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Einzelkommentar zu:
Sexsteuer "vernichtet" schwule Saunen


#15 MoritzAnonym
  • 04.04.2011, 22:07h
  • Ich finde es auch saublöde, dass die Sex-Steuer, die in Dortmund eigentlich als ordnungspolitisches Instrument gegen die ausufernde Straßenprostitution gedacht war, nun auch schwule Sex-Läden trifft. Die Heten, die die Steuer eingeführt haben, können einfach nicht kapieren, dass wir Schwuppen jeden erdenklichen Sex ohne finanzielle Gegenleistung kriegen können. Dass es in der Sauna, dem Fetisch-Schuppen oder der Darkroom-Bar Sex einfach nur im gegenseitigen Einvernehmen aus Spaß an der Freude gibt, kriegen die nicht in ihre Birne.

    Ein wenig fragwürdig finde ich die Argumentation hinsichtlich der HIV-Infektionsgefahr. Da müssen die Gegner der Sex-Steuer aufpassen, dass sie sich nicht unglaubwürdig machen. Eine solche Verlautbarung ist auch niemals von der Aidshilfe Dortmund gemacht worden. Denn wer die Präventionsarbeit kennt, der weiß, dass die ehrenamtlichen Mitarbeiter gerade auch Parkplätze usw. aufsuchen und dort Kondome und Infomaterial verteilen. Das passiert eben nicht nur in den Szene-Läden. Dort aber sicherlich besonders gut und oftmals mit großer Unterstützung der Betreiber. Ich würde mich hüten, die Behauptung aufzustellen, dass die Sex-Steuer die Infektionsgefahr steigere oder sogar erhöht.

    Etwas anderes ist die Steuer und die Schließung des Straßenstrichs für den Bereich der Prostitution. Die SexarbeiterInnen werden sich bestimmt dunkle Ecken suchen und andere Strukturen für ihre "Geschäfte" aufbauen. Die sind dann in der Tat nicht mehr so gut für die Prävention erreichbar. Dort hat es u.U. also wirklich Auswirkungen für das Infektionsgeschehen. Allerdings muss man sagen, dass der Straßenstrich von weiblichen Prostituierten aufgesucht wird. Stricher sind dort nicht zu finden. Die haben in Dortmund bestimmte Lokale, wo sie ihre Dienste anbieten. Aber natürlich unterliegen auch die Jungs der Sex-Steuer.

    Insgesamt betrachtet finde ich diese Entwicklung für Dortmund sehr schade.
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