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In ihrem App wirbt die Gruppe Exodus International dafür, Schwule und Lesben zu "heilen"

Rund 100.000 Menschen haben binnen weniger Tage eine Petition gegen homophobe Anwendungssoftware im Apple Store unterschrieben.

Grund ist die vor einem Monat gestartete kostenlose iPhone-App der US-Gruppe Exodus International, die sich dafür einsetzt, Homo­sexuelle zu "heilen". In dem Miniprogramm wirbt die 1976 gegründete Ex-Gay-Organisation dafür, "das Problem der Homosexualität mit Anstand" anzugehen und die "Wahrheit" über Schwule und Lesben zu verbreiten.

Die Aufnahme der App in den Apple-Verkaufskatalog wurde von Homo-Aktivisten scharf kritisiert. Eine Online-Petition gegen das Programm haben bis Montagnachmittag über 95.000 Menschen unterschrieben. Darin wird Apple aufgefordert, die Software aus ihrem firmeneigenen Internet-Laden zu entfernen. Bereits im November hat eine ähnliche Protestaktion zum Entfernen der App "Manhattan Declaration" geführt, in der ebenfalls die "Heilung" von Homo­sexuellen gefordert wurde (queer.de berichtete).

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Apple: Homoheiler-App hat "keinerlei zu beanstandende Inhalte"

Die Aktivisten zeigen sich besonders erbost über die Einstufung der App durch Apple: Nach Angaben des Konzerns ist sie für Kinder ab vier Jahren zugänglich und enthalte "keinerlei zu beanstandende Inhalte". "Diese Einstufung ist falsch, weil Exodus Hass und Vorurteile verbreitet", heißt es in der Petition, die von der Anti-Ex-Gay-Gruppe "Truth Wins Out" initiiert wurde. Die App sei Teil einer "gefährlichen neuen Strategie" der Gruppe Exodus, die zunehmend Jugendliche ansprechen wolle. Damit würden junge Schwule und Lesben in den Selbstmord getrieben. Außerdem würden Familien angehalten, homosexuelle Kinder zu "ächten".

Bereits in der Vergangenheit hat es Kritik an der Politik von Apple gegenüber dem Thema Homosexualität gegeben. So hatte der Konzern vor wenigen Monaten erklärt, dass Apps, die den Begriff "gay" enthalten, gesperrt werden könnten (queer.de berichtete). Auch bei iPad-Büchern setzte der Konzern bei schwulen Themen den roten Stift an (queer.de berichtete). Dabei galt Apple stets als homofreundliches Unternehmen, das intern strikte Antidiskriminierungsregeln anwendet und sich bei Wahlen für die Öffnung der Ehe eingesetzt hat (queer.de berichtete). (dk)

-w-

#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 21.03.2011, 17:27h
  • Ich wundere mich immer noch, daß es in unserer Gesellschaft solche "Matschköpfe" gibt, die doch allen Ernstes glauben, daß Homosexualität heilbar ist! Sperrt sie alle in eine Klappse, dann ist endlich Ruhe!
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#2 FloAnonym
  • 21.03.2011, 17:43h
  • Das ist leider nicht das erste Mal, dass Apple homophobe Apps zulässt und sogar erklärt, daran sei "nichts zu beanstanden".

    Und es wird auch nicht das letzte Mal sein...

    Apple ist wie eine Hure, die akzeptieren alles, wenn es nur Kohle bringt.
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#3 MarekAnonym
  • 21.03.2011, 19:15h
  • Antwort auf #2 von Flo
  • Leider wahr!

    Erst wenn der Schaden durch solche Apps höher wird als der Nutzen, lenken die plötzlich ein. Und ein paar Wochen später gibt es dann wieder eine neue homophobe App, die laut Apple nicht bedenklich sein soll.

    Statt jedesmal neu gegen Hass zu kämpfen, gibt es eine einfachere Lösung: ganz auf Apple-Produkte verzichten. Vielleicht ändert sich dann mal wirklich dauerhaft was.
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