immer wieder aufs Neue. Muss ja jeder jeder selber wissen, wo er sein Kreuz macht.

    Aber: Es kann doch nicht darum gehen, wer die beste Propaganda für "schwule Sachen" macht oder gar, wer die eigenen Interessen am besten zu schützen verspricht. Mit anderen Worten: Ein schwuler Außenminister macht noch keinen Sommer, insbesondere wenn er viel zu spät aus dem Loch kam. Wer zu spät kommt ...

    Mein persönliches Politbarometer tendiert zur Zeit eher zu den Becks. Nicht zu Kurt. Zu Volker!

    Vorläufige amtliche Begrün(d)ung: Die GRÜNEN (obwohl ich die Künast persönlich gar nicht mag) haben die Schweinereien bei Hartz IV - rein rechtlich betrachtet - durchschaut. Und da ich nun mal Homogatte und auch für meinen Mann verantwortlich bin, muss ich die jetzt unterstützen.

    Einschlägige Prozesse habe ich natürlich längst angezettelt ...
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#3 Dr. GuttenbergAnonym