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- 25. Februar 2011 2 Min.

Es geht ein schwuler Ruck durch Osteuropa. Nachdem der ukrainische Trash-Drag-Sänger Verka Serduchka bereits halb Europa verzückte, stehen nun vier Landsmänner vor dem internationalen Durchbruch: die recht schwule Elektropop-Boyband Kazaky. Ihr neues Video "Love" erreichte in wenigen Tagen schon über 500.000 Hits bei Youtube (aus Deutschland keinen einzigen, das übliche Sperrungs-Elend), mit halbnackten Jungs auf High Heels und einem eher vulgär-dümmlichen Text ("Fame! Sex! Beer!").
Für das Auge sind die Boys, für das Ohr die Musik interessanter, sie erinnert zunächst in gelegentlichen Hintergrundtönen an Chris Hülsbeck, der mit dem kleinen Soundchip des Commodore 64 die bemerkenswertesten Tracks für Spiele kreierte.
Und dann plötzlich ist das (minimal abgeänderte) Thema der "Great Giana Sisters" sogar im Vordergrund wie anderswo ein Gitarrensolo. Fragt sich nur, was das mit Sex und Bier zu tun hat. Und warum Tänzer im Video eine Zwiebel auf dem Kopf tragen. Achso, Kunst, hört man als Einwand der Kollegen.
Was weiß man über die Boyband? Nicht viel. Der Wikipediaeintrag zu Kazaky befasst sich hauptsächlich mit dem Choreographen (schwul) und dem Regisseur der Musikvideos (schwul). Zwei der Tänzer, Oleh Zhezhel und Artur Archibaz, sind ein Paar, die beiden anderen heißen Kyryll Fedorenko und Stas Pavlov. Und sie hatten bereits vor Monaten einen Youtube-Hit mit dem Song "In the middle". Weitere Hits dürften folgen. (nb)
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