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Selbst im 23. Jahrhundert gibt es noch Probleme mit dem Coming-out...

Schwule und Lesben, die vor Ort Unterstützung von Kollegen, Freunden oder Verwandten erhalten, sind weit gesünder und glücklicher nach einem Coming-out als bisher gedacht.

Das ist das Ergebnis einer Studie der privaten Universität von Rochester (US-Bundesstaat New York). Schwule, Lesben und Bisexuelle leiden viel weniger an Wut und Depressionen, wenn sie sich ihrer Umgebung anvertrauen. Je feindlicher die Umgebung gegenüber Homosexualität eingestellt ist, desto weniger positiv ist das Coming-out. In einer nur als feindlich empfundenen Umgebung gibt es überhaupt keinen Vorteil beim offenen Umgang mit der eigenen Sexualität. Denn sämtliche positiven Auswirkungen würden durch Stigmatisierung und Diskriminierung wieder aufgehoben.

"Generell haben Studien bisher immer gezeigt, dass ein Coming-out gut ist", erklärte Psychologieprofessor Richard Ryan, einer der Co-Autoren der Studie. Allerdings habe es bislang wenige tiefer gehende Untersuchungen gegeben. Ryan befragte daher insgesamt 161 Schwule, Lesben und Bisexuelle ausführlich über ihren Coming-out-Prozess und über Homophobie in der direkten Nachbarschaft. Die Teilnehmer wurden über Homo-Gruppen und Internet-Foren rekrutiert.

Das Ergebnis zeige, wie wichtig es sei, für eine homofreundliche Atmosphäre für Schwule und Lesben zu sorgen. Insbesondere am Arbeitsplatz könne viel erreicht werden, etwa durch Anti­diskriminierungsrichtlinien im Betrieb, argumentiert Ryan. Da diese Richtlinien die psychischen Verfassung von Schwulen und Lesben einschneidend verändern können, spricht er sich für gesetzliche Vorgaben aus.

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Selektives Coming-out: Versteckspiel in Kirchen, Coming-out unter Freunden

Viele Teilnehmer der Studie sind in einem Großteil ihres Lebens noch nicht geoutet: So verheimlichten 69 Prozent ihre Homosexualität vor ihrer Kirchengemeinde, 50 Prozent in Schulen, 45 Prozent am Arbeitsplatz und 36 Prozent in ihrer Familie. Gegenüber ihren Freunden offenbaren sich nur 13 Prozent nicht. Am offensten mit ihrer Sexualität gingen Lesben um, am wenigsten offen Bisexuelle.

Besonders wichtig seien in dieser Aufzählung die Freunde, erklärte Professor Ryan: Sie würden Schwulen, Lesben und Bisexuellen weit mehr als Heterosexuellen helfen, ein höheres Selbstwertgefühl zu entwickeln. Selbst wenn diese Personen in anderen Gruppen - etwa am Arbeitsplatz - ungeoutet sind, hat dies keine negative Auswirkungen auf die psychische Verfassung. "Die Menschen beurteilen ihr Umfeld und bestimmen, ob es dort sicher ist oder nicht", so Ryan.

Das Ergebnis bestätigt eine Studie der Columbia University, die die höhere Selbstmordrate unter schwulen Jugendlichen untersucht hat (queer.de berichtete). Dort wird gezeigt, dass eine homofreundlichere Umgebung in der Schule die psychischen Probleme der homosexuellen Jungs bekämpfen kann. So gibt es weit weniger Suizide in Schulen, die Programme gegen Diskriminierung aufgelegt haben. (dk)

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#1 gniwerj
  • 21.06.2011, 18:44hdortmund
  • Ein coming-out ist vor allem mal noch eines, nämlich unendlich. Weil die Akzeptanz leider noch nicht ausreicht als dass es unnötig wäre.
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 21.06.2011, 19:50h
  • Die Studie bestätigt es: leider gibt es immer noch zuviele Schrankschwestern und das muß sich bald ändern!
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#3 wamnderer LEAnonym
  • 21.06.2011, 22:23h
  • Bei zwei deratigen Scheußlichkeiten auf dem Bild vergeht einem doch glatt jedes Coming-out.
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