Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://www.queer.de/detail.php?article_id=14142
Home > Kommentare

Kommentare zu:
Kika gibt Tipps gegen spontane Erektion


#51 julian21
  • 04.05.2011, 02:36h
  • Antwort auf #49 von SuperMario
  • Erstmal ne wichtige Frage: Wo endet überhaupt euer ganzes Geschwafel? Wo ist die Grenze? Es bleibt doch sicherlich nicht nur bei "Lauf mit deinem Ständer ruhig durch die Gegend und zeig ihn allen"? Wenn man schon so anfängt ist es nicht weit zu "Masturbier oder fick ruhig in der Öffentlichkeit". Dann wird nämlich ganz schnell aus Scham Beschämung.

    Deswegen ist für mich, alles was direkt mit Sex in Verbindung steht immer etwas Intimes und Privates.

    Und gerade in der Öffentlichkeit (und nur um die geht es! Pornografie/Prostitution ist was völlig anderes!) will ich nicht mit den Erregungen und sexuellen Aktivitäten anderer meist wildfremder Leute konfrontiert werden. Das hat erstens was mit individuell verschiedener Privatsphäre zu tun, die man respektieren sollte und zweitens damit, dass mit sexueller Erregung immer naturgemäß körperliche Reaktionen verbunden sind (d.h. bspw. wenn ich jemanden sehe, der einen Ständer hat, geht mein Puls hoch). So ist es letztendlich auch ne Form von Höflichkeit seine Erregung zu kaschieren. Wenn mir z.B. ein Typ gegenübersitzt und nen Ständer bekommt, extra seine Beine ausbreitet und mich machohaft angrinst, reg ich mich auf, bin genervt und angewidert.

    Ein weiterer viel wichtigerer Grund: Sobald es um Öffentlichkeit geht, geht es um Kinder. Und die meisten sind einfach noch viel zu jung, um zu verstehen, was bzgl. Sex und co. abgeht. Mögliche Folgen: Traumata und ein gestörtes Verhältnis zur gesamten sexuellen Thematik, besonders wenn sie keine Bezugspersonen haben, die ihnen ruhig, besonnen und unvoreingenommen erklären, was das alles bedeutet.

    (Intimitäts-)Scham ist also ein wichtiger Bestandteil unserer Psyche, um uns selbst und auch andere zu schützen.

    Und ja: Es gibt "alte", tradierte Dinge, die man schützen darf bzw. sollte. Nicht alles, was bisher bestand hat/hatte ist gleichzeitig altbacken und schlecht (s. Volker Beck, Stichwort: Soziale Treue). Vor allem gilt das für Dinge, die die Rechte anderer Leute nicht im erheblichen Maße beeinträchtigt. Und zu erwarten, dass du deine Keule bitte zu Hause auspackst und nicht gleich im Bus schränkt deine Rechte nicht allzu sehr ein.

    Ganz billig finde ich, zu versuchen bei mir ne vermeintliche Doppelmoral ausfindig zu machen und mich in die selbe Ecke mit Homophobikern zu stellen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #49 springen »
#52 diktatur euAnonym
#53 stromboliProfil
  • 04.05.2011, 12:10hberlin
  • Antwort auf #51 von julian21
  • wir sind weit abgeschweift von dem was das obige thema her gab: öffentliche behandlung eines völlig normal zu wertenden zustandes und dem seiner "behebung"!&

    In der vermischung von gedeuteter peinlichkeit ( "Wenn mir z.B. ein Typ gegenübersitzt und nen Ständer bekommt, extra seine Beine ausbreitet und mich machohaft angrinst...) und angedeuteter betroffenheit "(d.h. bspw. wenn ich jemanden sehe, der einen Ständer hat, geht mein Puls hoch)", spreizen wir uns in gesellschaftlicher anständigkeit!

    Übel wirds, wird noch das kindsargument ( "Ein weiterer viel wichtigerer Grund: Sobald es um Öffentlichkeit geht, geht es um Kinder") hinzu gezaubert, hinter dem sich die neue moralische befindlichkeit in marschordung aufreiht. "...die meisten sind einfach noch viel zu jung, um zu verstehen, was bzgl. Sex und co. abgeht"... ; so einfach geht man zur moralischen tagesordnung über, ohne sich mit den zuständen zu befassen, die hinter diesen hohlen phrasen stehen: "(Intimitäts-)Scham ist also ein wichtiger Bestandteil unserer Psyche, um uns selbst und auch andere zu schützen."!
    Das wäre schon mal ein punkt , der uns ebenso interessieren müsste, basiert doch auf dieser sichtweise ein teil der vorurteile gegenüber der homosexuealität, wird sie denn sichtbar gelebt!

