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- 02. August 2004 1 Min.
Berlin Führende Politiker der Liberalen haben ihren Vorsitzenden Guido Westerwelle gegen Kritik aus der Union in Schutz genommen. Die FDP-Generalsekretärin Cornelia Pieper sagte, es ginge der Partei nicht um Priviligierung, "sondern um den Kampf gegen die Diskriminierung von gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften." Pieper betonte, die Haltung der Freien Demokraten zu gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften sei schon vor Monaten von der FDP-Bundestagsfraktion einstimmig als Gesetzentwurf beschlossen worden. "Hier handelt es sich nicht um eine neue Haltung unseres Vorsitzenden, sondern um die gemeinschaftliche Haltung der gesamten FDP im Deutschen Bundestag". Auch der FDP-Rechtsexperte Jörg van Essen sagte, Westerwelle habe "die volle Unterstützung der FDP-Bundestagsfraktion". Westerwelle selbst verteidigte in einem ZDF-"Sommerinterview" seine Haltung. Der Staat dürfe nicht "Zensor der privaten Lebensentwürfe sein". Fragen zu seiner Homosexualität und zu seinem Freund blockte Westerwelle hingegen mehrfach ab. "Ich lebe mein Leben und ich lebe es sehr selbstbewusst, aber ich stelle es nicht in ein Schaufenster", so Westerwelle. (nb)
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