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- 19. April 2011 2 Min.

Ministerpräsident Silvio Berlusconi ist ja ein Freund der schlechten Kalauer und des weiblichen Geschlechts. Kein Wunder also, dass er Witze liebt, in denen Lesben vorkommen. Seinen neuesten trug er am Samstag bei einer Konferenz in Rom vor:
Es heißt, jeder von uns ist zu 25 Prozent homosexuell. Wir alle haben diesen Anteil, auch ich. Nach genauem Hinsehen ist mir aber aufgefallen, dass mein Viertel Homosexualität ein lesbischer Anteil ist.
Das Publikum lachte und Herr Berlusconi - immerhin der stolze Besitzer einer "Riesen-Penis-Skulptur" - zeigte sich sichtlich zufrieden mit sich. Italienische Schwule und Lesben können aber nicht mitlachen: Denn der Bunga-Bunga-Regierungschef wäre lustiger, wenn er gleichgeschlechtliche Paare in seinem Land nicht wie Aussätzige behandeln würde. So hat er in den letzten Monaten klar gemacht, dass Schwule und Lesben in Italien nie "auf einer Stufe mit Familien" stehen würden und dass es besser sei, leidenschaftlich schöne Mädchen zu begehren als schwul zu sein. Eines hat der Regierungschef mit den unendlichen juristischen Scharmützeln jedenfalls geschafft: Italien ist das einzige EG-Gründungsmitglied, in denen gleichgeschlechtlichen Partnerschaften keinerlei Anerkennung zuteil wird.
Auf Italienisch klingt der Scherz übrigens nicht ganz so schlimm:
In Italien werden Homo-Paare nicht anerkannt. 2007 hatte der damalige italienische Ministerpräsident Romano Prodi zwar einen ersten Versuch unternommen, eingetragene Partnerschaften einzuführen. Das führte aber zur Spaltung seiner Mitte-Links-Regierung. Anfang 2008 brach seine Koalition dann auseinander (queer.de berichtete). Die darauffolgende Mitte-Rechts-Koalition von Silvio Berlusconi lehnte dann jegliche Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Beziehungen kategorisch ab.
(dk; Bild: Wiki Commons / alessio85 / CC-BY-2.0)














Dem ist auf alle Fälle zu 100% nicht mehr zu helfen...