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https://queer.de/?14096
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- 21. April 2011 1 Min.

Pornostar Michael Lucas ist empört, weil die israelische Delegation beim CSD Berlin keine nationalen Symbole zeigen will. Man habe Angst, dass der Davidstern "Feindseligkeiten" in Deutschland auslösen könnte, berichteten unlängst israelische Medien (queer.de berichtete). Lucas, der die amerikanische und israelische Staatsbürgerschaft besitzt, kritisiert im US-Homomagazin "Advocate" diese Haltung und fordert mehr israelisches Selbstbewusstsein:
Man muss mutig sein, um ein selbstbewusster schwuler Mann in dieser Welt zu sein. Es braucht ebenfalls Charakterstärke, eine israelische Identität zu verteidigen. In beiden Fällen ist nicht jeder stark genug, um sich gegen Ahnungslosigkeit, Klischees und Hass zu stellen... Ist es nicht ein wenig ironisch, dass israelische CSD-Teilnehmer ihre Flagge in Berlin nicht zeigen wollen - ausgerechnet in Berlin? Sie gehen dorthin als Repräsentanten eines Landes, das als Reaktion auf den Mord von sechs Millionen Juden durch Nazideutschland entstanden ist. Diese Leute haben nicht genug Selbstachtung - oder Respekt für die Toten - um als schwule Israelis aufzutreten... Israel muss Menschen nach Berlin schicken, die stolz sind und sich vor niemandem verstecken - und die ihre Fahne hoch halten.
Mehr zum Thema:
» Durch Israel mit dem Pornostar (26.01.10)















die Zeiten, wo ein Davidstern in Deutschland zu Feindseligkeiten führt, sind doch wohl hoffentlich längst vorbei...
Bei der WM waren auch zig Flaggen aus allen Herren Länder hier zu sehen. Wieso sollte ausgerechnet ein CSD andere Nationen diskriminieren, wo es doch gerade um Vielfalt und Toleranz geht.