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- 24. März 2011 2 Min.

Zu den Demonstrationen bringen Kirchenmitglieder stets auch Kinder mit
Die Westboro Baptist Church ("God hates Fags") hat angekündigt, bei der Beerdigung von Elizabeth Taylor gegen Homosexualität zu demonstrieren.
Taylor ist am Mittwoch im Alter von 79 Jahren in Los Angeles gestorben (queer.de berichtete). Ihr Einsatz für Homorechte und ihr Kampf gegen HIV und Aids war den Radikalbaptisten schon immer ein Dorn im Auge. Margie Phelps, die Tochter von Pfarrer Fred Phelps, erklärte via Twitter, dass Taylor Zeit ihres Lebens "Ehebruch begangen und stolze Schwuchteln aktiviert hat". Daher sei sie nun in der Hölle, erklärte Phelps weiter: "Sie hätte Gott gehorchen sollen. Zu spät."
Jarrett Barrios, Chef der Homo-Gruppe GLAAD, wirft den "fiesen Schwulenfeinden" vor, den christlichen Glauben für ihre Hassbotschaften zu missbrauchen: "Dabei begrüßen inzwischen die meisten Glaubensgemeinschaften Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transpersonen in ihren Reihen", sagte Barrios gegenüber "E! News".
Die Westboro Baptist Church aus Topeka (Kansas) zählt zu den radikalsten Kirchengemeinden in den USA. Sie führt alle negativen Ereignisse - wie etwa Kriegstote in Afghanistan und dem Irak - auf die Toleranz gegenüber Homosexuellen zurück. Deshalb haben die Gläubigen wiederholt auf Beerdigungen von Prominenten wie Heath Ledger oder von gefallenen Soldaten protestiert. Sie hielten dabei stets Schilder mit Aufschriften wie "God Hates Fags" (Gott hasst Schwuchteln) oder "Fag Troops" (Schwuchtel-Streitkräfte) nach oben.
Radikalchristen haben Erlaubnis des US Supreme Courts
Erst Anfang März hat der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten die Proteste der Kirche auch auf Begräbnissen ausdrücklich erlaubt, da das Recht auf freie Meinungsäußerung höher zu bewerten sei als der Schutz der Menschen, die diese extremistischen Aussagen hören müssen (queer.de berichtete). Großbritannien wollte sich allerdings bereits 2009 geplante Proteste der Kirche nicht gefallen lassen: Das Land sprach daher ein Einreiseverbot für Fred Phelps und seine Anhänger aus (queer.de berichtete). (dk)
Nachtrag: US-Medien berichten am Donnerstag Abend unserer Zeit, Liz Taylor könnte noch im Laufe des Tages beerdigt werden. Damit könnte auch ein Protest der Phelps-Familie verhindert werden.















In 2050 wird man in Geschichtsbüchern, so hoffe ich, einmal lesen: "Die Westboro Baptist Church aus Topeka (Kansas)= Steinzeitartige Gruppierung dummer Menschen= Vollpfostenartige Vereinigung von Hinterwäldlern= Ende der Durchsage."