https://queer.de/?13841
- 11. März 2011 2 Min.

Christina ist tot, lang lebe Christopher! (Bild: Screenshot)
Nach Protesten aus der Community wird der CSD München dieses Jahr doch nicht in Christina Street Day umbenannt.
Die CSD-Organisatoren hatten vor zwei Wochen die Namensänderung angekündigt, die nur 2011 gelten sollte (queer.de berichtete). Sie wollten damit in Kombination mit dem Motto "Gemeinsam für uns alle" auf die fehlende Sichtbarkeit von Lesben aufmerksam machen. Das führte zu teils heftiger Kritik aus der Community - den Organisatoren wurde unter anderem "Geschichtsklitterung" vorgeworfen (queer.de berichtete).
Am Freitag gaben die Veranstalter bekannt, dass nach den Protesten die einmalige Namensänderung zurückgezogen wird. "Wir haben unterschätzt, wie identitätsstiftend die Bezeichnung Christopher Street Day ist", erklärte CSD-Sprecher Thomas Niederbühl gegenüber queer.de. Damit solle zur Versachlichung der Debatte beigetragen werden. "Es ergibt keinen Sinn, sich weiter um einen Namen zu streiten, Grabenkämpfe zu führen und die Szene zu entzweien", so Niederbühl.

Thomas Niederbühl (Bild: Rosa Liste)
In einer Pressemitteilung beklagen die Organisatoren, dass sie von der "bedenklichen Aggressivität, vor allem auf Facebook und auf queer.de" erschreckt worden seien. Bislang habe es noch nie eine derartige Auseinandersetzung um Namen und Symbole gegeben.
Niederbühl sieht jedoch auch Positives in der Debatte. Immerhin seien nun die historischen Stonewall-Unruhen wieder in aller Munde. An seinem Ziel eines gemeinsamen Kampfes für gleiche Rechte will er jedoch festhalten: "Wir wollen nicht nur für Eigeninteressen eintreten, sondern durch ein solidarisches Miteinander gesellschaftliche Gleichstellung und Fortschritte erreichen, die Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transgender gemeinsam betreffen", so Niederbühl weiter. Er appelliert an die Szene, trotz der "sozialen Unterschiede zwischen Schwulen und Lesben" an diesem Ziel festzuhalten. (dk)















Das wäre wirklich ein Skandal gewesen...
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"Wir haben unterschätzt, wie identitätsstiftend die Bezeichnung Christopher Street Day ist"
Ach, man verfälscht die Geschichte und ahnt nicht, dass das vielleicht nicht gerade unseren Zielen dienlich ist? Wenn die das wirklich glauben, gehören die Organisatoren dringend durch andere ersetzt.
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"(...)und die Szene zu entzweien"
Was sie ganz alleine zu verantworten haben.
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"In einer Pressemitteilung beklagen die Organisatoren, dass sie von der "bedenklichen Aggressivität, vor allem auf Facebook und auf queer.de" erschreckt worden seien. "
WIE BITTE?????????
Hier wurden dutzendfach Gegenargumente sachlich vorgetragen!! Auf KEIN EINZIGES Argument haben die Verwantwortlichen reagiert, geschweige denn, es entkräften können. Stattdessen sind sie schmollend untergetaucht!!
Ist man jetzt schon aggressiv, wenn man Leuten aufzeigt, dass sie falsch liegen und dass sie das Gegenteil des Intendierten erreichen?
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"Immerhin seien nun die historischen Stonewall-Unruhen wieder in aller Munde."
Die wollten doch die historischen Fakten in den Dreck ziehen, nicht wir!! Dank uns sind die Fakten wieder in aller Munde....
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"Wir wollen nicht nur für Eigeninteressen eintreten, sondern durch ein solidarisches Miteinander gesellschaftliche Gleichstellung und Fortschritte erreichen, die Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transgender gemeinsam betreffen"
Das ist selbstverständlich!!
Schwule, Lesben, Bisexuelle, Transsexuelle, Transgender, Intersexuelle, etc. gehören alle zusammen und wir sollten alle gemeinsam für unser aller volle Gleichstellung kämpfen!!
Das erreicht man aber nicht, wen man peinliche Namen wählt, Geschichte verfälscht und einen Keil zwischen uns zu treiben versucht...
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Fazit:
Mich freut unser Erfolg, aber es ärgert mich, dass die Verantwortlichen sich jetzt als arme Opfer einer aggressiven Kampagne hinstellen. Das Gegenteil ist der Fall!
Können die nicht einfach mal eingestehen, dass sie nicht gut genug nachgedacht haben und dass sie sich geirrt haben. Und dass sie genau das Gegenteil dessen bewirkt haben, was wie wollten...