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  • 17. Juni 2011 11 2 Min.

Mark Carter in einem PR-Foto nach seiner Wahl zum Mr. Gay UK

Der Polizist Mark Carter, der 2006 den Mr.-Gay-UK-Wettbewerb gewonnen hatte, wurde am Donnerstag im nordenglischen Leeds vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen.

Dem 28-Jährigen wurde vorgeworfen, nach einem Bar-Besuch im Dezember 2009 drei Männer sexuell belästigt und einen weiteren Mann in einem Hotel vergewaltigt zu haben. Carter bestritt jegliche Beteiligung und erklärte im Verfahren, er habe einvernehmlichen Sex mit dem Hauptkläger gehabt. In drei der vier Anklagepunkte, darunter auch die Vergewaltigung - erklärten die Geschworenenen Carter für nicht schuldig. In einem Fall von sexueller Belästigung konnten sie sich auf kein Urteil einigen. Das Gericht wird daher nächste Woche entscheiden, ob für diese Frage ein Wiederaufnahmeverfahren angesetzt werden soll.

Ursprünglich war Carter auch der Missbrauch von Anabolika vorgeworfen worden. Dieses Verfahren wurde aber bereits eingestellt.

An Haaren ins Hotelzimmer gezogen?


Carter wurde nach der Anklageerhebung als Polizist suspendiert

Das mutmaßliche Vergewaltigungsopfer hatte Carter vorgeworfen, ihn an den Haaren in sein Hotelzimmer in Leeds gezogen zu haben. Danach habe der Polizist ihn brutal vergewaltigt. Er sei anschließend über die Feuerleiter aus dem Zimmer der Hotelgruppe Etap geflohen.

Carter hat die Vorwürfe im Verfahren vehement bestritten: "Ich bin keine gewalttätige Person", erklärte er nach Angaben der BBC. "Wir sind zum Hotel gegangen, weil wir beide miteinander Sex haben wollten." Er gab zu, dass er an diesem Abend viel Alkohol getrunken und daher "ein wenig aufgedreht" gewesen sei. Er habe aber gedacht, dass er mit seinem Sexpartner noch den nächsten Tag verbringen würde.

Kritik an Schwulenszene

Während des Verfahrens beklagte Carter auch, dass es in der schwulen Szene solch absurde Beschuldigungen des öfteren gebe, weil es dort viele "Zicken" gebe: "Diese Hysteriker erfinden einfach irgend etwas", sagte der 28-Jährige. Sein eigenes Leben sei durch die Anklage auf den Kopf gestellt worden - innerhalb der Szene sei er deshalb wiederholt angefeindet worden. (dk)

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#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 17.06.2011, 12:14h
  • Glückwunsch zum Freispruch, aber es bleibt leider auch ein schaler Beigeschmack. Das war ja schon bei Kachelmann der Fall, als der wegen Mangel an Beweisen freigesprochen wurde.
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#2 schwulenaktivist
  • 17.06.2011, 13:23h
  • Es verstösst klar gegen die Unschuldsvermutung, jemandem so einen Prozess öffentlich zu machen. Denn hinterher liest ja dann niemand mehr über einen völlig unspektakuären Freispruch. Dieser Unsinn - nach dem Motto wer einmal als Täter gehandelt wurde, kann ja auch kein richtiges Opfer mehr werden, oder so...
    Nur diejenigen, die von Anfang an als Opfer gehandelt werden, die werden bemitleidet.
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#3 WayneAnonym
  • 17.06.2011, 13:56h
  • Antwort auf #2 von schwulenaktivist
  • Häh?
    Was will uns das in diesem Zusammenhang mitteilen?
    Der Prozess sollte besser im geheimen Keller gemacht werden?
    Herr Kachelmann ist eigentlich ein Opfer?
    Ich weine dann später mal eine Kullerträne, wenns recht ist.
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