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Kommentare zu:
Schwarz-Gelb stellt gleich - bei Ärzten


#15 NotionConcept
  • 09.06.2011, 16:33h
  • Antwort auf #14 von Enyyo
  • Es geht hier nicht um welche Akademiker, wie arm dran sind. Sicher ist Arzt ein relativ sicherer Job, mit geregeltem Einkommen und ohne Existenzängste. Es geht mir lediglich darum, dass kein Arzt ein so locker flockiges Leben hat, wie es gerne von der Gesellschaft aufgefasst wird. Und auch wenn du Ärzte kennst, die es sich gut gehen lassen, dann muss ich doch stark daraufhinweisen, dass das nicht meiner Vorstellung von "reicher Oberschicht" entspricht.

    Ein Haus kaufen und sanieren, sowie einrichten ist auch nicht das was ich zu reicher Oberschicht zähle. Wenn ich meinen Onkel besuche, der in der Innenstadt von Düsseldorf ein Haus besitzt und der mich im Sommer in seine Villa nach Spanien mitnimmt, oder auf einen Segelturn an der côte d'azur im eigenen Boot, oder der mal schnell nach Mailand, Paris, Nizza und co chartert, um dort nen Nachmittag einzukaufen. DAS nenne ich reiche Oberschicht, und DAS kann sich sicherlich kein Arzt leisten außer vielleicht ein plastischer Chirurg für die High Society. Und ich kenne einige Vermögende/Reiche, aber da ist kein einziger Arzt und die lerne ich auch eher über Onkel als über Vater kennen.

    Zum Thema Rolex als Sprechstundenhilfen: Die sind entweder nicht echt, vom Ehemann/Lover gesponsert oder das ist nur ein Nebenjob. Oder willst du mir jetzt etwa weiß machen, dass sich eine bessere Tippse Uhren im Wert von 10-100.000€ leisten können?

    Und zum Thema Dermatologe: Wie oft bist du denn bei dem Hautarzt, wenn der jedes mal nur guckt? Und was denkst du wie oft ein Hautarzt jemanden behandelt, wenn derjenige nicht gerade CA hat. Und auch wenn ich dich damit sicherlich enttäusche, aber ein Arzt hat mittlerweile nur bestimmte Sätze die er abrechnen kann, und wenn die Leistung diese Sätze überschreitet, darf er trotzdem nicht mehr abrechnen (auch Allgemeinmediziner!).

    Praktizierende Ärzte jammern auch deshalb, weil sie früher für jede Behandlung ohne Rücksichtnahme auf Sätze abrechnen konnten. Deshalb waren auch viele Ärzte früher sehr wohlhabend - aber nicht reich - aber diese Zeiten sind schon längst Vergangenheit, und deswegen ist der "reiche Arzt" heute nicht mehr als ein Mythos, eine erzählerische Verknüpfung von Ereignissen der Vergangenheit.

    Außerdem glaube ich auch, dass du dich nicht so auf die Seite der armen Akademiker stellen kannst, da du dir zumindest eine private Kasse leisten kannst, oder zumindest Beamter bist. In beiden Fällen sollte der im Glashaussitzende nicht mit Steinen werfen. Woher ich das entnehme? Nur ein Privatpatient erhält Einblick auf die Behandlungskosten und kann ohne Hausarzt bzw. ohne Überweisung ständig zu anderen Ärzten, wie Dermatologe oder Kardiologe gehen. :-P
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#14 EnyyoAnonym
  • 08.06.2011, 18:48h
  • Antwort auf #9 von NotionConcept
  • Deine Ambitionen in allen Ehren - es gibt wohl in sehr vielen Berufen "Berufene", denn auch bspw. das Studium der Archäologie oder der Kunstgeschichte ist schwer - und die Wahrscheinlichkeit, damit einen gut bezahlten Job zu bekommen, ist äußerst gering. Insofern werden diese Fächer i.d.R. nur von wirklich engagierten Leuten studiert, da die fehlende/schlechte Berufsaussicht durchaus sehr demotivierend sein kann.

