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- 28. Februar 2011 2 Min.

Burger King muss für 3,15 Millionen Dollar viele Whopper verkaufen. (Bild: Genista / flickr / by-sa 2.0)
Ein Gericht in New Jersey hat einem schwulen Paar 3,15 Millionen Dollar (2,3 Millionen Euro) zugesprochen, weil die beiden Männer von Angestellten eines Schnellrestaurant als "Schwuchteln" beleidigt und verprügelt worden sind.
Die Geschworenen des Amtsgerichts von Hudson County sahen es als erwiesen an, dass der 43-jährige Peter Casbar und sein 46-jähriger Partner Noel Robichaux einem Hassverbrechen zum Opfer gefallen sind, das nach dem strikten Antidiskriminierungsgesetz von New Jersey zu ahnden sei. Zu ihrem Urteil kamen sie nach nur drei Stunden Beratungszeit.
Der Vorfall ereignete sich 2007 in einem Burger-King-Restaurant in Union City. Das Paar hatte sich über ein falsch zusammengestellte Bestellung beschwert, woraufhin eine Gruppe von Angestellten die beiden Männer als "Schwuchteln" beschimpften und aus dem Restaurant jagten. Die Burger-Brater verfolgten das Paar in eine Seitenstraße und überwältigten die Beiden. Daraufhin schlugen sie laut Anklageschrift "ohne Gnade" auf ihre Opfer ein, bespuckten sie und beschimpften das Paar in einer schwulenfeindlichen Tirade.
Opfer hatten Todesangst
Anwalt James F. Fine, der eines der beiden Opfer vertrat, zeigte sich zufrieden über das Urteil. Seine Klienten hätten Todesängste ausgestanden: "Sie dachten, sie würden sterben", so Fine. Auch die Höhe des Schmerzensgeldes sei gerechtfertigt, um potenzielle Nachahmer abzuschrecken.
Zwei der nach dem Vorfall entlassenen Angestellten müssen sich persönlich vor Gericht verantworten. Sie haben sich bereits der schweren Körperverletzung schuldig bekannt und könnten zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt werden.
Das Schmerzensgeld muss nicht von Burger King direkt bezahlt werden, sondern von den Franchise-Nehmern Food Service Properties Corporation und Union City Restaurant Corporation, denen insgesamt sieben Schnellrestaurants in der Region gehören. (dk)













Für 3 Millionen Dollar würde ich mich mit meinem Mann allerdings auch bei Burger rausschmeissen lassen.
Solche fantastischen Urteile gibt es aber leider nur in den USA: da sind deutsche Gerichte viel knausriger bei ihren Schmerzengeldentscheidungen, schade.