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  • 21. April 2011 39 2 Min.

Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin (Bild: pixel0908 / flickr / by-nd 2.0)

In Berlin ist die evangelische Kirche dem vom Lesben- und Schwulenverband initiierten Bündnis gegen Homophobie beigetreten.

Der Initiative, die nach mehreren schwulenfeindlichen Überfällen in der Hauptstadt ins Leben gerufen wurde, gehören bereits über 30 Verbände, Vereine und Firmen an. Mitglieder sind etwa der Deutschen Fußballbund, die Deutsche Bank, Coca-Cola oder die Berliner Polizei. Unterstützt wird die Initative vom Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD).

Als erste Glaubensgemeinschaft hat sich die evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz für eine Mitgliedschaft entschieden. Superintendent Carsten Bolz erklärte, dass die Kirchenleitung bereits im Sommer 1991 gegen gewalttätige Angriffe auf das Frühlingsfest von Lesben und Schwulen im Gründerzeitmuseum von Charlotte von Mahlsdorf reagiert habe. Schon damals hätten die Protestanten eingestanden, dass "auch die christliche Kirche eine erhebliche Mitschuld" an der Ausgrenzung von homo­sexuellen Menschen habe. "Es ist uns seither ein Anliegen, gegen Homophobie einzutreten und sie auch in den eigenen Reihen zu überwinden", so Bolz.

Evangelische Kirche protestierte letztes Jahr gegen Homo-Rechte

Allerdings setzt sich die evangelische Kirche in Berlin auch heute noch gegen Homo-Rechte ein. So kritisierte eine Kirchensprecherin im vergangenen Jahr den Antrag des Berliner Senats zur Öffnung der Ehe. Nach Ansicht der Kirche hätten Schwule und Lesben kein Recht auf Gleichbehandlung, weil die Ehe ein "traditionelles Kulturgut" sei (queer.de berichtete). Zudem haben sich in den letzten Monaten mehrere ehemalige evangelische Pfarrer gegen die Anerkennung von Homosexualität ausgesprochen (queer.de berichtete).

Ziel des Bündnisses gegen Homophobie ist es, gemeinsam jeglicher Form von Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung entgegenzutreten und ein Zeichen zu setzen für Anerkennung und Respekt gegenüber Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transpersonen. (dk)

-w-

#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 21.04.2011, 13:52h
  • Endlich mal wieder eine positive Nachricht und man kann diesen Beitritt nur begrüßen!
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#2 jojoAnonym
  • 21.04.2011, 13:59h
  • verstehe. blutige nasen gehen zu weit, aber gleiche rechte möchte man trotzdem verhindern. hauptsache, man kann sich selber vorlügen, liberal zu sein.
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#3 Geert
  • 21.04.2011, 14:01h
  • Die Evangelische Kirche kann sich nicht einerseits gegen Homophobie engagieren und gleichzeitig den größten Feind der Schwulen und Lesben, den Islam, hier gesellschaftsfähig machen!
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