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- 23. Mai 2011 2 Min.

Ulrike Folkerts spielt bereits seit 1989 Lena Odenthal, eine Kommissarin mit ambivalenter sexueller Orientierung
Bei einer Pressekonferenz erklärte "Tatort"-Schauspielerin Ulrike Folkerts, das Coming-out eines Profi-Fußballers in Deutschland könne schlimme Konsequenzen haben.
"Dieses Gepushe mit dem 'oute dich doch, dir passiert schon nichts', das ist einfach Quatsch", sagte die 50-Jährige nach dpa-Angaben bei der Vorstellung des neuen SWR-"Tatorts". "Im Abseits" handelt von einem Mord unter Fußball-Nationalspielerinnen und soll am 19. Juni im Ersten ausgestrahlt werden. Wäre sie ein Profi-Fußballer, würde sie sich nicht offenbaren, erklärte die offen lesbische Schauspielerin in der Pressekonferenz weiter: "Ich befürchte da echt das Schlimmste".
Bereits letzte Woche hatte Nationalspieler Philipp Lahm vor einem Coming-out gewarnt: "Für denjenigen, der es tut, würde es sehr schwer werden. Ein offen schwuler Fußballer würde Schmährufen ausgesetzt sein", erklärte der Bayern-Kapitän (queer.de berichtete). Ähnlich hatten sich auch andere Fußballer wie der Werder-Torwart Tim Wiese geäußert. Schalke-Keeper Manuel Neuer glaubt dagegen, dass die Fans sich schnell an einen offen schwule Spieler gewöhnen würden (queer.de berichtete).
Der letzte "Tatort", der sich um homosexuelle Fußballer drehte, hat jedoch gezeigt, wie weit verbreitet die Homophobie im Profifußball auch in der Führungsetage des Deutschen Fußballbundes ist: Im März kritisierte DFB-Manager Oliver Bierhoff nicht nur die Folge "Mord in der ersten Liga", sondern generell die Darstellung von schwulen Fußballern in fiktiven Fernsehserien. Es sei "schade und ärgerlich, dass die Prominenz der Nationalelf missbraucht wird, um irgendein Thema zu entwickeln oder einen Scherz zu machen", so Bierhoff in einem "Bild"-Interview (queer.de berichtete). Bislang hat es in Deutschland noch kein einziger aktiver Profi gewagt, öffentlich zu seiner Homosexualität zu stehen. (dk)