    In diesen "idealistischen" Studienfächern finden sich insgesamt nämlich noch die meisten schlecht bezahlten/arbeitslosen Akademiker. Es gibt nur wenige Stellen und Selbständigkeit ist kaum eine Option.

    Ein berufener Arzt kann sich entweder bei den Ärzten ohne Grenzen (o.ä.) engagieren (was kaum einer lebenslang tut, sich aber gut in der Vita macht) und eines Tages z.B. Amtsarzt werden (m.W. die am niedrigsten bezahlten angestellten Docs) - genauso aber kann er sich auch anderweitig engagieren und bspw. niedergelassener Facharzt werden.

    Ein Bekannter von mir (Augenarzt mit halber Praxis) hat sich mit Mitte 30 ein Haus gekauft, aufwändig saniert und schick eingerichtet (ohne Hilfe bspw. der Eltern); die Sprechstundenhilfen (keine Ärztegattinnen) meines Kardiologen tragen alle Rolex und ein Hautarzt bekommt für drei Minuten in Augenscheinnahme ca. 73,- Euro.
    Im Kontrast dazu ein promovierter Geograf, der jahrelange Studien für seine Doktorarbeit betreiben musste, um nun mit weniger als 1000,- Euro im Monat auskommen zu müssen...

    Ziemlich willkürliche Beispiele, zugegeben - aber durch Deinen Vater wirst Du auch eher vermögende als arme Ärzte kennen gelernt haben?

    Und immer berücksichtigen, dass viele Leute gern auf sehr hohem Niveau jammern, gerade auch die Ärzteschaft, von der man mehr hört, als bspw. vom Pflegepersonal, das für die schweren Jobs mit Schichtarbeit und hoher Verantwortung nicht besonders gut bezahlt werden.

    Aber ich schwiff ab - grundsätzlich sollte JEDER von seiner Arbeit gut leben können und Schwule und Lesben aller Berufsgruppen den Gegengeschlechtlich Interessierten gleich gestellt sein!
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#13 Iceman
  • 08.06.2011, 18:31h
  • "(...) Aktivisten forderten bislang nicht diese Gleichstellung (...)"

    Ich glaube wir fordern nicht nur eine Gleichstellung bei Ärzten, sondern ÜBERALL!
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#12 Iceman
#11 Timm JohannesAnonym
  • 08.06.2011, 15:08h
  • Antwort auf #7 von dobrapivo
  • @dobrapivo
    Hallo gehts noch ?

    Dann sollen also die betroffen verpartnerten Landwirte ihren Hof aus der Höfeordnung nach deiner Logik im Grundbuch austragen lassen.

    Nichts da...Gleichstellung sollte auch bei den verpartnerten Landwirten in gleicher Weise erfolgen.

    Übrigens immer noch warten derzeit verpartnerte Entwicklungshelfer/Bundesbeamte/Soldaten auf die Zweite Lesung im Bundestag. Bin gespannt, ob zumindest dort die FDP Wort hält.
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#10 alexander
#9 NotionConcept
  • 08.06.2011, 06:42h
  • Ich weiß zumindest wovon ich spreche. Mein Vater ist Arzt, allerdings nicht niedergelassen, und ich bin drauf und dran auch einer zu werden.

    Außerdem sagt diese Studie nichts aus. Sie verdienen überdurchschnittlich verglichen mit dem Bundesdurchschnitt - sie sind ja auch immerhin Akademiker! Sie verdienen z.T. auch mehr als andere Akademiker? Mir fällt auf anhieb kein schwereres Studium ein als Medizin - außer vielleicht Jura. Hinzu kommt, dass ein Arzt einfach sicherer und geregelter ist, als meinetwegen Architekt oder ähnliches.

    Ärzte nagen nicht am Hungertuch, das ist richtig, habe ich auch nie so behauptet, aber deshalb gleich von reich zu sprechen ist einfach nur lächerlich. Mein Onkel und mein Vater haben gleichzeitig Abitur geschrieben und beide mit 1.2 damals. Mittlerweile ist der Onkel wirklich reich und zwar im 7stelligen Bereich - und mein Vater nicht.

