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Kommentare zu:
Sexsteuer "vernichtet" schwule Saunen


#11 Zuzo DoAnonym
  • 04.04.2011, 20:16h
  • Antwort auf #10 von chris
  • `Die Prostituierten werden jetzt einfach im Untergrund verschwinden und man verliert den Überblick und die halbwegs gute Sicherheitslage, die den Frauen bis jetzt noch zur Verfügung steht.`

    Und noch einmal, von den Änderungen des Straßenstrichs in Dortmund sind NICHT NUR weibliche Prostituerte betroffen, auch männliche!

    Da ist ja selbst Wikipedia weiter:
    `Unter Straßenprostitution, Straßen- oder Autostrich versteht man eine Form der Prostitution, bei der Prostituierte am Straßenrand warten, um im Auto vorbeifahrenden, teils auch zu Fuß vorbeikommenden Freiern ihre sexuellen Dienste anzubieten. In der Prostitutionshierarchie befinden sich die Frauen und Männer, die auf der Straße stehen, ganz unten.`
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#12 trashtvProfil
  • 04.04.2011, 20:35hBerlin
  • Als Alternative zur Verkleinerung seiner Sauna könnte Herr Scherff auch mal darüber nachdenken, wie er wieder mehr Kunden in den Laden locken könnte. Eine "Nacktparty" in einer Sauna ist nun nicht unbedingt das, was ich unter einem "Special Event" verstehen würde... das "Fischbuffet" an Karfreitag ist sicher irgendwie originell... aber leider auch nur "irgendwie" . Und das Interieur des Ladens wirkt ein bißchen so, als wäre es in einem Sozialkaufhaus zusammengesucht... so wird das nichts, Herr Scherff... Sexsteuer hin oder her.
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#13 DominikLpzAnonym
#14 herve64Ehemaliges Profil
  • 04.04.2011, 22:02h
  • Der springende Punkt ist m. E., dass man die Einräumung zu unentgeltlichen sexuellen Vergnügungen mit denen gegen Entgelt in dieser Satzung gleichsetzt. Kurz: hier wird Ungleiches gleich behandelt, und das ist nach meinem Rechtsempfinden nicht zulässig. Man sollte mal einen fähigen Rechtsanwalt darauf ansetzen, dass er evtl. ein Normenkontrollverfahren gegen die Stadt Dortmund anstrengt.

    Außerdem sollte die Satzung auch auf mögliche Formfehler abgeklopft werden: ich bezweifle nämlich, dass es so ohne Weiteres möglich ist, eine Norm rückwirkend in Kraft treten zu lassen, wie es hier geschehen ist.
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#15 MoritzAnonym
  • 04.04.2011, 22:07h
  • Ich finde es auch saublöde, dass die Sex-Steuer, die in Dortmund eigentlich als ordnungspolitisches Instrument gegen die ausufernde Straßenprostitution gedacht war, nun auch schwule Sex-Läden trifft. Die Heten, die die Steuer eingeführt haben, können einfach nicht kapieren, dass wir Schwuppen jeden erdenklichen Sex ohne finanzielle Gegenleistung kriegen können. Dass es in der Sauna, dem Fetisch-Schuppen oder der Darkroom-Bar Sex einfach nur im gegenseitigen Einvernehmen aus Spaß an der Freude gibt, kriegen die nicht in ihre Birne.

    Ein wenig fragwürdig finde ich die Argumentation hinsichtlich der HIV-Infektionsgefahr. Da müssen die Gegner der Sex-Steuer aufpassen, dass sie sich nicht unglaubwürdig machen. Eine solche Verlautbarung ist auch niemals von der Aidshilfe Dortmund gemacht worden. Denn wer die Präventionsarbeit kennt, der weiß, dass die ehrenamtlichen Mitarbeiter gerade auch Parkplätze usw. aufsuchen und dort Kondome und Infomaterial verteilen. Das passiert eben nicht nur in den Szene-Läden. Dort aber sicherlich besonders gut und oftmals mit großer Unterstützung der Betreiber. Ich würde mich hüten, die Behauptung aufzustellen, dass die Sex-Steuer die Infektionsgefahr steigere oder sogar erhöht.

    Etwas anderes ist die Steuer und die Schließung des Straßenstrichs für den Bereich der Prostitution. Die SexarbeiterInnen werden sich bestimmt dunkle Ecken suchen und andere Strukturen für ihre "Geschäfte" aufbauen. Die sind dann in der Tat nicht mehr so gut für die Prävention erreichbar. Dort hat es u.U. also wirklich Auswirkungen für das Infektionsgeschehen. Allerdings muss man sagen, dass der Straßenstrich von weiblichen Prostituierten aufgesucht wird. Stricher sind dort nicht zu finden. Die haben in Dortmund bestimmte Lokale, wo sie ihre Dienste anbieten. Aber natürlich unterliegen auch die Jungs der Sex-Steuer.

    Insgesamt betrachtet finde ich diese Entwicklung für Dortmund sehr schade.
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#16 Zuzo DoAnonym
  • 04.04.2011, 23:02h
  • Antwort auf #15 von Moritz
  • "Die haben in Dortmund bestimmte Lokale, wo sie ihre Dienste anbieten."
    Das stimmt für Dortmund, allerdings gibt es zudem hinter dem Hauptbahnhof Stricher die sich anbieten.