    Ohne auf die wechselbeziehung von ursache und wirkung näher einzugehen, wird eine neue und doch ebenso alte legitimationsschablone hervorgezaubert: "Mögliche Folgen: Traumata und ein gestörtes Verhältnis zur gesamten sexuellen Thematik...".
    Würdest du deine eigenen ansprüche ernst nehmen , dann, wärst du über deinen folgenden satz gestolpert: "besonders wenn sie keine Bezugspersonen haben, die ihnen ruhig, besonnen und unvoreingenommen erklären, was das alles bedeutet."!
    Sich selbst beim wort genommen, nämlich besonnen und unvoreingenommen sich dem thema und dem kind-heranwachsenden zu nähern (!), wäre ein anderes bild darstellbar als das von dir projizierte!

    In diesem bild wäre scham nicht die kulturell vermittelte schuld, vor der wir uns und andere zu schützen haben, dass maß aller anstrengung, sondern eine auf gegenseitigkeit bezogene unschuldsvermutung, die es ermöglicht, wertfrei den eigenen körper zu erfahren, zu erlernen!
    Hergebrachte vorstellung von "Scham" also nichts weiter ist, als ein kulturell auf oktroyiertes denken mit zwanghaften charaktereigenschaften, die selbst in der phase des sich liberal geben wollens, einen restriktiven charakteransatz vermuten lässt.
    Schade drum; dass lässt am gewonnenen gesamtbild zweifeln.

    Das ich bereits am anfang der diskussion hier darauf hinweise , dass wir offensichtlich mal wieder zwar im einzeln bemerken, dass hier eine heteronormierte denkweise im hintergrund lauert... ( warum bekommt ein junge nur beim anblick eines mädchen einen hoch..??) wir dabei aber das gesamtbild des dargebotenen nicht einer vernünftigen vergleichsanalyse zu unterziehen in der lage scheinen, ist mir ernsthaft ein problem. Und lese ich die dann folgenden beiträge, wird es immer schlimmer!

    Mit vorauseilendem kadavergehorsam absolvieren wir hier die speerspitze der nationalen entrüstung, nähern sich die sexuell "offenkundigen" zu sehr den unschuldig heranwachsenden. So , als ob wir zum tausenden male uns verpflichtet wären darauf hinzuweisen, dass wir schwulen nichts mit bart- und schamhaarlosen in sinne haben...
    Scheiß drauf!
    Ich lass mich weder direkt noch indirekt auf die pädodiskussion ein, weil ich sie mir nicht von aussen aufzwingen lasse, zudem weil hier nicht angesagt! Und um es auch mal klar zu sagen, ich die "missbrauchsdiskussion" mittlerweile dermaßen beschissen finde, dass weiteres eingehen auf der eingeschlagenen basis vergebene liebesmüh bedeutet.
    Ich weiß deshalb auch nicht, welche "Dinge, die die Rechte anderer Leute (...) im erheblichen Maße beeinträchtigen" .. : eine errektion eines kindes, eines heranwachsenden selbst eines erwachsenen, beeinträchtigt andere im erheblichen maße..?? Vieleicht wenn du ihn raushängen lässt! Aber in der hose?

    Und dein berufen auf die sozialprognose ..."Es gibt "alte", tradierte Dinge, die man schützen darf bzw. sollte. Nicht alles, was bisher bestand hat/hatte ist gleichzeitig altbacken und schlecht.."
    bis ins 19 jahrhundert hinein war die enge hose und der das geschlecht betonende schritt mode, ja man stopfte sogar au,s um zu überzeugen.. fehlten diesem kulturabschnitt die nötigen "bestandteile zum schutz unserer psyche"... ??

    Ob v.beck mit dem begriff "soziale treue" das rad neu erfindet, sei mal dahingestellt.. auch dass nichts neues an der beziehungsfront!
    Eher aufgespulter schmarrn, der sich wichtig tut!
    Aber typisch eingebracht um die stimmung am köcheln zu halten!

    Soll sich der "machohafte" nun gedanken über sozial erlernbare treue machen um von seinem ständer runter zu kommen? ...
    kopfschüttel!

