https://queer.de/?1394
- 27. Juli 2004 1 Min.
Mainz Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der Mainzer Kardinal Karl Lehmann, hat die Bundesregierung wegen der geplanten Überarbeitung des Lebenspartnerschaftsgesetzes kritisiert. Der Gesetzentwurf zu gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften enthalte eine grundlegende Veränderung der bisherigen Zielbestimmung: vom Abbau der Diskriminierung hin zur Angleichung an die Ehe. Das schreibt Lehmann in einem am Dienstag in Mainz vorab veröffentlichten Beitrag für die Bistumszeitung "Glaube und Leben" (Sonntag). Den Kirchen sei von der Regierung zugesichert worden, die grundgesetzlich geschützte Ehe werde mit gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften nicht gleichgestellt. Doch inzwischen werde auch die Adoption von Kindern nicht mehr ausgeschlossen. Der Umgang großer Parteien mit ihren bisherigen Grundsätzen und "noch viel mehr mit in den Sonntagsreden immer wieder beschworenen Grundwerten der Gesellschaft" mache ihn betroffen, schreibt Lehmann. Er hoffe darauf, dass bei der zweiten Lesung des Gesetzesentwurfs im Bundestag "die öffentliche Auseinandersetzung nachgeholt wird." (pm)










