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- 12. Mai 2011 2 Min.

Damian Goddard darf nicht mehr in seinem schicken Studio moderieren (Bild: Rogers Sportsnet)
Der kanadische Sportreporter Damian Goddard wurde vom Sender Sportsnet gefeuert, weil er via Twitter die Aberkennung des Eherechts für Schwule und Lesben gefordert hat.
Goddard hat in dem kritisierten Tweet einen Sportmanager gelobt, der die Gleichstellung im Eherecht ablehnt: "Ich unterstütze Todd Reynolds voll und ganz, ebenso wie seine Unterstützung der traditionellen und WAHREN Bedeutung von Ehe", so Goddard am Dienstag. Reynolds, der Vizepräsident von Uptown Sports Management, hatte zuvor den kanadischen Eishockey-Spieler Sean Avery kritisiert, weil er sich für die Einführung der Homo-Ehe im Staat New York ausgesprochen hat - in einem Video einer Homo-Gruppe wirbt der 31-Jährige für seine Position. Der Stürmer spielt seit 2009 für die New York Rangers.
Sofort nach dem Bekanntwerden von Goddards Twitter-Nachricht hat sich Sportsnet vom Moderator der Sendung "Connected" getrennt. In einer Pressemitteilung erklärte der Sender am Mittwoch, dass "uns in den letzten Monaten klar geworden ist, dass Herr Goddard nicht der richtige Mann für unsere Organisation ist."
"Ich bin ein überzeugter Katholik"

Goddards Tweet
Auch nach seiner Entlassung beharrt Goddard auf seiner Position und nennt als Grund für die Ablehnung von Homo-Rechten seinen christlichen Glauben: "Ich bin ein überzeugter Katholik. Mir geht es nicht um Hass", erklärte er gegenüber der Zeitung "Star". Via Twitter ließ er seine Fans wissen, dass er nicht traurig über seine Entlassung sei, da er nun mehr Zeit mit seiner Ehefrau verbringen dürfe.
Bereits vor wenigen Tagen hatte Peter Vidmar, der Chef des amerikanischen Olympiateams 2012, sein Amt abgegeben, weil er weiter öffentlich sagen will, dass Homo-Paare keine Rechte haben sollten: "Ich möchte nicht, dass meine persönlichen und religiösen Überzeugungen Zwietracht in unsere olympische Bewegung bringen", erklärte Vidmar.
Das kanadische Parlament hat 2005 mit den Stimmen der regierenden Liberalen die Ehe für Schwule und Lesben geöffnet (queer.de berichtete) - inzwischen ist sie im Land etabliert. Bei der Abstimmung lehnten die Konservativen unter Stephen Harper die Gleichbehandlung noch ab, tasteten aber nach ihrer Regierungsübernahme ein Jahr später das Eherecht nicht an. (dk)















Und danke an den Eishockey-Spieler Sean Avery, der sich für die Homo-Ehe ausspricht.