    Julian21, du hast dich bisher als aufgeklärt progressiv denkender hier gezeigt; entäusch mich und deine fans nicht mit solchem unsinn des traditionell daherkommenden, der den reaktionären rollback übersieht ,unter dessen räder er zu kommen droht!

    Ein freund von mir hat mir folgendes mit auf den weg gegeben: "Du hast vollkommen recht in der kika-sache. Die zustimmung ( zum video ...) rührt wieder mal daher, wie so oft in der
    in der schwulenbewegung, dass wir
    ganz begeistert sind, wenn mal was direkt angesprochen wird. Das entscheidende "wie" tritt dann erstmal in den hintergrund. Es ist der untertänige dank der marginalisierten."

    ich glaub , das beschreibt am besten das ganze dilemma hier: marginalisierte schreiben über sich, als von marginalisierung bedrohte...
    der feind steckt tiefer in uns, als von uns erkannt! &
  • Antworten » | Direktlink » | zu #51 springen »
#54 julian21
  • 04.05.2011, 19:46h
  • Antwort auf #53 von stromboli
  • Tut mir ja Leid dich enttäuschen zu müssen. Aber man kann nun mal nicht in allen Belangen einer Meinung sein.

    Aber nochmal als Hinweis zu meinem Geschriebenen, weil du das gar nicht erwähnst und völlig zu ignorieren scheinst:

    Am Anfang stelle ich doch die Frage, wohin das ganze Gerede denn gehen soll. Das ist eigentlich der entschiedenste Punkt! Klar habe ich nichts dagegen, wenn jemand eine Erektion in der Öffentlichkeit bekommt. Aber es ist von immanenter Wichtigkeit, wie er damit umgeht und wie weit man bzgl. Sexualität in der Öffentlichkeit im Allgemeinen noch geht.

    Das macht viele Teile deines Beitrags hinfällig, weil du dich fast nur auf die Beule in der Hose beziehst. Wie gesagt geht es mir aber gar nicht um diese kleine "Erhebung" sondern um das, was man aus den ganzen Argumenten der Leute aus dieser Diskussion hier ableitet bzw. ableiten könnte/will/wird (also die Frage nach der Grenze).

    "'(Intimitäts-)Scham ist also ein wichtiger Bestandteil unserer Psyche, um uns selbst und auch andere zu schützen.'!
    Das wäre schon mal ein punkt , der uns ebenso interessieren müsste, basiert doch auf dieser sichtweise ein teil der vorurteile gegenüber der homosexuealität, wird sie denn sichtbar gelebt!"

    Mit Verlaub, aber das ist absoluter Müll. Enttäuscht mich übrigens auch maßlos, weil du ebenfalls versuchst mich (subtil) in eine Ecke mit bzw. in die Nähe von Homophobikern zu stellen.

    Es geht hier doch um zwei völlig verschiedene Dinge:

    1. Die Benachteiligung von Homosexuellen bzw. das offensichtliche Messen mit zweierlei Maß (also das, was du ansprichst).
    2. Die Forderung nach einem gewissen Grad Anstand/Höflichkeit/Respekt der Privatsphäre, der an alle Menschen jeglicher sexueller Orientierung gerichtet ist (also das, worum es mir geht).

    Zwei völlig verschiedene Paar Schuhe!

    Scham als ein "oktroyiertes denken mit zwanghaften charaktereigenschaften" zu sehen, finde ich auch ziemlich entlarvend, da es doch zeigt, wie unglaublich negativ der Begriff für dich konnotiert ist. Wieso ist Scham für dich, zumindest in der heutigen von dir abgelehnten Form, grundsätzlich schlecht? Vor allem weil die Initimitätsscham bei jedem Menschen im Kindesalter mehr oder minder ausgeprägt auftritt.

    "Ich weiß deshalb auch nicht, welche "Dinge, die die Rechte anderer Leute (...) im erheblichen Maße beeinträchtigen" .. : eine errektion eines kindes, eines heranwachsenden selbst eines erwachsenen, beeinträchtigt andere im erheblichen maße..??"

    Bravo: Meine Aussage komplett aus dem Kontext gerissen! Das Beeinträchtigen der Rechte bezog sich NUR auf den Satz davor bzgl. tradierter Werte.

