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- 17. Mai 2011 2 Min.

Der Ball ist rund, ein Coming-out eine runde Sache
Wie es im Profisport gelingen kann, offen schwul zu sein, hat jetzt Rick Welts gezeigt, der Präsident des US-NBA-Clubs Phoenix Suns.
Von Carsten Weidemann
So viele Sportler, die ihre Brötchen im Sportbusiness verdienen, haben riesige Angst davor, aus ihrem (Umkleide-)Schrank herauszukommen. Die Aufforderungen von Funktionären und Homogruppen, das "letzte Tabu" zu kippen, und sein Coming-out zu starten, das wollten bislang die wenigsten beherzigen.
Nun hat ein hohes Tier im amerikanischen Basketball den mutigen Schritt gewagt. Rick Welts, der Präsident des NBA-Clubs Phoenix Suns hat es getan. Ganz simpel in einem Interview mit der "New York Times".
Als sein Freund starb, trauerte Welts allein
Natürlich war dies eine geplante Aktion und kein versehentliches Ausplaudern von Welts, der sich wohl bewusst ist, wie stark das "Schweigegelübde" und auch die Homophobie im amerikanischen Football und Basketball noch verankert ist. Doch sein Doppelleben habe ihn mehr und mehr belastet, berichtet er der den Journalisten. Ein einschneidendes Ereignis: Der Tod seines Partners, der an den Folgen von Aids starb. Wells gestattete sich nicht, öffentlich zu trauern. Er musste es mit sich allein ausmachen.
Jetzt erhält der 58-Jährige von allen Seiten positive Reaktionen und Respekt für seinen Mut. Alvin Gentry, Trainer der Phoenix Suns meinte, dass sich jetzt zumindest ein bisschen was bewegt hätte. "Aber noch nicht genug". Aktive Profisportler mit homosexueller Orientierung sind nach wie vor nicht sichtbar.














