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  • 10. Juni 2011 10 2 Min.

Am Mittwoch hatten Paare in Paris für die Öffnung der Ehe demonstriert (Bild: youtube / yagg.com)

Die französische Regierung will die Ehe nicht für schwule und lesbische Paare öffnen. Das sagte Justizminister Michel Mercier am Donnerstag bei einer Debatte in der Nationalversammlung über einen entsprechenden Gesetzentwurf der Sozialisten.

Frankreich hatte 1999 den Zivilen Solidaritätspakt (PACS) eingeführt, der sowohl hetero- als auch homo­sexuellen Paaren offensteht und nicht alle Rechte einer Ehe umfasst. Im Januar hatte der oberste französische Gerichtshof auf die Klage eines lebischen Paares entschieden, dass das Verbot der gleich­geschlechtlichen Ehe keinen Verstoß gegen die Verfassung darstelle. Der Gesetzgeber könne aber die Definition ändern.

Das versuchen nun die Sozialisten mit dem Gesetzentwurf. Deren Abgeordneter Patrick Bloche sagte in der Debatte, Frankreich sei 1999 bei der Einführung der eingetragenen Partnerschaft ein Vorreiter gewesen, hinke bei der standesamtlichen Eheschließung nun anderen Ländern hinterher. Doch Justizminister Michel Mercier sagte, die Besonderheiten jeder der Rechtsformen für das Zusammenleben müssten aber gewahrt werden. Auch habe Frankreich nach und nach schon viel Diskriminierung abgebaut.

Youtube | Am Mittwoch hatten schwule und lesbische Paare in der Nähe der Nationalversammlung für eine Öffnung der Ehe demonstriert. Video von yagg.com.

Erste Ehe geschlossen

Dabei gibt es seit dem Wochenende die erste lesbische Ehe Frankreichs: Die 59-jährige Stéphanie Nicot und ihre 27-jährige Partnerin Elise hatten sich im ostfranzösischen Nancy das Ja-Wort gegeben. Stéphanie hatte sich zuvor einer Geschlechtsanpassung unterzogen, sich aber geweigert, die Papiere ändern zu lassen. Nach der Trauung marschierte das Paar mit rund 2.000 Schwulen, Lesben und Transsexuellen durch die Stadt, um für die Öffnung der Ehe zu demonstrieren.

Der Pacte civil de Solidarité wird vor dem Amtsgericht abgeschlossen und verbietet die gemeinschaftliche Kinderadoption, enthält aber Vorteile im Steuer- und Erbrecht. Er wird überwiegend von heterosexuellen Paaren genutzt. (nb)

-w-

#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 10.06.2011, 18:04h
  • Da hatte bestimmt die Katholische Kirche wieder ihre schmierigen Finger im Spiel! Und dieser feine Herr Sarkotzy wird die Homoehe leider auch nicht in seiner nächsten Amtszeit einführen! Schade, es wurde wieder einmal eine Chance vertan.
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#2 gatopardo
  • 10.06.2011, 20:04h
  • Antwort auf #1 von FoXXXyness
  • Wollen wir mal hoffen, dass Sarkozy auf keine nächste Amtszeit mehr zurückgreifen kann. Und bitte auch die Merkel mit ihrer verlogenen christlichen Partei ebenso wenig.
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#3 Timm JohannesAnonym
  • 10.06.2011, 21:08h
  • Antwort auf #2 von gatopardo
  • @gatopardo
    Stimmt Sarkozy muss weg. Hoffentlich verliert er die nächsten Wahlen.

    Im Unterschied zu Südamerika, wo derzeit die meisten Länder links/mitte regiert werden, wird Europa derzeit in den meisten Ländern rechts/mitte regiert.

    Südamerika 2011:
    1. Links/Mitte
    Argentinien, Uruguay, Brasilien, Venezuela, Ecuador, Bolivien und aktuell letzte Woche Peru links gewonnen.
    2. Rechts/Mitte
    Kolumbien, Chile, Guyana und Paraguay

    Europa 2011
    1. Links/Mitte
    Spanien, Irland, Griechenland, Island, Norwegen, ...

    2. Rechts/Mitte
    Frankreich, Luxemburg, Italien, Deutschland, Niederlande, Vereinigtes Königreich, Schweden, Finnland, Dänemark, Tschechien, Polen, Slowakei, Ungarn, Portugal (aktuell letzte Woche), ...

    3. Mitte (Grosse Koalition)
    Schweiz, Österreich, ...
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