    Und bevor man mir jetzt vorwirft materialistisch zu sein: Sobald ich die notwenige Qualifikation habe, werde ich zu Ärzten ohne Grenzen gehen. Davon spreche ich, wenn ich meine Berufung nicht Beruf.
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#8 EnyyoAnonym
#7 dobrapivo
  • 07.06.2011, 17:03h
  • Antwort auf #4 von Timm Johannes
  • Auch ich kann darin keine Klientelpolitik erkennen. Gut für die verpartnerten Ärzte. Besser wäre es die Ehe zu öffnen. Dann spart man sich das Ändern aller Einzelgesetze...

    Was deine Ausführungen zur Landwirtschaft angeht: Die Höfeordnung gilt nur in wenigen Bundesländern. Die Vorschriften von 1947 können auch in den Ländern in denen sie gilt problemlos durch Grundbucheintrag - sozusagen privat- ausser Kraft gesetzt werden. Hier also einen Homorechtsskandal zu wittern ist sehr, sehr weit hergeholt. Gibt echt wichtigeres, was man nicht so leicht umgehen kann. Das Recht nicht von vorneherein und ohne Prüfung von der Adoption ausgeschlossen zu werden zum Beispiel....aber das ist ein anderes Thema
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#6 FDP-ChristianAnonym
  • 07.06.2011, 15:53h
  • Ein sehr gutes und auch sinnvolles Projekt.
    Hier sieht man, dass WAHRER Fortschritt nur mit der FDP möglich ist. Ich denke auch, dass die Kollegen von der Union die Gleichstellung immer mehr befürworten.
    Dies ist auch ein Schlag gegen das links-grüne Oppositionsgeschwafel... Lässt man SPD und GRÜNE regieren, kommt nur Müll raus. Sind sie aber in der Opposition, haben sie auf einmal nur gute Ideen...
    CDU/CSU und FDP forever!
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#5 NotionConcept
  • 07.06.2011, 15:52h
  • Der Arzt als reiche Oberschicht ist ein reiner Mythos, dem auch viel zu viele Medizinstudenten zum Opfer fallen, also bitte informieren, bevor man einen Berufsstand schlecht macht.

    Durchschnittlich verdient ein praktizierender Arzt in Bayern (Dort verdienen sie im Bundesvergleich bis zu 1500€ brutto mehr!) pro Monat 5500€. Nach Steuerabzug bleibt einem schwulen Arzt also gerade mal noch 3000.

    Wenn du das als Luxusgehalt für "wenig" Arbeit siehst, naja dann kann man dir nicht helfen. Und dann überleg mal, was so ein praktizierender Arzt für Arbeitszeiten hat. Also unser praktizierender Arzt hat eine 45 Stunden Woche reine Praxiszeit, hinzu kommt, dass er nie Freizeit hat, weil nunmal auch nach den Praxiszeiten sich Leute an ihn wenden und er Bereitschaftsdienste übernimmt etc. Und dann überleg dir nochmal was so ein Arzt zum Teil leisten kann und muss und dann überdenke deinen Satz nochmal.

    Meines Erachtens ist Arzt weniger Beruf als Berufung, und es gibt definitiv bessere Wege um "reich" zu werden, wenn einem sowieso Tür und Tor mit nem 1.0er Abitur offensteht.
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#4 Timm JohannesAnonym
#3 notarztAnonym
#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 07.06.2011, 11:00h
  • Was soll man dazu sagen? Ich hoffe, es handelt sich nicht um einen verspäteten Aprilscherz!
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#1 MikaAnonym
  • 07.06.2011, 10:38h
  • Ja klar, Ärzte sind traditionell die Hauptklientel der FDP.

    Aber wieso gibt es immer nur für die reiche FDP-Klientel Verbesserungen, während der Rest der Gesellschaft in die Röhre guckt!

    Ich bin kein Arzt, will aber dennoch kein Mensch 2. Klasse sein! Aber da muss ich wohl auf andere Parteien als CDU/CSU und FDP hoffen...
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