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- 10. Juni 2011 2 Min.

Erfahrungsaustausch mit Alltags- und Fachexperten (Bild: queerhandicap)
"Doppelt diskriminiert ist voll daneben" finden Menschen, die wegen ihres Handicaps und ihrer sexuellen Orientierung schräg angesehen werden.
Von Carsten Weidemann
Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans*Personen mit Behinderung und chronischer Erkrankung leben nach ihren eigenen Erfahrungen mit "Doppelter Diskriminierung". Und das nicht nur ab und an, sie ist Teil ihres Alltags, ob im Heim, auf der Arbeit, oder unterwegs in der Szene. Das Forum, das im Herbst 2011 in Düsseldorf stattfinden soll, hat entsprechend den passenden Titel gewählt: "Doppelt diskriminiert ist voll daneben". Alle, die diese Erfahrung selbst gemacht haben, sind dazu eingeladen, gemeinsam mit Fachkräften aus den verschiedenen Bereichen auf Augenhöhe zu diskutieren. Experten treffen auf Alltagsexperten, starke Gefühle auf guten Rat. Beantwortet werden sollen Fragen wie: Welche Erfahrungen machen sie? Wie wehren sie sich? Wo gibt es Hilfen? Was sagen Fachleute? Wie gelingen gemeinsam Teilhabe und Inklusion?
Workshops für Behinderte und Nichtbehinderte

Corre aus Köln sprach als IWWIT-Rollenmodel über Sex (Bild: www.iwwit.de)
Organisiert wird die Tagung von der Landesarbeitsgemeinschaft queerhandicap im Schwulen Netzwerk NRW e.V. in Kooperation mit dem neuen bundesweiten Verein queerhandicap e.V. Der Verein hat sich im letzten Sommer erst gegründet, zuvor waren aber bereits einige engagierte Personen in NRW tätig. Dazu gehört zum Beispiel Corrie aus Köln. Der 44-Jährige ist offensiv, für die Präventionskampagne IWWIT der Deutschen AIDS-Hilfe plauderte er im vergangenen Jahr sogar über seine Erfahrungen mit Sex. Seit rund fünf Jahren macht er nun bei queerhandicap mit. Er sieht sich ein bisschen als Vermittler, wie er im IWWIT-Interview erklärte: "Für die Leute in meiner Gruppe wäre es wirklich am wichtigsten, man würde die Nichtbehinderten darüber aufklären, dass Behinderte Menschen sind wie du und ich. Wir haben auch eine Sexualität! Wir brauchen ja nicht nur Barrierefreiheit auf den Straßen, sondern auch in den Köpfen. Und alle Behinderten sollten darüber aufgeklärt sein, dass nicht alle ohne eine Behinderung immer gleich Schweine sind."
Das Forum queerhandicap findet vom 13.-16.10. 2011 in der barrierefreien Jugendherberge Düsseldorf statt. Teilnehmen können bis zu 25 Personen. Für Unterkunft und Verpflegung ist gesorgt. Gebärdendolmetscher werden bei Bedarf gestellt. Anmeldeschluss ist der 30.07.2011.
Links zum Thema:
» www.queerhandicap.de













