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- 15. März 2011 2 Min.

Eine hübsche Hochzeits-Zeremonie geht nicht immer mit gleichen Rechten daher
Innerhalb von zehn Jahren haben nur zehn der 193 von der UNO anerkannten Staaten Schwulen und Lesben das Heiratsrecht gegeben. Daran erinnerte die internationale Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) am Montag auf einer Pressekonferenz in New York.
Am 1. April 2001 hatten die Niederlande als allererstes Land der Erde die Hetero-Ehe komplett für schwule und lesbische Paare geöffnet. Bis heute folgten diesem Schritt Belgien (2003), Spanien (2005), Kanada (2005), Südafrika (2006), Norwegen (2009), Schweden (2009), Portugal (2010), Island (2010) und Argentinien (2010) - in Portugal ist gleichgeschlechtlichen Ehepaaren allerdings die gemeinsame Kindadoption verboten. Als elftes Land wird in diesem Jahr Luxemburg erwartet. Deutschland bietet homosexuellen Paaren dagegen nur Eingetragene Partnerschaften an, die gegenüber Ehen deutlich schlechter gestellt sind.
Für Boris O. Dittrich, HRW-Direktor für die Rechte von Schwulen und Lesben, sind diese zehn Länder jedoch ein Indikator für eine weltweite Verbesserung der Rechtslage für sexuelle Minderheiten. Dennoch räumte er ein, dass Vorurteile gegen Lesben und Schwule durch eine Öffnung der Ehe nicht automatisch der Vergangenheit angehörten.
Rund 70 Staaten stellen Homosexualität unter Strafe
Den zehn Staaten, die die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare geöffnet haben, stehen rund 70 gegenüber, die Homosexualität noch immer kriminalisieren. In Iran, Jemen, Mauretanien, Nigeria, Saudi-Arabien, Sudan und die Vereinigten Arabischen Emirate können homosexuelle Handlungen sogar mit dem Tod bestraft werden.
Human Rights Watch konzentriert sich vor allem auf Recherche und die öffentlichkeitswirksame Berichterstattung von Menschenrechtsverletzungen. Hauptanliegen der Organisation mit weltweit 275 hauptamtliche Mitarbeitern ist Verhinderung sozialer oder geschlechterbezogener Diskriminierung, Korruption in Regierungen und Missbrauch staatlicher Gewalt. HRW finanziert sich ausschließlich durch Spenden von Privatpersonen und Stiftungen. Finanzielle Hilfe von nationalen Regierungen lehnt die Organisation kategorisch ab. (cw)
Links zum Thema:
» Deutsche Homepage von Human Rights Watch












Danach rechne ich aber "nur" mit Fortschritten bei der Eheöffnung in Europa, wenn die konservativen Regierungen in Frankreich mit Sarkozy, in Dänemark mit Lars Løkke Rasmussen oder in Deutschland mit Merkel nach links zu den Sozialisten/Sozialdemokraten/Grünen kippen.
In Deutschland ist es "vor allem" der Kampf um das "liebe" Steuergeld in der Einkommenssteuer, warum die Eheöffnung hauptsächlich nicht seitens der Konservativen "gegönnt" wird. Das hat der Grüne-Bundestagspolitiker Gerhard Schick sehr gut im Dezember 2010 bei einer Debatte im Bundestag formuliert. Meine Wahlentscheidung wird daher wohl 2012 auf Bundesebene zugunsten der Grünen ausfallen, wenn bei der Einkommenssteuer keine Gleichstellung seitens der FDP bis zum Ende der Legislaturperiode kommen sollte.
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In Südamerika kann ich mir die Eheöffnung nach Argentinien auch in Uruguay und in Brasilien in den kommenden Jahren vorstellen.
In Afrika hingegen muss erstmal bei der Legalisierung weitergekämpt werden ("da wird Südafrika auf längere Zeit noch der einzigste Lichtblick der Eheöffnung bleiben").
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Übrigens kommt dieses Jahr auch wohl endlich die Eingetragene Lebenspartnerschaft im "kleinen" Liechtenstein, wie es die Schweiz bereits kennt.
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Sehr wichtig aus europäischer, homopolitischer Sicht wäre aber vor allem, wenn endlich Berlusconi in Italien "fallen" würde, und wenn in Polen eine Gesellschaftsveränderung erfolgen würde. Gerade im benachbarten Polen bedarf es verstärkter homopolitischer Aufklärungskampagnen seitens der EU. Dort sollten gerade wir hier in Deutschland ansetzen, da Polen unser Nachbarstaat ist.