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  • 19. Juni 2011 21 2 Min.

Am Samstag Nachmittag hatte die Polizei noch CSD-Teilnehmer vor Neonazis geschützt

Nach der aufgrund strikter Polizeiblockaden friedlichen CSD-Parade in Budapest hat es am Samstag ein trauriges Nachspiel gegeben. Als Rechtsextreme auf eine Gruppe von rund 50 Aktivisten aus Österreich stießen, griffen sie diese gewalttätig an. Die CSD-Teilnehmer flüchteten in ihren bereitsstehenden Gruppenbus. Die Polizei ermittelte danach gegen die Homo-Aktivisten, die angeblich die Rechtsradikalen angegriffen hätten. Die Gruppe wurde für über zwei Stunden festgehalten, zwei CSD-Teilnehmer über Nacht festgenommen.

"Wir waren schon auf dem Weg zu unserem Bus und wollten zurück nach Wien fahren. Plötzlich sind rund 15 Menschen auf uns zugerannt und haben uns mit Stinkspray attackiert und uns geschubst", berichtet die Teilnehmerin Judith Götz gegenüber österreichischen Medien. Die Gruppe flüchtete in den Bus. Doch die anwesende Polizei stellte sich auf die Seite der Rechtsradikalen, die angaben, von den Österreichern angegriffen worden zu sein.

Die Parade-Teilnehmer "sind von der Polizei brutal herausgezerrt worden und haben ihre Pässe abgeben müssen", berichtet Götz. Zwei Stunden seien die Österreicher an der Weiterreise gehindert worden, dann hätte die Polizei eine Gegenüberstellung der CSD-Teilnehmer mit den Neonazis gemacht. Diese identifizierten angeblich zwei Gewalttäter, die über Nacht festgenommen wurden.

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Aktivisten warten auf die Freilassung der beiden Teilnehmer aus Österreich (Bild: Daniela Zysk)

Andere Aktivisten hatten die Gruppe inzwischen mit Wasser versorgt, berichtet die deutsche Teilnehmerin Daniela Zysk. Der österreichische Botschafter war ebenfalls vor Ort. Den beiden Festgenommenen, die inzwischen in ihre Heimat zurückgekehrt sind, wird Landfriedensbruch und die Störung der öffentlichen Ordnung vorgeworfen, sie müssen mit einem rechtlichen Nachspiel rechnen.

"Der skandalöse Vorfall verdeutlicht ein weiteres Mal, dass Lesbisch-schwul-trans* Aktivist_innen massiv von der Polizei schikaniert und kriminalisiert werden", kritisierten Sprecher der Studentenschaft Wien, die die Reise organisiert hatten. Der Vorfall sei "exemplarisch für die politische Situation in Ungarn, in der die extreme Rechte seit geraumer Zeit massive Zuwächse verzeichnen kann."

Am Samstag Nachmittag waren rund 1.000 Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transgender durch die Innenstadt von Budapest gezogen. Aufgrund der rund 500 Gegendemonstranten, die laut gegen Homo­sexuelle und Juden pöbelten und versuchten, Polizei-Barrikaden zu durchbrechen, wurde die Route zwischenzeitlich verändert (queer.de berichtete). Es kam am Nachmittag zu keinen Übergriffen auf CSD-Teilnehmer. (nb)

-w-

#1 klarAnonym
  • 19.06.2011, 15:33h
  • Der Innenminster, "Self-Made-Milliardär", Sándor Pintér ist Mitglied der ungarischen Schwesterpartei der CDU.

    Before his entry into the political arena after retirement, he worked as a police officer. After entering the police service in 1972 and rising through the ranks, he reached top positions in the Hungarian police, such as Chief of the Budapest police in 1991, and then Chief of the National Police between 1991 and 1996.

    Die Basis für krumme Geschäfte (ohne Doktortitel)

    esbalogh.typepad.com/hungarianspectrum/2010/03/s%C3%A1ndor-p
    int%C3%A9r-fidesz-and-bkv.html
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#2 exemplarischAnonym
  • 19.06.2011, 15:52h
  • Kaum sind die TV-Teams weg:

    "Kultur des Faschismus"

    Die deutsch-ungarische Kulturwissenschaftlerin und freie Publizistin Magdalena Marsovszky forscht und publiziert über völkische Traditionen, Antisemitismus und Rechtsextremismus in Ungarn - zuletzt u.a. im Sammelband Die Dynamik der europäischen Rechten. Sie ist im Vorstand des Villigster Forschungsforum zu Nationalsozialismus, Rassismus und Antisemitismus tätig.

    www.heise.de/tp/artikel/34/34646/1.html
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#3 ClaudiaAnonym
  • 19.06.2011, 16:11h
  • Oh toll, noch so ein faschistisches Scheißland, in dem Bullen mit Neonazis LGBT-AktivistInnen drangsalieren, großartig! Überhaupt, Ungarn - da geht gar nichts mehr. Ist nicht die neue Verfassung schon gegen jedwede demokratische Verfasstheit, die sich die EU auf die Fahnen schreibt? Also, raus mit Ungarn aus der EU, keine Kohle mehr, nix mehr.
    Das ist die Sprache, die die verstehen. Schön wirtschaftliche Vorteile abgreifen wollen, aber keine Lust haben, Menschen- oder Bürgerrechte zu wahren. Nix! Sollen die doch ihr eigenes, kleines, eklig stinkendes Süppchen mit ihrem ungarischen Nationalismus kochen und von mir aus ökonomisch zugrunde gehen. Tschüss, Ungarn, ich bin es satt, mich mit so widerlichen Fascholändern rumzuschlagen, die unsere Menschen-und Bürgerrechte mit Füßen treten.
    LGBT-Leute und die paar anderen normalen Menschen da können gern zu uns kommen, aber der große Rest der Bevölkerung scheint ja eine ebenso verkommene Gesinnung zu haben wie die Regierung. Und wetten, dass auch dort wieder die katholische Kirche ganz groß ist?
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