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- 09. März 2011 2 Min.

Homo-Ikone mit zweifelhafter Herkunft: Kansas ist die Heimat von Dorothy in "Zauberer von Oz".
Obwohl das Sex-Verbot für Schwule und Lesben seit 2003 gegen die US-Verfassung verstößt, weigern sich Provinzpolitiker in Kansas, das regionale "Sodomy Law" abzuschaffen.
Von Dennis Klein
Die Demokratin Jan Pauls und der Republikaner Lance Kinzer setzen sich dafür ein, dass Homosexualität in Kansas weiterhin als Straftat gilt. Die beiden Abgeordneten haben am Montag eine Gesetzesanpassung in den Parlamentsausschüssen in Topeka gestoppt.
Praktische Auswirkungen wird das für Schwule und Lesben aber nicht haben, da der Supreme Court, der oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten, bereits vor acht Jahren Sex-Verbote für verfassungswidrig erklärt hatte. In Lawrence v. Texas entschieden die Höchstrichter mit sechs gegen drei Stimmen, dass das Verbot gegen das in der Verfassung garantierte Recht auf Privatsphäre verstößt. Zu diesem Zeitpunkt war gleichgeschlechtlicher Verkehr noch in 14 der 50 US-Bundesstaaten verboten.
Große Mehrheiten gegen Homo-Rechte

Lance Kinzer und Jan Pauls halten Schwule und Lesben für kriminell
In der US-Provinz sind jedoch viele Politiker und Bürger nicht mit der Vorgabe aus Washington einverstanden. Seit Mitte der 1990er Jahre äußerte sich dieses Unbehagen in Volksentscheiden, in denen bis zu 80 Prozent der Bevölkerung - insbesondere in südlichen Bundesstaaten und im Mittleren Westen - Eheverboten in den Regionalverfassungen zustimmte. Diesen Mehrheiten wollen die Abgeordneten Pauls und Kinzer in Kansas nun Rechnung tragen.
Lance Kinzer hat in der Vergangenheit immer wieder vor den "radikalen Zielen" der Homo-Aktivisten gewarnt, die sich zum Ziel gesetzt hätten, "die Ehe, wie wir sie kennen" abzuschaffen. Homo-Gruppen kritisierten die beiden Parlamentarier scharf. So sollte insbesondere Jan Pauls als ehemalige Richterin wissen, dass es auch ihre Aufgabe sei, die US-Verfassung zu schützen.
Neben Kansas haben noch Oklahoma, Montana und Texas Homo-Verbote in ihren Gesetzesbüchern. Diese Weigerungshaltung ist allerdings nichts wirklich Neues, sondern wiederholt die ablehnende Haltung gegenüber interrassischen Hochzeiten, die noch vor wenigen Jahrzehnten im Süden der USA vorgeherrscht hatte. Erst 1967 erklärte der Supreme Court das rassistische Gesetz für verfassungswidrig. Dennoch brauchten einige Regionen Jahrzehnte, um ungültig gewordene Regionalgesetze aus der Zeit der Rassentrennung abzuschaffen - die letzten Staaten waren South Carolina (1998) und Alabama (2000). Beide führten damals - ganz basisdemokratisch - Volksentscheide durch, bei denen die Gegner von interrassischen Hochzeiten noch immer viele Wähler mobilisieren konnten: In South Carolina stimmten 38 Prozent für die Rassengesetze, in Alabama sogar 41 Prozent.













Was ist das für ein Demokratieverständnis, seine eigene menschenverachtende Gesinnung über Recht und Gesetz (noch dazu die Verfassung) zu stellen...
Kann die niemand zwingen, sich endlich an die Verfassung zu halten??
Das zeigt wieder mal, dass es diesen Leuten nur darum geht, ihren Hass durchzusetzen. Dafür ist denen jedes Mittel recht, sogar die Missachtung der Verfassung. Aber Schwule dann als böse, gefährlich, kriminell oder sonstwas hinstellen. SIE sind die Kriminellen!!