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  • 08. März 2011 36 2 Min.

Michael Stipe (stehend) mit seinen beiden Band-Kollegen von R.E.M. (Bild: Anton Corbijn)

R.E.M.-Sänger Michael Stipe ("Losing My Religion", "Shiny Happy People", "Imitation of Life") steht zu 20 Prozent auch auf Frauen, wie er in einem Zeitungsinterview erklärt.

Erst vor zwei Jahren hat sich R.E.M.-Sänger Michael Stipes offiziell als schwul geoutet, jetzt nimmt er das wieder zurück - zumindest zu einem Fünftel: "Auf einer Sexualitätsskala würde ich mich bei 80 zu 20 einordnen, aber Männer sind mir auf jeden Fall lieber als Frauen", erklärte der Amerikaner gegenüber der britischen Sonntagszeitung "Observer". "Ich hatte Sex mit Frauen - und hab das auch genossen - bis ich mich verliebt habe." Seine große Liebe sei auch heute noch sein Freund.

Im Interview sagte der 51-Jährige weiter, dass er stets Probleme mit dem Wort "gay" gehabt habe. Auch mit der Vokabel "bisexuell" kann er nichts anfangen: "Ich hasse das Wort und wende es nicht für mich an. Es drückt einfach nicht das Richtige aus, sondern ist nur wieder ein Etikett". Wohler fühle er sich dagegen mit dem Wort "queer". Ohnehin sei die "Schwarz-Weiß-Malerei" - hier die Schwulen, dort die Heten - nicht mehr zeitgemäß. "Man sucht sich dann die Wörter aus, mit denen man sich am besten fühlt", so Stipe.

Schon vor zehn Jahren bezeichnete er sich als "Queer Artist"

Seine Ansichten seien zudem von der Aids-Krise der 1980er Jahre gezeichnet: "Es war sehr schwierig, offen über seine Sexualität zu reden. Für Leute wie mich war das eine gruselige Zeit, da ich mich aus Angst vor Konsequenzen nicht anonym testen lassen konnte." Über die Jahre hatte Stipe immer wieder Andeutungen über seine Sexualität gemacht - so bezeichnete er sich bereits 2001 im US-Magazin "Time" als "Queer Artist".

Über seine Sexualität lässt sich Stipe übrigens besonders gerne aus, wenn er mit seiner Band R.E.M. mal wieder ein neues Album veröffentlicht. So auch dieses Mal: Die CD "Collapse Into Now" ist erst seit wenigen Tagen im Handel. (dk)

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#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 08.03.2011, 15:27h
  • Ich bin zu 100 % schwul und das ist auch gut so.
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#2 Ilovelife
  • 08.03.2011, 16:25h
  • Mit R.E.M. und Herrn Stipe ist es genau wie mit dem medizinischen Phänomen, nach dem sie sich benannt haben: Rapid Eye Movement. Eine Schlafphase, die unter anderem durch schnelle Augenbewegungen gekennzeichnet ist. Zwar steigen da wohl Blutdruck und Puls an, der/die Betroffene merkt aber in der Regel nix davon.

    Genauso sollte man es meiner Auffassung nach sowohl mit der einschläfernden Musik dieser zu Unrecht viel zu hochgejubelten Gruppe als auch mit den Äußerungen des sichtlich Midlife-Crisis-behafteten Sängers halten...
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#3 gniwerj
  • 08.03.2011, 17:39hdortmund
  • Antwort auf #2 von Ilovelife
  • Leider verhält es sich mit schwulen Männern oftmals genauso wie mit homophoben Heteros, nämlich wenn sie auf bisexuelle Menschen treffen;)

    Heteros haben IMMER Probleme mit ihrer Sexualität, Homosexuelle sind natürlich die einzigen, die sich wirklich wohl fühlen und Bisexuelle haben nur noch nicht den richtigen gleichgeschlechtlichen Menschen gefunden oder trauen sich nicht;) ...ist klar Leute. Etwas mehr Akzeptanz für andere sexuelle Orientierungen wär schon angebracht. Mensch muss sich nicht über heteronormative Ignoranz beschweren um dann dieselben Fehler zu machen.

    Ich steh zu 50% auf Frauen, zu 50% auf Männer, zu 100% auf Menschen und fühl mich pudelwohl damit. Schön dass mensch immer wieder versucht, Gefühle in Kategorien zu packen.
    Liebe braucht weder Normen noch Werte.
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