Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?13949
  • 28. März 2011 18 2 Min.

Liechtenstein ist das letzte deutschsprachige Land, das die Partnerschaften von gleich­geschlechtlichen Paaren nicht anerkennt. (Bild: Fundraisingnetz / flickr / by-nd 2.0)

Homogegner in Liechtenstein wollen die vom Parlament einstimmig beschlossene Einführung von eingetragenen Partnerschaften mit dem Mittel der direkten Demokratie zu Fall bringen.

Erst vor rund zwei Wochen hatte der liechtensteinische Landtag in Vaduz mit 21 gegen null Stimmen die Anerkennung von Homo-Beziehungen beschlossen (queer.de berichtete). Das Fürstentum will damit mit seinen beiden Nachbarländern Österreich und Schweiz gleichziehen, die beide ähnliche Verpartnerungsgesetze beschlossen haben. Schwule und Lesben sollten sich demnach ab dem 1. September das Ja-Wort geben dürfen.

Die Interessengruppierung Vox Populi will nun aber einen Volksentscheid über das Thema erzwingen. Sie muss dafür in den nächsten Wochen mindestens 1.000 Unterschriften sammeln. Initiator Johannes Schraner erklärte, dass Referendum richte sich "weder einzelne Personen noch gegen Personengruppen". Bei solch weit reichenden Gesetzesänderungen müsse aber die Bevölkerung befragt werden: "Mein Anliegen gilt einzig den Stimmen aus dem Volk, welche vom Landtag übergangen wurden", so Schraner, der bereits eine Mehrheit gegen Homo-Rechte vermutet: "Wer den tatsächlichen Puls des Volkes fühlt, der wird feststellen, dass es zu dieser Vorlage eine Vielzahl kritischer Stimmen und ablehnender Kräfte gibt - welche von den 'Volksvertretern' in der gesamten Diskussion schlicht ausgeblendet wurden."

Kirche mobilisiert Anhänger gegen Homo-Ehe

Widerstand gegen das Gesetz im 36.000 Einwohner zählenden Steuerparadies kommt vor allem aus der katholischen Kirche, die den "Fortbestand der Gesellschaft" durch die Gleichbehandlung von Homosexuellen gefährdet sieht. So bezeichnete Generalvikar Markus Walser Homosexualität als "schwere Abirrung". Für den Vaduzer Erzbischof Wolfgang Haas ist Homosexualität eine "schwere Sünde", deren Anerkennung einen "Skandal" darstellen würde. Rund drei Viertel der Liechtensteiner sind Mitglied in der katholischen Kirche. (dk)

-w-

#1 julian21
  • 28.03.2011, 16:43h
  • Man hat in diesem kleinen Land wohl nichts Wichtigeres zu tun. Warum also nicht die Rechte anderer Leute einschränken?
  • Direktlink »
#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 28.03.2011, 18:05h
  • Hoffentlich wird es nie zu diesem Referendum in Liechtenstein kommen! Wehret den Anfängen!
  • Direktlink »
#3 MarcAnonym
  • 28.03.2011, 18:42h
  • Was sind das für Menschen, die Liebe verachten und Hass verbreiten?

    Ich kann nur hoffen, dass die sich nicht durchsetzen und die Vernunft siegt!
  • Direktlink »