    Und wieso kommst du mit der Pädodiskussion? Das war überhaupt nicht meine Intention und hat mit dieser Sache auch überhaupt nichts zutun! Bezeichnend, dass du es aus meinen Zeilen lesen willst. Bei dieser ganzen Diskussion geht es doch eigentlich gar nicht explizit um unsere (schwulen) Belange. Es geht um Scham und die ist universell, also für Menschen aller sexuellen Orientierungen geltend.

    Ich meine nur, dass man Kinder nicht alles sehen lassen sollte (und damit meine ich explizite sexuelle Handlungen und nicht die harmlose Latte!), weil das, wie gesagt zu folgenschweren Traumata führen kann. Pornos sind ja nicht ohne Grund erst ab einem gewissen Alter freigegeben.

    Ich lass mich hier sicherlich nicht als Spießer hinstellen! Ich bin alles andere als prüde, habe absolut nichts gegen Nacktheit und bin dafür Kinder so früh wie möglich aufzuklären und ihre Sexualität entdecken zu lassen und ihnen dessen bezüglich nur die nötigsten Grenzen zu setzen.

    Ich möchte nur nicht, dass jemand in der Öffentlichkeit seine sexuellen Aktivitäten (sprich: Aufgeilen, Masturbation, Sex) offensichtlich auslebt. Ist das so schwer zu verstehen? Ist das für euch alle schon zu spießig? Falls ja, pfeif ich drauf! Dann bin ich gerne der progressive Spießer!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #53 springen »
#55 frage an julianAnonym
  • 04.05.2011, 21:04h
  • Antwort auf #54 von julian21
  • "Ich bin alles andere als prüde, habe absolut nichts gegen Nacktheit und bin dafür Kinder so früh wie möglich aufzuklären und ihre Sexualität entdecken zu lassen und ihnen dessen bezüglich nur die nötigsten Grenzen zu setzen. Ich möchte nur nicht, dass jemand in der Öffentlichkeit seine sexuellen Aktivitäten (sprich: Aufgeilen, Masturbation, Sex) offensichtlich auslebt."

    aber wo ist die genaue grenze zwischen nacktheit und sexueller intention?
    sei doch mal ehrlich, mit der weiblichen sexualität ist man schon als kind konfrontiert
    ( frau auf einem plakat in der city im bikini mit gespreizten beinen die für irgendwelche produkte wirbt, das auch ältere kinder die intention der werbung verstehen. frau oben ohne zur cabriowerbung. bildzeitung mit nackter frau und zusätzlich zweideutigem, sexuellem text. microröcke für mädchen usw usf).
    das alles mag auf den ersten blick nur nacktheit sein, aber durch entsprechende posen und die geschriebenen sprüche geht es auch ins sexuelle.
    und das ist dann mein unverständnis, das diese art der sexuellen intention ok sein soll, aber männliche sexualität nicht?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #54 springen »
#56 julian21
  • 04.05.2011, 21:50h
  • Antwort auf #55 von frage an julian
  • Habe ich doch bereits gesagt: Es geht mir nur um eindeutig festzustellende sexuelle Handlungen.

    "sei doch mal ehrlich, mit der weiblichen sexualität ist man schon als kind konfrontiert"

    Nö. Mit Nacktheit. Also ich kann mich als Kind nicht erinnern, dass ich von einer Frau sexuell angemacht wurde.

    Erkennst du ja auch praktischerweise selber:

    "das alles mag auf den ersten blick nur nacktheit sein"

    Nicht nur auf den ersten Blick ist das nur Nacktheit. Auch auf dem zweiten ist das alles höchstens nur Nacktheit mit schwammiger Andeutelei.

    "aber durch entsprechende posen und die geschriebenen sprüche geht es auch ins sexuelle."

    Nur sehr sehr selten gibt es wirklich eindeutige Hinweise, die explizit auf sexuelle Handlungen anspielen (aber genau um die geht es mir ja). Sonst gibts auch - zurecht - Probleme mit dem Jugendschutz, da sich die Plakate - oder allgemeiner: die Werbung - in der Öffentlichkeit befindet/befinden.

    Ansonsten zeig mir bitte mal ein Plakat, einen Werbeclip oder was auch immer, was eindeutig zu identifizierende sexuelle Anspielungen enthält, die dabei auch Kindern zugänglich und von diesen schon zu entschlüsseln sind.

    "und das ist dann mein unverständnis, das diese art der sexuellen intention ok sein soll, aber männliche sexualität nicht?"