    "Aber natürlich unterliegen auch die Jungs der Sex-Steuer"
    Eben! Und schwieriger als die Frauen haben sie es allemal:
    Dortmund ist Zentrum der Stricher- und Callboy-Szene im östlichen Ruhrgebiet. Die Männer haben massive psychosoziale und gesundheitliche Probleme sowie einen hohen Hilfebedarf – aber das Gesundheits- und Hilfesystem kommt kaum an sie ran.

    www.ruhrnachrichten.de/lokales/dortmund/lokalnachrichten_dor
    tmund/Dortmund-ist-die-Callboy-Hochburg;art930,566653


    "Ich finde es auch saublöde, dass die Sex-Steuer, die in Dortmund eigentlich als ordnungspolitisches Instrument gegen die ausufernde Straßenprostitution gedacht war, nun auch schwule Sex-Läden trifft."
    Das sehe ich genauso, Straßenstrichprostitution ist nicht mit von beiden aus Lust gewolltem, ungewerbsmäßigem Sex zu vergleichen und eine Steuer trifft die schwulen Läden zu unrecht.
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#17 SvenAnonym
  • 05.04.2011, 00:05h
  • Geht ins Rathaus...treibt es da...sobald die ne Sexsteuer bezahlen müssen ist das vorbei ;-p
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#18 MoritzAnonym
  • 05.04.2011, 00:29h
  • Antwort auf #16 von Zuzo Do
  • Ja, aber was da hinter dem Hauptbahnhof und am Studio X passiert, ist
    1. sehr übersichtlich/überschaubar (jedenfalls im Verhältnis zur Ravensberger Straße)
    und war
    2. schon immer verboten, weil im Sperrbezirk.

    Der legale Straßenstrich, der nun geschlossen werden soll, ist nur von anschaffenden Frauen belegt. Stricher sind dort nicht anzutreffen. Insofern trifft sie die Schließung des Straßenstrichs nicht.

    Und ansonsten weiß ich nicht, ob die Stricher sich in einer größeren Problemlage befinden als ihre weiblichen Kolleginnen von der Straße. Ich denke eher, dass beide Gruppen bessere Verhältnisse (Beratung/Betreuungsangebote/Prävention) verdient hätten.
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#19 probondageProfil
  • 05.04.2011, 08:32hDortmund
  • Antwort auf #15 von Moritz
  • Nun Moritz, das stimmt so nicht. Der schwule Gesundheitsladen Pudelwohl beispielsweise hat einmal in der Woche in der Sauna einen kostenlosen Gesundheitsdienst dort angeboten. Zumal wurde alle Gäste immer mit kostenlosen Kondomen und Gleitmitteln versorgt. Außerdem gibt es in den Läden Infomaterial zum Thema. Das alles hast du auf den Parkplätzen nicht.

    Tastache ist aber, dass die Stadt Dortmund als einzige Kommune den reinen Tatbestand "Anbietung von sexuellen Möglichkeiten" besteuert. Es wird kein Unterschied gemacht zwischen "Bordell-Betrieb" oder "Cruising" - Aber es gibt einen. Nämlich, Geld!

    Kennst du die Preise für Heten-Swingerclubs? Da wird unterschieden zwischen Mann, Frau, Single, oder Paar - und so weiter. Ist bei uns absolut nicht üblich. Die Möglichkeit auch Sex zu haben ist uns keinen Euro "mehr" wert. Doch wo soll das Geld denn herkommen. In der Jumbo-Sauna sind monatlich 4.500 Euro an Vergnügungssteuer zu zahlen, weil es sich halt um ein riesiges Objekt handelt.

    Diejenigen, die sowie nicht die Szene gehen, möchte ich trotzdem nahelegen sich mit uns Schwulen in Dortmund solidarisch zu zeigen. Es kann nicht sein, dass eine Stadt Betreiber von Szenelokalitäten durch eine Steuer an den Rande des Ruins getrieben werden, oder?

    Daher haben wir einen offenen Brief verfasst. Wer uns unterstützen und der Stadt im Namen der Community die Rote Karte zeigen möchte, der findet in der Facebook Gruppe den Vordruck für den Brief.

    www.facebook.com/pages/Sexsteuer-Dortmund-vernichtet-schwule
    -Szene/175601789156244
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#20 probondageProfil
  • 05.04.2011, 08:48hDortmund
  • Im übrigen, die Stadt Dortmund hat vermessen lassen. Es zählen nicht nur die eindeutigen, für Sex auffordernen Räumlichekeiten, sondern ALLE Räume, die eine "Anbahnung von sexuellen Kontakten" ermöglichen. Dazu gehören auch Ruhestätten, Tresen, Sitzmöglichkeiten, Ruhekabinen und und und ... Daran sieht man, dass die Stadt nicht "schwul" denken kann oder will. Sowas wie eine Anbahnung brauchen wir nicht. Da geht es wenn sofort zur Sache. Einmal tief in die Augen geschaut und es kann los gehen. Cruising halt. Für die Stadt Dortmund ist dieses nicht nachvollziehbar. Ah ja, und Prostitution ist in solchen Läden grundsätzlich unerwünscht. Klar, wenn da jemand in einer Sauna Geld verlangen würde, was passiert dann? Richtig, die Gäste beschweren sich beim Betreiber über diese "Unsitte" - Wir machen's untereinander kostenlos. Das ist nunmal in der schwulen Szene so. Für die Stadt, wie gesagt, nicht nachvollziehbar.
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