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  • 10. April 2011 11 2 Min.

Dr. House aus der TV-Serie empfiehlt: Regelmäßige Einnahme minimiert das Resistenz-Risiko (Bild: FOX)

Müssen sich Menschen mit HIV Sorgen machen, dass ihre Therapie wegen Resistenzen bald versagt?

Von Carsten Weidemann

Die Deutsche Presse-Agentur schlug Alarm: "Experten sehen die Gefahr, dass der Aids-Erreger HIV resistent gegen bisher erfolgreich angewendete Medikamente werden könnte", hieß es in einer Meldung, die anlässlich des Weltgesundheitstages in der vergangenen Woche verschickt und von diversen Medien aufgegriffen worden ist. Drohen etwa neue Gefahren, wie es die dpa-Meldung suggeriert?

Der Weltgesundheitstag stand unter dem Motto "Antibiotikaresistenzen verhüten und bekämpfen". Mit ihrer Kampagne will die Welt­gesundheits­organisation (WHO) die Wirksamkeit von Medikamenten zur Behandlung von Malaria, Tuberkulose, und HIV/Aids für weitere Generationen erhalten. Anlass dafür sind die in den letzten Jahrzehnten weltweit zunehmenden Resistenzentwicklungen von Krankheitserregern gegen bis heute erfolgreich eingesetzte Medikamente. Das betrifft vor allem Antibiotika. Doch die in Köln sitzende Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) betonte in einer Stellungnahme: "Auch das HI-Virus kann bei unzureichend gesteuerter antiretroviraler Therapie Resistenzen entwickeln. Solche resistenten Erreger können dann auf andere Menschen übertragen werden", sagt BZgA-Sprecherin Marita Völker-Albert.

Gefahr in Deutschland bislang relativ gering

Für Mediziner und Betroffene ist dies alles ein alter Hut. Dass sich Resistenzen im Laufe der Zeit bei fast allen Menschen bilden, ist lange bekannt. "HIV-Medikamente funktionieren nur dann optimal, wenn sich eine ausreichende Menge ihrer Wirkstoffe im Körper befindet", heißt es auf der Website der Deutschen Aids-Hilfe (DAH). Manchmal sei das aber nicht der Fall. Wenn man häufiger vergisst, die Medikamente einzunehmen oder sie in der Leber schneller als üblich abgebaut werden, steigt das Risiko, dass sich die Viren wieder vermehren und dabei Exemplare entstehen, die gegen die Wirkstoffe widerstandsfähig (resistent) sind. Durch regelmäßige Blutkontrollen hat der behandelnde Arzt dies normalerweise im Blick.

Die Vermeidung von Resistenzen steht für HIV-Patienten ganz oben auf der Prioritätenliste. Wenn nach jahrelanger Einnahme einer bestimmten Medizin die Viruslast wieder ansteigt, ist noch lange nicht das Ende der HIV-Therapie erreicht. Die DAH beruhigt: "Es gibt mittlerweile eine Vielzahl von Medikamenten gegen HIV, aus der sich zahlreiche Kombinationsmöglichkeiten ergeben. Deswegen ist es normalerweise möglich, auf andere Medikamente auszuweichen." Auch BZgA-Sprecherin Marita Völker-Albert räumt ein: "Bislang ist diese Gefahr in Deutschland relativ gering, da HIV-Kompetenzzentren und Schwerpunktpraxen die HIV-Therapie nach besten wissenschaftlich abgesicherten Standards durchführen." Weltweit jedoch sei diese hohe Qualität der HIV-Therapie nicht überall gewährleistet.

-w-

#1 XDAAnonym
  • 10.04.2011, 23:18h
  • Wer ficken kann, muss das Echo auch vertragen.
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#2 KonstantinEhemaliges Profil
  • 11.04.2011, 06:57h
  • Wie schon im Artikel gesagt wurde: Resistenzen sind nichts Neues. Was soll also die boulevardeske Panik-Headline?
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 11.04.2011, 10:05h
  • Das AIDS-Virus stellt die Mediziner und natürlich die Pharmaindustrie immer wieder vor neuen Herausforderungen und deshalb ist Gründlichkeit und Eile geboten.
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