    Hä? Wo hab ich gesagt, dass "männliche Sexualität nicht ok" sei? Nochmal: Meine Aussagen richten beziehen sich auf alle Menschen jeglichen Geschlechts und jeglicher sexueller Orientierung.

    Aber mal ne Frage an dich: Willst du das Männer genauso sexistisch dargestellt werden wie Frauen (also rein zahlenmäßig) und die sexistische Darstellung der Frauen interessiert dich im Grunde genommen gar nicht oder willst du das Sexismus generell auf allen Ebenen entgegengewirkt werden soll?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #55 springen »
#57 stromboliProfil
  • 04.05.2011, 22:23hberlin
  • Antwort auf #54 von julian21
  • was sind denn tradierte werte, wenn nicht die vorgaben einer von moral und herrschaft bestimmten norm, die zu erfüllen ist!
    punkt!
    Wohin soll das ganze gehen, wenn nicht in die ecke des reglementierten , der sorgfältig auf seine "werte" hin ausgeprägten triebabfuhr.
    Denn es ist zu diskutieren, welcher , von dir berufener "immanenter wichtigkeit" man sich beugt! Auch das von dir im begriff ausgeführt, wie man "damit umgeht", bzw."wie weit man in der öffentlichkeit im allgemeinen noch geht..." ; das aber ist von dir geschrieben , nicht von mir, damit aber auch die selbsteinschränkung .

    Ich beziehe mich nicht nur auf die beule in der hose, sondern auf die art, wie du und andere diese zu interprtieren gedenkt.. und sorry, da platzt mir die hutschnur!

    Setzen wir uns doch erst mal darüber auseinander: ""was also die Frage nach der Grenze). "'(Intimitäts-) Scham ist also ein wichtiger Bestandteil unserer Psyche, um uns selbst und auch andere zu schützen.'!" ..

    Da würde ich gern einen anderen schambegriff dem deinen entgegen setzen, wenn es drum geht, aufklärung für heranwachsende zu projektieren und zu verantworten!

    Die propaganda des homophoben beruht zu einem großen teil auf der these, dass erst das sichtbare, dass ausgesprochene und dann gelebte gleichgeschlechtliche, die natürlichen schamgefühle unerfahrener in verwirrung bringt, und der psyche so schaden zufügt; Konsequenz ist die aufforderung nach zurückhaltung und (!) privatisierung der intimsphäre...!
    Nur, was ist intim, was intimsphäre.. ein kuss in der öffentlichkeit, ein geäussertes kompliment an einen gleichgeschlechtlichen... händchen halten, eine errektion in der hose?

    Ich stell dich nicht in die ecke von homophobikern, weil ich deine beiträge kenne, also mach mich nicht depperter als ich vieleicht bin!
    Aber ich werf dir gedankenlosigkeit vor im umgang mit alltäglichem, weil du eine "privatsphäre" herbeiredest, die eher ins horn eines evangelischen pastors passt, der von der kanzel moral, sitte und anstand erklärt.
    Deine Forderung nach einem "gewissen Grad Anstand/Höflichkeit/ Respekt der Privatsphäre, der an alle Menschen jeglicher sexueller Orientierung gerichtet ist" stößt am obigen genannten beispiel der entdeckung kindlich-jugendlicher sexueller gefühle an einen punkt, wo hinter dem scheinbaren aufruf zu "Anstand/Höflichkeit/ Respekt der Privatsphäre",
    die natürlichkeit solch hormoneller geschehnisse in ein korsett eingepasst werden sollen, anstatt sie das sein zu lassen, was sie sind.. nebensächliches, das gut genützt, dem betreffenden viel freude bereiten kann/sollte , bietet die gesellschaft ihm den entsprechend vernünftigen rahmen in dem diese ausgelebt werden können!
    Das fängt zuallererst damit an, die moral zu hinterfragen die errektion und sexuelles insgesamt unter beobachtung und wertung stellt.
    Das ist der punkt: der fehlende oder besser gesagt, der falsche rahmen!
    Ich reiße da auch nichts aus dem kontext, weil eben mich auf DEINE tradierten werte beziehend.
    Und wen ich dann zusammenzähle, wie oft dir der begriff scham hier einfließt, dann seh ich mich da bestätigt.. konstruktion neuer "werte" mit alten begriffen.. sicher, kein problem allein der schwulen, aber hier als erstes sichtbar werdend.
    So versuche ich dann auch folgenden satz zu verstehn: "Deshalb hat es für mich auch absolut gar nichts mit Prüderie und falscher Scham zutun, wenn man seine Erektion verhindern oder kaschieren will."
    Warum sollte man erektion verhindern sollen, wenn sie zufällig auftritt? Oder darf man nicht mehr untzüchtiges denken, wie früher angedacht, um so das denkbar schlimmste zu verhindern... eine latte
    Lassen wir uns wieder das denken vorschreiben um so in den zustand der gnade zu gelangen???

