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- 25. April 2011 2 Min.

Der Protest vor dem Buckingham Palace am Montag (Bild: Out Rage)
In London haben am Ostermontag mehrere Dutzend Schwule und Lesben vor dem Buckingham Palace für die Öffnung der Ehe demonstriert. Anlass ist die Heirat von Prinz William und Kate Middleton am Freitag. Der Protest direkt vor dem Eingang des Palasts startete um 12 Uhr Ortszeit und dauerte drei Stunden.
Zu der Kundgebung aufgerufen hatte die Kampagne "Equal Love" um den Aktivisten Peter Tatchell. Die Teilnehmer präsentierten eine übergroße Glückwunschkarte an das Paar, dem ein "glückliches gemeinsames Leben" gewünscht wird. Zugleich werden William und Kate aufgefordert, sich für "Marriage Equality" einzusetzen.
"Ihr könnt euch verheiraten, aber Schwule und Lesben können es nicht. Es ist uns per Gesetz verboten", heißt es auf der Karte. Tatchell hatte im Vorfeld um eine große Teilnahme gebeten: "Auch wenn ihr persönlich nicht für die Homo-Ehe seit: Ihr Verbot ist homophob und sollte aufgehoben werden."

Eine verfrühte Glückwunschkarte mit Botschaft
Im Rahmen der Kampagne haben bereits acht Paare eine Klage beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte eingereicht gegen das Verbot der Eheschließung für schwule und lesbische Paare - sowie dem Verbot einer Lebenspartnerschaft für Hetero-Paare.
Dabei gibt es in Großbritannien, vom Namen abgesehen, kaum noch Unterschiede zwischen Lebenspartnerschaft ("civil union") und Ehe. In Verpartnerungszeremonien darf derzeit aber nicht das Wort "Ehe" benutzt werden, auch ist es untersagt, religiöse Symbole oder Inhalte zu verwenden (selbst wenn eine Kirche die Zeremonie durchführen will).
"Es würde einen Aufschrei geben, wenn der Staat es jüdischen Paaren verbieten würde, eine Ehe einzugehen und ihnen stattdessen eine Lebenspartnerschaft anböte", kritisiert Tatchell. Die Aufteilung in zwei verschiedene Institute sei diskriminierend und entspreche auch nicht mehr dem Willen der Bevölkerung - 2009 hatten sich in einer Umfrage 61 Prozent der befragten Briten für eine Öffnung der Ehe ausgesprochen, 33 Prozent dagegen. (nb)
Links zum Thema:
» Mehr Fotos vom Protest bei flickr














aber das vorfeld ?
ich weiss nicht.
was hat tatchell geritten: ""Es würde einen Aufschrei geben, wenn der Staat es jüdischen Paaren verbieten würde, eine Ehe einzugehen und ihnen stattdessen eine Lebenspartnerschaft anböte".
bisher hat es mich mitunter gejuckt, dieses beispiel (aufschrei.., wenn juden...), das ja auch hier in ca. monatlichen abständen, manchmal zu recht, manchmal zu unrecht von usern bemüht wird, zu kommentieren.
in meinen fünf lebensjahrzehnten durfte ich früh tatsächliche und verbale dresche beziehen für:
linkshänder, jude, unehelicher proletenbalg, schwuler und marxist. was meine genußfähigkeit maßgeblich positiv beeinflußte. man merkt mehr. auch meine fähigkeit adäquat auszuteilen entwickelte sich dabei prächtig (sagen freunde).
mal heiter gespannt, was der judöophile freundeskreis gaza-massaker und die messdiener der kirche des 11. septembers zu tatchells ausführungen meinen.
osterei:
als freund des buches noch eine bitte an die intellektuellen, der eben erwähnten sekten.
könntet ihr euch an dieser online-petition beteiligen ?
help munther fahmi !
www.ipetitions.com/petition/munther/
seine israelische rechtsanwältin lea zemel [pos. 01:47, video]
"Der inoffizielle Grund für das Gesetz selbst ist Rassismus."
artikel und video
www.tagesthemen.de/ausland/muntherfahmi100.html