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  • 06. Mai 2011 23 2 Min.

Volker Beck ist gegenwärtig Fraktionsgeschäftsführer der Grünen im Bundestag (Bild: Grüne NRW)

Volker Beck (Bündnis 90/Die Grünen) soll in vier Jahren den Sozialdemokraten den Bürgermeisterposten in Köln entreißen, berichtet die "Rheinische Post" unter Berufung auf Parteikreise.

Der offen schwule Bundestags­abgeordnete, der in den letzten Tagen für seine Partei an den Koalitionsverhandlungen in Rheinland-Pfalz teilgenommen hat, soll sich demnach 2015 als grüner Kandidat in der Domstadt antreten. Beck selbst gibt sich allerdings derzeit noch bedeckt und erklärte, die OB-Kandidatur stehe derzeit nicht auf der Tagesordnung.

Bei den letzten Wahlen haben die Grünen zugunsten des SPD-Politikers Jürgen Roters auf einen eigenen Kandidaten verzichtet. Roters gewann bereits im ersten Wahlgang mit 55 Prozent der Stimmen - und schlug dabei auch zwei schwule Gegenkandidaten: Der aus Berlin eingeflogene CDU-Kandidat Peter Kurth kam auf 33 Prozent der Stimmen, der Liberale Ralf Sterck erreichte rund sechs Prozent (queer.de berichtete).

Die Grünen in Köln zeigten sich jedoch in mehreren Politikfeldern mit Roters unzufrieden, beispielsweise weil er sich gegen ein Nachtflugverbot auf dem Kölner Flughafen ausgesprochen hat. Die Grünen beklagen, dass Roters damit Vereinbarungen zwischen beiden Parteien missachte.

Erfolge für Grüne in Südwestdeutschland

Derzeit überflügeln die Grünen in Umfragen insbesondere in Städten die SPD - und wollen ihre neue Stärke in politische Macht umsetzen. Bislang konnte die Ökopartei Bürgermeisterposten insbesondere in Südwestdeutschland erringen, etwa in Freiburg, Konstanz, Tübingen und Bad Homburg - in Baden-Württemberg wird die Ökopartei in Kürze den Ministerpräsidenten stellen.

Der gebürtige Schwabe Beck tritt gegenwärtig für den zweiten Kölner Wahlkreis im eher konservativen Westen der Domstadt an. Bei der Bundestagswahl 2009 konnte er 15,6 Prozent der Erststimmen und 19,9 Prozent der Zweitstimmen auf sich vereinigen. (dk)

-w-

#1 marc33ffm
  • 06.05.2011, 16:31h
  • Mit ist Volker Beck in der Bundespolitik lieber. Wäre schade, wenn er sich mehr auf Lokalpolitik konzentriert.
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#2 YannickAnonym
  • 06.05.2011, 17:22h
  • Antwort auf #1 von marc33ffm
  • Sehe ich auch so:
    obwohl ich einen offen schwulen und homopolitisch so engagierten Bürgermeister toll für Köln fände, ist er in der Bundespolitik zu wichtig.

    Es gibt bei den Grünen zwar auch noch genug andere, die sich für Homorechte einsetzen (und das ist auch bei grünen Heteros unstrittig), aber niemand ist so bekannt, anerkannt und angesehen wie Volker Beck.
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#3 LorenEhemaliges Profil
  • 06.05.2011, 17:46h
  • Als Kölner kann ich mich #1+2 nur anschließen. Wer die Kölner Stadtpolitik näher kennt, weiß, wieviele Fallstricke da auf einen warten, über die man "gestolpert werden kann" (sog. "Kölscher Klüngel"; hat nichts mit dem gleichnamigen Bier zu tun, kann aber auch einen Kater herbeiführen). Volker Beck hat Qualitäten, die gerade den queeren Bürgern Deutschlands an anderer Stelle besser zugute kommen könnten (z.B. bei einem Regierungswechsel im Bund als Staatssekretär oder gar Bundesminister oder auch weiterhin mit mehr Unabhängigkeit in seiner jetzigen Position oder als Fraktionsvorsitzender).
    Vielleicht bleibt er auch deshalb zurückhaltend, weil er andere Prioritäten hat für 2013. Jedenfalls gehört er zu den Bundespolitikern, die mich selten enttäuscht haben.
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