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Einzelkommentar zu:
Evangelische Kirche tritt Bündnis gegen Homophobie bei


#29 Timm JohannesAnonym
  • 22.04.2011, 20:34h
  • Antwort auf #27 von Karl
  • @Karl
    Fakt ist, dass es KEINE Ausnahmeregel ist, da bist du falsch informiert. Es ist fest in den Auslegungsbegründungen des neuen einheitlichen Pfarrdienstgesetzes der EKD schriftlich (!) hineingeschrieben und fixiert. Jeder Jurist wird Dir bestätigen, dass zukünftig arbeitsrechtliche Kündigungen gegen homosexuelle Pfarrer, die am Standesamt sich verpartnern, keine rechtliche Chance haben.

    Das ist auch ein entscheidender rechtlicher Unterschied zu den Katholiken, wo schwule Priester zölibatär leben müssen, wie auch heterosexuelle Priester und dort deswegen ein extremer Priestermangel herrscht.

    *
    www.mainpost.de/regional/franken/Theologe-fordert-Ende-des-Z
    wangszoelibats;art1727,6109429


    Bei den Landeskirchen der EKD können nunmehr homosexuelle Pfarrer uneingeschränkt rechtlich Ihren Beruf ausüben, denn arbeitsrechtliche Kündigungen aufgrund ihrer Verpartnerung oder aufgrund ihrer sexuellen Orientierung sind ausgeschlossen.

    UND das in den einzelnen Kirchengemeinden Pfarrer generell, ob homo oder hetero freundlich mit ihren Pfarrgemeinderat umgehen sollten, steht ausser Frage. Wenn ich mich als Priester/Pfarrer mit dem Pfarrgemeinderat nicht verstehe und es dort eskaliert, ist in der Regel eine Umsetzung von Pfarrern zwischen einzelnen Kirchengemeinden die bessere Lösung. Wichtig ist hierbei nur, dass KEINE arbeitsrechtliche Kündigung erfolgen kann; dies verhindert nunmehr auch das neue Pfarrdienstrecht der EKD und der betroffene Pfarrer ist da rechtlich auf der "sicheren Seite".

    ----
    Und gut das es in den Landeskirchen der EKD kein Zwangszölibat für Pfarrer gibt.

    Und gut das bei uns auch Frauen zu diesem Amt zugelassen sind.

    ----

    ---> Was nunmehr die staatliche Eheöffnung angeht, die ist innerhalb der EKD und ihren Kirchenvertretern umstritten, aber sicherlich sind nicht alle dagegen, das siehst Du falsch.

    Der Meinungsbildungsprozess ist dort sehr in Gange, da die Altbischöfe der EKD nunmehr in Rente sind und jüngere Kandidaten dort gewählt wurden. Ich persönlich glaube, das bei einem Regierungswechsel und staatlicher Eheöffnung, sich die EKD der Stimme enthalten dürfte, da die Haltungen der Bischöfe/Synodenvertreter dort unterschiedlich sind.

    Beispielsweise ist Kathrin Göring-Eckhardt als EKD-Synodenpräses im Bundestag für die Grünen und wird mit Volker Beck wohl stimmen, wenn die Eheöffnung im Bundestag bei Regierungswechsel beschlossen wird.
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