    Die pädobezüge waren eigentlich nicht auf dich gemünzt, sondern auf vorhergehende beiträge, aber nun fällt mir nur ein, dich diesbezüglich zu zitieren: "Ich meine nur, dass man Kinder nicht alles sehen lassen sollte (und damit meine ich explizite sexuelle Handlungen und nicht die harmlose Latte!..." ; "... Es wird da Jugendlichen mit einem Augenzwinkern (!) gezeigt, wie sie eine Latte verhindern können. Und dass man eine Latte in der Hose nicht gerade gerne und mit Stolz umherzeigt..."

    Warum der verweis auf kinder und woher kommt diese ein/ansicht?
    Wo hatten wir eigentlich von "expliziten handlungen" zuvor gesprochen???
    "...und damit meine ich explizite sexuelle Handlungen..."! Ich nicht!
    Das wiederum meinte ich mit - mich nicht in irgendwelche pädodiskussionen reinziehen zu lassen -.. "kinder die geschützt werden müssen...", vor was geschützt.. vor erektionen?

    "Es geht darum, dass eine Erektion fast immer ein Zeichen sexueller Erregung ist. Und wer - außer vielleicht ein exhibitionist - will bitte in aller Öffentlichkeit seine sexuelle Erregung zeigen?"
    Warum einen exhibitionist herbei schreiben um sich mit dem phänomen der sexuellen erregung auseinader zu setzen... braucht etwas natürliches einen außergewöhnlichen erklärungsrahmen, eine ausnahmesituation..??!

    Ich bin in jungen jahren mit latte in der hose OHNE SCHAM , wohl mal mit roten kopf vor erregung, aber mit der hand in der hosentasche in der stadt rumgelaufen und war ausgesprochen glücklich und sehr intim mit mir..., ohne das es besonders auffiel, es sei den, man/n achtet besonders darauf.

    Wenn ich heute mal im cafe sitze, gerade erst passiert an ostern, und vorbeigehende jungs und männer beobachte, ist das, was ich selbst machte, nichts ungewöhnliches...; besonders wenn das wetter freundlich mit dir , und die leute lebenslust ausströmen ....
    Da bekommt SCHAM eine neue qualität und inhalt
    bleibt standhaft wenn euch der ständer plagt...
  • Antworten » | Direktlink » | zu #54 springen »
#58 julian21
  • 05.05.2011, 00:05h
  • Antwort auf #57 von stromboli
  • So langsam wird mir's zu müsig, weil ich mich auch immer wiederholen muss, da du mich einfach nicht verstehen willst.

    "Nur, was ist intim, was intimsphäre.."

    Sag doch einfach mal konkret (!) wofür DU plädierst. Es kommen nur Phrasen der Marke "darüber ist zu diskutieren" o.ä. Das ist mir alles viel zu schwammig. Ohne das sehe ich nämlich auch keinen Grund weiter zu diskutieren, weil du immer den "Vorteil" hast an meiner konkret formulierten aber ach so hinterwäldlerischen Moral rumzumäkeln, während ich bei dir nur im Trüben fischen kann.

    "'Deshalb hat es für mich auch absolut gar nichts mit Prüderie und falscher Scham zutun, wenn man seine Erektion verhindern oder kaschieren will.'
    Warum sollte man erektion verhindern sollen, wenn sie zufällig auftritt? Oder darf man nicht mehr untzüchtiges denken, wie früher angedacht, um so das denkbar schlimmste zu verhindern... eine latte
    Lassen wir uns wieder das denken vorschreiben um so in den zustand der gnade zu gelangen???"

