Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?13760
  • 26. Februar 2011 7 2 Min.

Sein Schwulsein bringt den Nigerianer Samir mit seinem Glauben in Konflikt

Jetzt auf DVD: drei Geschichten von jungen Muslimen in Deutschland - einer davon ist schwul.

Von Carsten Weidemann

"Shahada" erzählt die Geschichten von drei jungen Muslimen in Deutschland, deren bisherige Werte und deren Glaube durch persönliche Krisen ins Wanken geraten. Ihre Wege kreuzen sich in Berlin, in der Moschee von Vedat, einem aufgeklärten Berliner Geistlichen.

Vedats Tochter ist Maryam, ein lebenslustiges und sehr westlich orientiertes Mädchen. Wegen ihrer freizügigen Art kommt es oft zu Auseinandersetzungen mit ihrem allein erziehenden Vater, der sich um den Lebenswandel der Neunzehnjährigen große Sorgen macht. Nicht ganz zu Unrecht, denn Maryam ist ungewollt schwanger.

Der Nigerianer Samir besucht gemeinsam mit seinem besten Freund Daniel, einem Deutschen, den Koranunterricht in Vedats Moschee. Schnell wird klar, dass Daniel in Samir mehr sieht als nur einen Freund - und dass seine Gefühle von Samir erwidert werden. Die beiden jungen Männer kommen sich langsam näher - und für Samir, den streng gläubigen Muslim, steht plötzlich sehr viel auf dem Spiel.

Die erste Säule des Islams: das Glaubensbekenntnis


"Shahada" gibt dem Zuschauer Einblicke in die muslimische Alltagswelt in Deutschland

Ismail, ein türkischstämmiger Polizist und Familienvater, scheint in der Mitte der deutschen Gesellschaft angekommen zu sein. Doch dann steht er eines Tages bei einer Razzia der Bosnierin Leyla gegenüber - der Frau, die vor drei Jahren von einem Querschläger aus seiner Waffe lebensgefährlich verletzt wurde. Ismails heile Welt gerät durch dieses Wiedersehen völlig aus den Fugen.

Der Titel "Shahada" bezieht sich auf die erste Säule des Islam - das Glaubensbekenntnis. Shahada ist die Entscheidung für einen Weg. Die Hauptfiguren des Films ringen, jeder auf seine Art, mit der Suche nach dem richtigen Weg. Sie müssen sich entscheiden, woran sie glauben, wen sie lieben und wer sie letztlich sind.

"Shahada" gibt dem Zuschauer Einblicke in die muslimische Alltagswelt in Deutschland. Er nimmt ihn mit in die Moschee, in den Club, zur Arbeit, in die Wohnung. Der Film ist modern und traditionell zugleich und zieht den Zuschauer in seinen Bann, ohne jemals ins Klischeehafte abzurutschen. Mit eindrucksvollen Bildern inszeniert Regisseur Burhan Qurbani das oftmals widersprüchliche, komplexe Verhältnis von Religion und Kultur, vom Islam im 21. Jahrhundert und der bunten Gesellschaft im heutigen Berlin.

Shahada, Drama, Deutschland 2009, Regie: Burhan Qurbani, Darsteller: Carlo Ljubek, Maryam Zaree, Jeremias Acheampong, Marija Škaricic, Vedat Erincin, Sergej Moya, Anne Ratte-Polle, Sprache: Deutsch, Laufzeit: 88 Min. + 15 Min. Bonus, FSK 12, polyband Medien

Youtube | Trailer zum Film

Informationen zu Amazon-Affiliate-Links:
Dieser Artikel enthält Links zu amazon. Mit diesen sogenannten Affiliate-Links kannst du queer.de unterstützen: Kommt über einen Klick auf den Link ein Einkauf zustande, erhalten wir eine Provision. Der Kaufpreis erhöht sich dadurch nicht.

-w-

#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 Timm JohannesAnonym
  • 05.03.2011, 14:16h
  • Oh da sind wir auch sofort wieder beim Thema auf Queer: der Islam.

    Da erwähne ich dann die guten Kommentare von unserem neuen Verteidigungsminister Friedrichs und von Bundestagsabgeordneten Kauder, die beide massgeblich den Kurs der CDU/CSU mitbestimmen.

    *
    www.welt.de/politik/deutschland/article12705325/Kauder-bekra
    eftigt-Friedrichs-Anti-Islam-Aussage.html


    Zwar wähle ich lieber FDP und Grüne, aber hier bei diesem Thema haben Friedrichs und Kauder vollkommen Recht.

    Natürlich gehört der Islam HISTORISCH nicht zu Deutchland. Und wer es nicht glaubt, der sollte ein wenig Geschichte lernen. Das weiteste Vordringen in der Geschichte war bis vor Wien. Danach wurde der Islam auf dem Balkan zurückgedrängt vom katholischen Habsburgischen Reich:
    * Erste Wiener Türkenbelagerung (1529)
    * Zweite Wiener Türkenbelagerung (1683)

    Das Thema "Islam und Deutschland" fängt erst nach dem Zweiten Weltkrieg an, als ab Ende 1950er/Anfang 1960er Gastarbeiter nach Deutschland angeworben werden.

    ---
    Daher schon auffällig, wie sehr hier in Deutschland mittlerweile nicht einmal mehr historische Tatsachen öffentlich geäußert werden dürfen. So weit sind wir schon mit unserer linken Meinungsmischpoke in den Medien/bei linken Sozialisten/Atheisten in Deutschland gekommen.

    Friedrichs und Kauder haben da vollkommen Recht und schade, das Sie dafür Kritik ernten.
  • Direktlink »
#3 hwAnonym
  • 05.03.2011, 14:29h
  • Antwort auf #2 von Timm Johannes
  • "Das Thema "Islam und Deutschland" fängt erst nach dem Zweiten Weltkrieg an, als ab Ende 1950er/Anfang 1960er Gastarbeiter nach Deutschland angeworben werden."

    Für dich vielleicht. Das ist historisch großer Humbug für Laienprediger.
  • Direktlink »