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  • 10. Juni 2011 87 2 Min.

Gäste im Sircuit-Club müssen sich nun keine Ängste mehr vor Frauen machen

Ein schwuler Nachtclub in Australien darf weiterhin Frauen abweisen. Ein Verwaltungstribunal entschied, dem Club stehe eine Ausnahme von den eigentlich strengen Anti­diskriminierungsregelungen zu, da schwule Männer vor Belästigungen durch Frauen zu schützen seien.

Damit darf die Sircuit Bar, ein Nachtclub mit zwei Ebenen in Melbournes Vorort Collingwood, weiterhin Frauen abweisen. Mit der Entscheidung werde sichergestellt, "dass schwule Männer nicht Versuchen ausgesetzt sind, ihre sexuelle Orientierung zu ändern", heißt es in der Begründung. Denn die Männer hätten ein Anrecht auf eine behagliche Umgebung und auch darauf, so akzeptiert zu werden, wie sie sind.

Die Sprecherin für Menschenrechte der Regierung stellte sich hinter die Entscheidung. Ein Sprecher des Nachtclubs sagte, zwar sei ihm selbst kein Fall bekannt, in dem Frauen versucht hätten, einen Gast "umzudrehen". Das Problem existiere aber. Auch wünschten sich die Gäste rein schwule Rückzugsmöglichkeiten, der Club bietet auch einen Darkroom, Kabinen und Filmräume.

Ausnahmeurteil

Männer, die untereinander "Zuneigung zeigten", könnten von Heterosexuellen negativen Kommentaren ausgesetzt sein, urteilte das Victorian Civil and Administrative Tribunal (VCAT) weiter. Der Club habe ein berechtigtes Anliegen, "einen Ort anzubieten, an dem es sicher und akzeptiert ist, Homosexualität öffentlich auszudrücken".

Andere Lokalitäten konnten ihre Türpolitik beim VCAT bisher nicht durchsetzen. 2007 hatte das Tribunal dem Pub "The Peel Hotel" eine Ausnahmegenehmigung erteilt, Gäste nach ihrer sexuellen Orientierung zu befragen und ggf. abzuweisen. Die Bar hatte mit pöbelnden Junggesellenabschiedsgruppen argumentiert. Diese Entscheidung wurde aber im Januar aufgehoben (queer.de berichtete). Es dürfe nur an der Tür über die Art der Einrichtung informiert werden, über den Eintritt habe aber der Gast zu entscheiden.

Dem Betreiber bleibe es freilich weiterhin möglich, so das VCAT damals, pöbelnde oder aggressive Gäste vor die Tür zu setzen. (nb)

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-w-

#1 nachdenken
  • 10.06.2011, 15:44hBerlin
  • Soll dies als Positiv oder Negativ gesehen werden. Letztendlich ist dies ein Ergebnis alles per Gesetz regulieren zu wollen. Dazu gehört auch ein sogenanntes „Antidiskriminierungsgesetz“ bzw. „Antidiskriminierungsregelungen“. Solch ein Schuss kann auch in die verkehrte Richtung gehen.
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#2 TimoAnonym
  • 10.06.2011, 15:47h
  • "da schwule Männer vor Belästigungen durch Frauen zu schützen seien"

    Was umgekehrt seine Berechtigung hat ( das in manche Lesbenclubs nur Frauen dürfen) ist auch hier rechtens.
    Es gibt auch besoffene Frauen die ihre Griffel nicht bei sich behalten können, das habe ich schon erlebt. Bei Freundinnen macht es mir nichts aus aber bei fremden Frauen will ich nicht das die mich beim antanzen usw ungefragt angrapschen. Man signalisiert ja mit Blicken ob man Körperkontakt ok findet oder nicht.
    Die Gleichung (Männer= potentielle "Angrapscher"/ Anmacher und Frauen= alle Unschuldslämmer/ nie grenzüberschreitend) stimmt nicht immer.
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#3 kaysi
  • 10.06.2011, 15:49hBangor
  • Ich weiss jetzt nicht ob ich das gut oder schlecht finden soll. Ich meine Toll das ein Gericht die Rechte der Schwule staerkt und eindeutig sagt "Es muss eine geschuezten Raum geben um Diskriminierung zu vermeiden" aber gerade unsere Community sollte mehr darauf bedacht sein jegliche Art der Diskreminierung kompett zu elimnieren, da wenn tatsaechlich sich Gaeste belaestigt fuehlen kann man immer noch das Hausrecht durchsetzen. Ich faende es besser wenn es klar gemacht werden wuerde, dass es ein schwule Bar ist aber jeder willkommen ist der gerne in eine Bar fuer Schwule gehen will, ich moechte ja auch nicht aufgrund meiner Sexualitaet von einer Bar abgewiesen werden
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