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  • 22. Juni 2011 31 2 Min.

16 Nationen kämpfen vom 26. Juni bis zum 17. Juli um die Krone im Frauenfußball

Lesbenhetze im nigerianischen Team, trans­sexuelle Vorwürfe gegen Äquatorialguinea - die am Sonntag in Deutschland startende Frauenfußball-WM wirft dunkle Schatten voraus.

Von Dennis Klein

Im Männerfußball ist Homosexualität kein Thema: Im Macho-Sport traut sich kein einziger Profi, eine abweichende Sexualität publik zu machen. Der einzige, der das bislang gewagt hatte, war der englische Nachwuchsstar Justin Fashanu 1990. In seiner Mannschaft Nottingham Forrest wurde er schon vorher von seinem Trainer Brian Clough als "verdammte Schwuchtel" beschimpft.

Bei den Frauen scheint alles etwas lockerer zu sein: So outete sich die deutsche Nationaltorfrau Nadine Angerer im vergangenen Jahr als bisexuell, ihre Stellvertreterin Ursula Holl hatte sich zuvor bereits mit ihrer Freundin verpartnert. Was bei der Männer-Nationalmannschaft zu einem großen Medienecho geführt hätte, war bei den Frauen kaum ein Thema.


Nigerias Trainerin Eucharia Uche hat Lesben aus ihrem Team entfernen lassen

Bei anderen Nationalteams sieht es jedoch anders aus. Besonders homophob ist das nigerianische Team, eines der Vorrundengegner Deutschlands: In der "New York Times" hat sich Trainerin Eucharia Uche damit gebrüstet, erfolgreich Lesben aus ihrer Mannschaft vertrieben zu haben. Uche bezeichnete Homosexualität unter Frauen als "moralisch sehr falsch" und als "schmutziges Thema", für das ein "göttlicher Eingriff" nötig sei. Ein früherer Assistent hat in der nigerianischen Zeitung "Sun" bereits erklärt, dass Uche mehrere Lesben aus dem Nationalteam geworfen habe.

Das Team aus Äquatorialguinea hat ein anderes Problem: Die Schwestern Salimata und Bilguisa Simpore wurden am Dienstag aus dem Kader geworfen, weil es Zweifel daran gibt, ob sie wirklich Frauen sind. Das hat international zu viel Häme geführt. So schrieb etwa der "Daily Telegraph" aus Australien, dass die "hässlichen Schwestern wohl in Wirklichkeit hässliche Brüder sind". Auch in diesem Skandal waren nigerianische Offizielle verwickelt: Die Simpores mussten nach einer FIFA-Beschwerde von Nigeria aus dem Aufgebot ausscheiden. Noch bei den afrikanischen Meisterschaften 2010 durfte das Duo antreten.


Salimata Simpore: Männlein oder Weiblein?

In Deutschland haben es sexuelle Minderheiten viel leichter. So rät die ehemalige Nationalspielerin Tanja Walther-Ahrens im Interview mit der "Hessischen/Niedersächsischen Allgemeine Zeitung" lesbischen Spielerinnen zum Coming-out: "Es ist nicht einfach, aber es lohnt sich. Seit ich mich geoutet habe, geht es mir viel, viel besser. Ich kann befreit meine Frau und mein Kind überall mit hinnehmen", so Walther-Ahrens. Die Lage in Nigeria bezeichnet die 41-Jährige als "schlimm", sie sei auf "andere Wertvorstellungen" in dem afrikanischen Land zurückzuführen. "Wir leben glücklicherweise in einem Land, in dem ein anderer Umgang mit Homosexualität möglich ist", so Walther-Ahrens.

-w-

#1 justdanielAnonym
  • 22.06.2011, 17:04h
  • ihr habt den sexy Finnen vergessen, der erst neulich sein Coming Out hatte.
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 22.06.2011, 17:13h
  • Die Trainerin Nigerias sollte den Mund gar nicht so voll nehmen, denn wenn ihre Mannschaft nämlich gegen Deutschland spielt, gibt es ein Debakel und dann ist ganz schnell Ruhe im Karton!
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#3 LorenEhemaliges Profil