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"Angst vor Homosexualität"

Schwule Fußballfans kritisieren Bierhoff

  • 31. März 2011 11 2 Min.

QFF: Oliver Bierhoff gibt der Homophobie sein Gesicht (Bild: Wiki Commons / Thomas Holbach / CC-BY-SA-3.0,2.5,2.0,1.0GFDL)

Das schwul-lesbische Netzwerk der Fußballfanclubs (Queer Football Fanclubs, QFF) beklagt, wie DFB-Teammanager Oliver Bierhoff die Homophobie im Profifußball sichtbar gemacht habe.

In einem offenen Brief an den Deutschen Fußballbund kritisierten die Queer Football Fanclubs auch die zurückhaltende Reaktion des DFB auf die Äußerungen Bierhoffs. Der ehemalige Stürmer hatte einen NDR-"Tatort" in der "Bild"-Zeitung als "Angriff auf meine Familie - die Familie der Nationalelf" bezeichnet, weil darin über schwule Profifußballer gesprochen wurde (siehe Homo-Gurke).

Das Fan-Netzwerk kritisierte insbesondere, dass der DFB-Vertreter Bierhoff "das Wort 'Familie' als Kontrast und vermeintlichen Gegensatz zur Homosexualität benutzt". Es sei auch kein "Angriff", wenn es in einem Film schwule Profifußballer gebe. "Wir z. B. haben bislang auch noch nie den Verdacht entrüstet zurückgewiesen, dass ein bei Queer Football Fanclubs organisierter Fan heterosexuell sein könnte", erklärte QFF-Sprecher Dirk Brüllau. Homophobie heiße wörtlich "Angst vor Homosexualität" und "Oliver Bierhoff hat der Homophobie im Fußball sein Gesicht gegeben".

QFF hatte sich beim DFB über das Bierhoff-Interview beschwert, aber nur eine ausweichende Antwort des Pressesprechers erhalten. Dabei habe das Schweigen Konsequenzen: "Vom DFB erwarten wir eine differenziertere und sensiblere Umgangsweise in Interviews mit den Tabloids. Der sicherlich gut gemeinte 'Tatort' ist nicht so medienwirksam wie die negativen Auswirkungen, die dieses 'Bild'-Interview von Herrn Bierhoff haben", so Brüllau. Er warb für ein klärendes Gespräch von QFF-Vertretern mit dem DFB.

Das Netzwerk QFF zur wurde zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 von den schwul-lesbischen Fanclubs aus Berlin, Stuttgart und Dortmund gegründet. Inzwischen sind 21 Fanclubs aus Deutschland, der Schweiz und Spanien Mitglied. (dk)

-w-

#1 DenWeg
  • 31.03.2011, 19:23h
  • Bierhoff wird sich sowieso mit einer Stellungnahme a la "So war das nicht gemeint"-bla,bla aus der Affäre ziehen..

    kennt man doch schon..
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#2 FloAnonym
  • 31.03.2011, 20:04h
  • Sorry, aber so einen Typen kann ich doch nicht ernstnehmen...
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#3 seb1983
  • 31.03.2011, 20:22h
  • Wenn es nicht so tragisch wäre könnte man eigentlich drüber lachen, grotesk bleibt es trotzdem:

    Da macht die ARD nen Tatort mit schwulem Nebenthema. Dann lästert queer.de darüber ab, die Kommentatoren hier lästern darüber ab, der DFB läster darüber ab, und bei den Kirchen frag ich besser erst gar nicht.

    Das Signal ist jedenfalls klar: Finger weg von schwulen Themen, man verdirbt es sich mit allen Seiten.
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