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- 25. März 2011 2 Min.

Ohne Serotonin werden männliche Mäuse bisexuell (Bild: Joe Shlabotnik / flickr / by 2.0)
Laut chinesischen Wissenschaftlern kontrolliert eine Chemikalie im Mäusehirn, ob die Nager auf Männchen oder Weibchen stehen.
Die Forscher des National Institute of Biological Sciences in Peking haben herausgefunden, dass männliche Mäuse, die ohne den Neurotransmitter Serotonin auskommen müssen, nicht mehr ausschließlich auf weibliche Tiere stehen. Neurotransmitter sind biochemische Stoffe, die Informationsübertragung zwischen Körperzellen möglich machen. Wie die Forscher Yan Liu und Yun'ai Jiang im wissenschaftlichen Magazin "Nature" schreiben, ist damit erstmals nachgewiesen worden, dass ein Neurotransmitter eine Rolle bei der sexuellen Ausrichtung spielt.
Die Forscher hatten männliche Mäuse gezüchtet, deren Gehirne für Serotonin nicht aufnahmefähig waren. In einer Reihe von Experimenten stellten sie fest, dass die Mäuse sowohl auf männliche als auch auf weibliche Tiere sexuell reagierten. Spritzten die Forscher Serotonin, verloren die Mäuse das Interesse an Partnern des gleichen Geschlechts.
Ergebnisse nicht auf Menschen übertragbar
Experten warnen jedoch davor, die Ergebnisse auf den Menschen zu übertragen. Professor Keith Kendrick vom Babraham Institute in Cambridge erklärte etwa, dass die menschliche Sexualität anders abläuft als bei Mäusen, die sich insbesondere von Gerüchen leiten lassen. "Wir benutzen seit einiger Zeit Psychopharmaka bei Menschen, die die Serotonin-Produktion erhöhen oder verringern. Zwar konnten wir Auswirkungen auf die sexuelle Erregung feststellen, aber bislang gibt es keine Berichte über eine Veränderung der sexuellen Ausrichtung", erklärte Kendrick gegenüber der BBC. (dk)














