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- 20. Mai 2011 2 Min.

Klaus Wowereit ist seit zehn Jahren der Häuptling in der Hauptstadt
Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hat die katholische Kirche aufgefordert, ihre "antiquierten" Moralvorstellungen aufzugeben.
In einem Interview mit dem Onlinemagazin "The European" erklärte der offen schwule Politiker, dass es schwierig sei, der Kirche von außen zu sagen, was sich ändern solle: "Wichtig wäre, dass die Katholiken selbst weltweit mit bestimmten antiquierten Vorstellungen aufräumen - beispielsweise mit dem Verbot der Empfängnisverhütung und dem Schaden, der damit in afrikanischen Ländern angerichtet wird, wo man sehr obrigkeitsorientiert ist und befolgt, was gepredigt wird." Das notwendige katholische Reformpaket schließe auch die Einstellung der Kirche zur Homosexualität ein, die sich "aus meiner Sicht verändern" müsse.
Seine eigene Homosexualität stehe nicht im Widerspruch mit einer Mitgliedschaft in der größten deutschen Religionsgemeinschaft, so Wowereit weiter. Über seinen Glauben will er sich aber nicht äußern: "Das ist meine Privatsache, die ich nicht öffentlich diskutiere... Warum jemand in einer Kirche ist oder austritt, das ist eine ganz private Entscheidung und sollte auch so bleiben."

Papst Benedikt XVI. hält Schwule generell für Sünder
Den Papstbesuch im September ist für Wowereit "in erster Linie ein Staatsbesuch". Er hatte schon früher erklärt, dass Benedikt XVI. trotz seiner homofeindlichen Politik "in der Stadt herzlich willkommen" sei (queer.de berichtete). Der Lesben- und Schwulenverband hat sich dagegen entsetzt über den "Kniefall vor einem Religionsführer" gezeigt (queer.de berichtete).
Wowereit bezeichnet den Besuch im Interview als "gute Gelegenheit, um in Deutschland öffentlich darüber zu diskutieren, ob bestimmte Gesellschaftsbilder und Moralvorstellungen einer großen Weltkirche wie der katholischen noch zeitgemäß sind, und ob nicht dringende Korrekturen sinnvoll sind".
Homo-Aktivisten haben bereits angekündigt, zum Papstbesuch am 22. September eine Demonstration zu organisieren. Sie erwarten in Berlin bis zu 50.000 Teilnehmer (queer.de berichtete). (dk)















seine privatsache?
beim thema glauben stimme ich ihm zu.
beim thema mitgliedschaft in einer totalitären organisation verbietet es sich sogar den mund zu halten, wenn ein politiker dort mitglied ist!!!!