Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?13882
  • 18. März 2011 27 2 Min.

Mehreren Medienberichten aus Uganda zufolge könnte ein Gesetzentwurf, der eine Todesstrafe für Schwule vorsieht, wieder im Parlament in Kampala behandelt werden. Darauf wies das britische Portal Pink News am Freitag hin.

Die Berichte ugandischer Medien, die Pink News zitiert, beziehen sich auf eine Aussage des Abgeordneten Stephen Tashobya, der Gesetzentwurf werde in der nächsten Woche in einem Ausschuss zur Gesetzgebung debattiert und könne noch vor der Sommerpause dem Parlament zur Abstimmung vorgelegt werden.

Zuvor hatte es Berichte gegeben, die Vorlage des Abgeordneten David Bahati sei gestorben. Vor wenigen Wochen erst hatte der FDP-Bundestagsabgeordnete Michael Kauch gegenüber Queer.de gesagt, gerade ein deutsches Einschreiten habe dazu geführt, dass die Vorlage "faktisch vom Tisch ist" (queer.de berichtete).

"Schwere Homosexualität" wird in dem Gesetzentwurf mit der Todesstrafe verfolgt, "normale Homosexualität" soll - wie bereits jetzt - eine lebenslängliche Haftstrafe zur Folge haben. Todeswürdig sei laut Bahati, Sex mit einem gleichgeschlechtlichen Behinderten oder Jugendlichen zu haben. Aber auch schwulen "Serientätern" wird mit dem Galgen gedroht.

Zur Strafverschärfung soll auch eine HIV-Infektion des "Täters" führen. Anders als bisher müsste nicht zwingend eine Penetrierung erfolgen. Auch Personen, die homosexuelle "Vorfälle" nicht den Behörden melden, können bestraft werden

In den letzten Jahren hatten sich die Übergriffe auf Schwule und Lesben in dem Land verstärkt, ein Mord an dem Aktivisten David Kato führte gar zu einer Resolution des Europaparlamentes, in der Uganda aufgefordert wurde, Homosexuelle "angemessen vor Gewalt zu schützen und schnell auf alle Gefährdungen und auf Hasstiraden zu reagieren, die Gewalt, Diskriminierung und Feinseligkeiten auslösen" (queer.de berichtete). (nb)

-w-

#1 vom tischAnonym
  • 18.03.2011, 15:12h
  • "Vor wenigen Wochen erst hatte der FDP-Bundestagsabgeordnete Michael Kauch gegenüber Queer.de gesagt, gerade ein deutsches Einschreiten habe dazu geführt, dass die Vorlage "faktisch vom Tisch ist"

    Tja, FDP und Tische:

    www.youtube.com/watch?v=8mG1gpcr1UE
  • Direktlink »
#2 Tobi CologneAnonym
  • 18.03.2011, 15:51h
  • "Vor wenigen Wochen erst hatte der FDP-Bundestagsabgeordnete Michael Kauch gegenüber Queer.de gesagt, gerade ein deutsches Einschreiten habe dazu geführt, dass die Vorlage "faktisch vom Tisch ist" "

    Tja, Herr Kauch.

    Das zeigt dann wohl doch wieder mal, dass das was laut FDP "faktisch" ist, in der Realität weit weniger sicher ist, als die FDP es immer verkaufen möchte.

    Laut FDP braucht man ja auch keine Änderung in Art. 3 GG, keine Eheöffnung, keinen Schutz vor Diskriminierung, etc. etc.

    Auch da versucht die FDP immer, das anders zu verkaufen, als es tatsächlich ist.
  • Direktlink »
#3 FloAnonym
  • 18.03.2011, 16:14h
  • Antwort auf #2 von Tobi Cologne
  • Du hast doch wohl hoffentlich nicht geglaubt, nur weil Herr Kauch etwas davon faselt, dass "dank der FDP" etwas "faktisch vom Tisch sei", das auch wirklich der Fall ist.

    Eines muss jedem klar sein:
    wenn irgendwer von der FDP den Mund aufmacht, hat er schon gelogen, verfälscht, beschönigt, etc.

    Die FDP verkauft ihr Scheitern gerne als ihren Erfolg, solange Leute darauf reinfallen. Das sieht man ja auch an den Mini-Fortschritten, zu denen die schwarz-gelbe Regierung von Gerichten GEZWUNGEN wird, und die die FDP im Nachhinein immer als ihren Erfolg verkaufen will.

    Etwas verlogeneres als die FDP ist mir noch nie untergekommen. Aber sie verkaufen es halt gut, weshalb immer noch genug Leute darauf reinfallen und sich bereitwillig von der FDP verarschen lassen.
  • Direktlink »