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  • 04. Mai 2011 25 2 Min.

Premierminister David Cameron: Wandert er in den Fußstapfen seiner "Section 28"-Vorgängerin Margaret Thatcher? (Bild: World Economic Forum / flickr / by-sa 2.0)

Der britische Premierminister David Cameron will Medienberichten zufolge gleich­geschlechtliche Küsse - außer im Abend- und Nachtprogramm - verbieten.

Wie britische Medien berichten, will der konservative Regierungschef offenbar in einem neuen Jugendschutzgesetz gegen "unsittliche" Programmszenen vorgehen. Cameron persönlich hat davor gewarnt, dass sexuell angehauchtes Fernsehen Kindern "die Unschuld nehmen" könne.

Nun meldet die "Daily Mail" unter Berufung auf Regierungsquellen, dass selbst gleich­geschlechtliche Küsse von der Regierung als schädlich für die Entwicklung von Kindern angesehen werden und deshalb in der Zeit zwischen 5:30 und 21 Uhr im frei empfangbaren Fernsehen verboten werden sollen. "Was früher in Ordnung war - wie etwa der 'Brookside'-Kuss, akzeptieren heutzutage nicht mehr viele Eltern am frühen Abend", zitiert das Boulevardblatt die Quelle, die damit auf den ersten gleich­geschlechtlichen Kuss in einer britischen Seifenoper anspielt. Der Kuss von zwei in dicke Wollpullis gekleideten Lesben aus "Brookside" brachte 1994 viele konservative Aktivisten gegen den ausstrahlenden Sender Channel 4 auf.


Dieser Kuss aus "Brookside" brachte 1994 Konservative gegen Channel 4 auf - ist er genauso schlimm für Kinder wie "Rambo III"?

Nach seiner Machtübernahme hatte Cameron bereits die christliche Lobbygruppe Mothers' Union beauftragt, Reformvorschläge zu den Zensurbestimmungen vor der so genannten "Watershed" (Wasserscheide) um 21 Uhr zu machen - ab dieser Zeit dürfen auch "härtere" Inhalte gezeigt werden.

Bislang hat sich Cameron noch nicht zu den Plänen geäußert, diese aber auch nicht dementiert. Schauspieler, die Schwule und Lesben in Vor-"Watershed"-Sendungen spielen, befürchten bereits, aus den Serien hinausgeschrieben zu werden. Via Twitter erklärte Brooke Vincent, die in der ITV-Serie "Coronation Street" die lesbische Jugendliche Sophie spielt: "Wenn sich Cameron so sehr um gleich­geschlechtliche Küsse schert, dann stimmt etwas mit seinen Prioritäten nicht. Unser Land ist in Not!".

Wie bei deutschen Soaps gibt es auch in Großbritannien viele schwule und lesbische Figuren. Derzeit kämpfen in allen der vier großen Seifenopern - Coronation Street (ITV), Eastenders (BBC), Emmerdale (ITV) und Hollyoaks (Channel 4) - gleich­geschlechtliche Paare gegen Intrigen. (dk)

-w-

#1 LolitaAnonym
  • 04.05.2011, 12:29h
  • Im Vorabendprogramm haben sexuelle Szenen, gleich welcher Art, nichts zu suchen. So etwas kann man zeigen, wenn die Kinder im Bett sind, also im Abend- und Nachtprogramm. Die Entscheidung der Engländer ist sehr zu begrüßen.
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#3 LorenEhemaliges Profil