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Einzelkommentar zu:
Initiative fordert Magnus-Hirschfeld-Institut


#8 stromboliProfil
  • 10.06.2011, 10:27hberlin
  • Antwort auf #7 von vingtans
  • schatzerl,
    weil man beim beine breit machen unmöglich den macho spielen kann ohne selbst sich lächerlich zu machen...
    es ist eben EINE (!) möglichkleit schwul/lesbischer phantasien, rollenidentitäten des anderen geschlechtes mit zu übernehmen, dass uns auch im alltäglichen "andere" reaktionsmöglichkeiten zulässt.
    Zudem ist das aneignen femininer eigenheiten für einen schwulen mann eine möglichkeit, "stille" signale des andersseins zu senden ; was auch im umgekehrten für lesben gelten kann.

    also mach dir keine gedanken darüber, ob irgend ein genom bei dir verrückt spielt, du machst nur das ,was andere auch tun, du suchst zu KOMMUNIZIEREN!

    Aber weil beim thema :
    solche fragen implizieren eine verborgen/offene unsicherheit, die ständig sich (nur?)die frage stellt: warum bin ich so wie ich bin und nicht "ANDERS"!
    Der moderne homo, weiterhin wie der altvordere auf der suche nach antworten ,die er sich selbst stellt anstatt die fragen in frage zu stellen!

    Erst mal gestellt, brauchts auch der "wissenschaftlichen einordnung" , die erklärt, was ansonsten von der anderen seite als selbstverständlich angenommen wird, weil ja mehrheitsgebrauch: heterosexualität ein rein kulturell erworbenes phänomen darstellt, dass in der zeitgemäßen definition auch abweichungen enthält, und homosexualität dessen spiegelbild ist!

    Die forschung in der frühzeit der modernen homosexualität sich auf den medizinischen aspekt des nachweises oder gegenbeweises der "gesunden" herkunft sexuellen triebes konzentirierte um so die "abweichung zu begründen als quasi "angeborenes" , dass uns von der "verpflichtung der selbstheilung" entlasstet.
    Ein damals nicht unüblicher versuch, medizinisch-wissenschaftlich zu belegen, dass homosexualität unheilbar, weil angeboren und so zum duldbaren wird , wenn die homos sich nur entsprechend einfügen ins gesamtgeschehen! .
    Erst mit kinsey , reiche/dannecker, sigusch und ebenso foucault ,konnte ein zugang zum gesellschaftlichen konstrukt der sexualität im allgemeinen und der homosexualität im besonderen erarbeitet werden.

    Nicht umsonst der treffende titel: "Nicht der homosexuelle ist pervers, sondern die gesellschaft in der er lebt"!
    Dem steht hirchfeld diametral entgegen, der mit eugenik zudem in einem wertesystem den neuen homo einzuordnen suchte; eine entgleisung, dass seinesgleichen sucht.
    So selbst wegbereiter der rassenlehre, er selbst opfer eben dieser "lehre" wird!
    Eine der nicht unüblichen tragischen szenarien, unter denen sich anpolitisierte schwule/lesben immer wieder finden: beim suchen nach selbsterklärungen, ein konstrukt erschaffend, dass sie am ende sprichwörtlich erschlagen wird!

    Das historische verdienst hirchfelds als gründer eines institutes, dass sich der sexualität und uns aussenseitern verpflichtet fühlte, sei gewürdigt; ihm eine renaissance seiner "untersuchungen" in form der "weiterführung" seines projektes, sollte unter weglassung seines namens, neutral mit dem von ihm bestimmten begriffs vom "Institut für Sexualwissenschaft" erfolgen.
    Insgesamt ist der name belastet, auch wenn aus heutiger sicht opfer seiner zeit, war er mitgestalter von ideen, die unhaltbar sind.

    Da würde ich eigentlich von Martin Dannecker ein klärendes wort erwarten!
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