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- 23. Mai 2011 2 Min.

Joakim Noah (Bild: Keith Allison / flickr / by-sa 2.0)
Joakim Noah von den Chicago Bulls hat am Wochenende bei einem Ligaspiel einen gegnerischen Fan als "Schwuchtel" bezeichnet - nun droht eine Geldstrafe.
Fernsehkameras hielten am Samstag den Moment fest, als Noah im Auswärtsspiel einen Anhänger der Miami Heat mit den Worten "Fuck you, faggot" beleidigte. Noah saß während des Vorfalls auf der Bank, nachdem er einen Gegenspieler gefoult hatte. Erst vor einem Monat hatte Kobe Bryant von den Los Angeles Lakers einen Schiedsrichter als "fucking fag" bezeichnet (queer.de berichtete). Der Profi wurde daraufhin von der National Basketball Association (NBA) zu einer Geldstrafe von 100.000 Dollar (71.000 Euro) verurteilt.
Am Sonntag entschuldigte sich Noah für seinen Ausfall: "Der Fan sagte etwas, das ich als respektlos empfunden habe und ich habe dann Dinge gesagt, die nicht nicht hätte sagen sollen. Ich war wütend und frustriert, wollte aber gegenüber niemandem respektlos sein." Der 26-Jährige sagte ferner, er erwarte, vom Basketballverband mit einer Geldstrafe belegt zu werden. Diese Einschätzung wird von Reportern geteilt: "Halt schon mal die 100.000 Dollar bereits, Joakim", sagte etwa Zach Lowe von "Sports Illustrated".
Chicago hat Spiel gegen Miami verloren
Im Spiel am Samstag ging Noahs Team zudem mit 85:96 unter. Damit führt Miami Heat mit 2:1 in der NBA-Halbfinalserie. Das nächste Spiel findet am Dienstag statt; Ziel beider Teams ist es, vier Spiele zu gewinnen, um sich für das Finale zu qualifizieren.
Letzte Woche sorgte das Coming-out des Präsidenten des Basketball-Teams Phoenix Suns für Aufsehen (queer.de berichtete). Rick Welts hatte beklagt, wie stark das "Schweigegelübde" für Schwule im Profi-Basketball sei - und wie weit verbreitet Homophobie in diesem Sport sei. Als Reaktion auf das Coming-out hat sich der Suns-Profi Steve Nash in einem Video der Homo-Gruppe HRC für die Öffnung der Ehe ausgesprochen. (dk)
Nachtrag (24.5.): Noah wurde von der NBA zu einer Geldstrafe in Höhe von 50.000 Dollar verurteilt.