    Verhindern sollen? Dürfen? Vorschreiben?? Hast du meinen Satz überhaupt richtig gelesen? Es geht überhaupt nicht um Vorschrift. Ich habe von "wollen" gesprochen. Es sei jedem selber überlassen, was er mit seiner Latte anfängt! Nur sollte er damit andere nicht belästigen! Und um Missverständnisse - für die du ja eine Vorliebe zu haben scheinst - zu vermeiden: NEIN: Das tut er nicht, indem er einfach so da steht und Latte Latte sein lässt, sondern ihn rausholt oder was auch immer in diese Richtung macht.

    "Wo hatten wir eigentlich von "expliziten handlungen" zuvor gesprochen???
    "...und damit meine ich explizite sexuelle Handlungen..."! Ich nicht!
    Das wiederum meinte ich mit - mich nicht in irgendwelche pädodiskussionen reinziehen zu lassen -.. "kinder die geschützt werden müssen...", vor was geschützt.. vor erektionen? "

    Hier platzt mir gleich die Hutschnur! Das ist ein Paradebeispiel dafür, wie du Dinge aus dem Kontext reißt und wild mit Zitaten um dich wirfst! Bleib doch bitte mal fair!

    "'...und damit meine ich explizite sexuelle Handlungen...'! Ich nicht!"

    Auf was meinst du "explizite sexuelle Handlungen" beziehen zu können? Und wenn du die nicht meinst, ich aber sehr wohl, dann reden wir aneinander vorbei.

    "'kinder die geschützt werden müssen...', vor was geschützt.. vor erektionen?"

    Vor Erektionen? Mach dich und mich doch nicht lächerlich!

    Das hatte ich schon mal geschrieben (wie ich ja sage: Du willst mich einfach nicht verstehen!): Vor Bildern, die sie - gerade ohne Bezugsperson - nur schwer verarbeiten können und die Traumata erzeugen können, was weitreichende Folgen haben kann bzgl. der Entwicklung der eigenen Sexualität im Speziellen und der Persönlichkeit im Allgemeinen! Und ja: Dazu sind besonders sexuelle Handlungen fähig.

    "Ich bin in jungen jahren mit latte in der hose OHNE SCHAM , wohl mal mit roten kopf vor erregung, aber mit der hand in der hosentasche in der stadt rumgelaufen und war ausgesprochen glücklich und sehr intim mit mir..., ohne das es besonders auffiel, es sei den, man/n achtet besonders darauf.

    Wenn ich heute mal im cafe sitze, gerade erst passiert an ostern, und vorbeigehende jungs und männer beobachte, ist das, was ich selbst machte, nichts ungewöhnliches...; besonders wenn das wetter freundlich mit dir , und die leute lebenslust ausströmen ....
    Da bekommt SCHAM eine neue qualität und inhalt
    bleibt standhaft wenn euch der ständer plagt..."

    Und du glaubst jetzt mit meiner verkorksten, vermeintlich so konservativen Moral hätte ich was dagegen auszusetzen? Tja: Falsch gedacht. Wiedermal.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #57 springen »
#59 an julianAnonym
  • 05.05.2011, 00:42h
  • Antwort auf #56 von julian21
  • "Nur sehr sehr selten gibt es wirklich eindeutige Hinweise, die explizit auf sexuelle Handlungen anspielen (aber genau um die geht es mir ja)."

    ich bin halt der meinung das es nicht darauf ankommt wie explizit es ist, sondern was es bei den menschen bewirkt.

    "Ansonsten zeig mir bitte mal ein Plakat, einen Werbeclip oder was auch immer, was eindeutig zu identifizierende sexuelle Anspielungen enthält, die dabei auch Kindern zugänglich und von diesen schon zu entschlüsseln sind."

    die beispiele habe ich dir oben gegeben.
    für mich waren die aussagen der plakate und sprüche sexistisch. wie gesagt, nicht die nacktheit, sondern die unterwürfigen posen und sprüche.
    wie einfach es von kindern zu entschlüsseln ist kriegt man mit wenn man kindern zuhört.

    die realität ist auch, kinder sehen sich heutzutage früh sexuelle handlungen in form von pornos an.
    selbst wenn die eltern streng das internet bewachen tun es die eltern des kumpels nicht und man schaut es bei ihm/ihr.
    das sie nackte menschen beim sex sehen und auch das sie explizite darstellungen sehen ist dabei sogar weniger das problem als die art der darstellung die sie sehen. wenn sie die frau ausnahmslos als objekt dargestellt sehen und den mann ausnahmslos als subjekt prägt sich das ein.
    bitte nicht missverstehen, ich sage nicht das ich es ok finde wenn sich kinder pornos angucken, aber die meisten tun es nunmal und wenn sie dann sehen sex ist was schönes wobei menschen spass dran haben ist es eine sache, aber wenn sie auf schulhöfen derbste sprüche gegen frauen und schwule loslassen, dann ist es ein zeichen das was schief und doppelmoralisch läuft.
    und das unterscheidet unsere ansichten anscheinend, ich finde explizite sexuelle reaktionen und handlungen die kinder durch zufall mal sehen könnten natürlicher und weniger schlimm als die zwar weniger expliziten aber dafür omnipresenten sexistischen darstellungen.

    unsere gesellschaft ist extrem darauf bedacht die kinder von allem was mit sex und kindlicher sexualität zutun hat fern zuhalten und vergisst dabei was wir in unseren täglichen, öffentlichen medien unseren kindern an sexismus, homophobie und gewalt zumuten.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #56 springen »
#60 herve64Ehemaliges Profil
  • 05.05.2011, 08:47h
  • Antwort auf #57 von stromboli
  • "Da bekommt SCHAM eine neue qualität und inhalt bleibt standhaft wenn euch der ständer plagt...":

    Was wiederum deutlichster Beweis dafür ist, das Scham ein Gefühl ist, das anerzogen wird, um nur ja die soziale Kontrolle zu wahren. Das kennen wir ja bereits sattsam von der katholischen Sexualmoral, zu der sich nun die feministische Killerphrase "Jeder Mann ist ein potenzieller Vergewaltiger. Also Schwanz ab!" gesellt, um im Grunde genommen in die gleiche Kerbe zu schlagen. Hinzu kommen noch die Heterosexisten von BILD-Zeitung, die sich auf der einen Seite über "Schniedel-Magazine" (wie sie unlängst die Publikation "MÄNNER" bezeichnet hat) mokieren, auf der anderen Seite auf ihrer Titelseite barbusige bis komplett nackte Frauen abbildet, sowie allgemein die Werbeindustrie, die der Phrase "Sex sells" vorwiegend dann Rechnung tragen, wenn sie eine Zielgruppe von heterosexuellen Männern ansprechen.

    Die Frage, die sich hier stellt, ist vor allem eine: mit welchem Recht wird Heterosexualität, besonders die Belange der Männer dabei, und ihre Auswüchse promotet, wohingegen alle anderen Formen gnadenlos niedergemacht oder totgeschwiegen werden? Das Argument, dass dabei Kinder heraus springen könnten, lasse ich nicht gelten: zum einen ist die Welt ohnehin gnadenlos überbevölkert, zum anderen kriegen nicht wenige Heteromänner sofort Muffesausen, wenn sie einer ihrer Angebeteten einen Braten in die Röhre geschoben haben und nötigen sie dann schlimmstenfalls zu einer Abtreibung.

    Doch zurück zur Erektion an sich: es handelt sich dabei um eine ganz normale biologische Funktion eines männlichen Körpers, und die Ansicht, dass man sie krampfhaft verbergen bzw. kaschieren zu habe, zeigt für meine Begriffe eher auf, wie sehr sich die Menschheit der Natur entfremdet hat und sich immer noch einbildet, sie könnte und müsste sie mit aller Gewalt beherrschen. Dass dem eben nicht so ist, das müsste dem blindesten Vollpfosten allerdings schon allein dank der zahlreichen Naturkatastrophen klar sein.

    Wenn also etwas unnatürlich ist, dann ist es dieser Irrglaube des Menschen, die Natur beherrschen zu können, und dazu gehört im kleinen Rahmen auch dieses künstliche Schamgefühl, das hier von gewissen Kommentatoren hochgehalten wird. Und NEIN, das ist keinesfalls weit her geholt: suggeriert man den Jungs nämlich, wie ach so "sündig" bzw. "anstößig" oder "anrüchig" schon allein der Körper ist, den sie innehaben, kann das psychologisch katastrophale Auswirkungen auf die gesamte Umwelt haben.

    Es wäre mal m. E. eine Untersuchung Wert, inwieweit z. B. diese eingepflanzten Minderwertigkeitskomplexe etwas mit der immer öfter beklagten "mörderischen Jugendgewalt" (Stichwort "U-Bahn-Schläger") zu tun hat, und ob da ein Zusammenhang besteht.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #57 springen »

» zurück zum Artikel