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  • 29. Juni 2011 19 2 Min.

Rita Süssmuth gilt als eine der engagiertesten CDU-Politikerinnen der letzten Jahrzehnte (Bild: Wiki Commons / Heinrich-Böll-Stiftung / CC-BY-SA-2.0)

Die Lesben und Schwulen in der Union zeichnen die frühere Bundestags­präsidentin Rita Süssmuth wegen ihres Einsatzes gegen Aids und für Toleranz mit dem LSU-Ehrenpreis aus.

Süssmuth habe sich als Bundesministerin für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit in den achtziger Jahren "in besonderer Weise dafür stark gemacht, im Umgang mit der schlagartig vermehrt auftretenden Immunschwächekrankheit AIDS auf Diskriminierung jeder Form zu verzichten", erklärte der LSU-Bundesvorsitzende Alexander Vogt. "Durch ihr persönliches Engagement – trotz großer Widerstände und Vorbehalte auch im eigenen politischen Lager – ist es ihr früh gelungen, grundlegendes für die HIV/AIDS-Aufklärung in Deutschland zu tun", so Vogt weiter.

Von 1985 bis 1988 war Süssmuth Ministerin im Kabinett von Helmut Kohl, danach bis 1998 Bundestags­präsidentin. Sie galt während der Aids-Krise als Gegenspielerin des CSU-Politikers Peter Gauweiler, der die Grundrechte von Erkrankten nach dem Bundesseuchengesetz einschränken wollte.

Süssmuth setzt sich gegen ihre Partei für die Gleichstellung ein

Für ihren Einsatz erhielt sie bereits 2004 die Kompassnadel des Schwulen Netzwerks NRW – bei einer Laudatio wurde sie für ihren Einsatz mit der Schauspielerin Elizabeth Taylor verglichen, die sich in den USA für HIV-Positive sowie Schwule und Lesben eingesetzt hatte. Damals setzte sich sich bei der Verleihung sogar für eine Gleichstellung von Schwulen und Lesben im Adoptionsrecht ein – eine Forderung, die in ihrer Partei noch heute mit großen Gesten abgelehnt wird. Die Gleichstellung im Adoptionsrecht stand damals selbst für die Lesben und Schwulen in der Union noch nicht auf der Tagesordnung: So sprach sich 2005 der damalige LSU-Chef im queer.de-Interview noch dagegen aus.

Die Preisverleihung findet im Rahmen des Parlamentarischen Sommerempfangs der LSU am 30. Juni 2011 ab 19 Uhr in der Vertretung des Saarlandes beim Bund in Berlin-Tiergarten statt. Die Laudatio hält die frühere Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD). (dk)

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-w-

#1 Geert
  • 29.06.2011, 12:04h
  • Wunderbar! Prima! Die Frau hat den Preis verdient!
    Wie keine andere war sie gerade in den schwierigen Anfangszeiten von Aids die Frau, die sich schützend vor die Schwulen und Aidskranken gestellt hat - damals, als die Bevölkerung noch nicht so aufgeklärt und offen war wie heute.
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#2 nachdenken
  • 29.06.2011, 12:18hBerlin
  • Antwort auf #1 von Geert
  • Eine Frau, die über Jahre ihrer Linie treu blieb und sich oft auch gegen Parteiinterne Gegner zur Wehr setzen musste. Mit Sicherheit hat sie mehr für die Betroffenen erreicht, als so mancher ideologisch geprägter Aktivist mit Weltverbesserungsanspruch. Danke Frau Süssmuth !!
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#3 reiserobbyEhemaliges Profil
  • 29.06.2011, 12:22h
  • Antwort auf #1 von Geert
  • Na, schön den Ball flach halten. Rita kann man gut in Relation zu ihren Parteikollegen setzen, die damals Quarantäne-Haft für HIV-betroffene forderten. Mehr aber nicht. Viel Wert ist der "Preis" ohnehin nicht. Denn was soll man schon von einer Ehrung halten, die von autoaggressiven Pseudo-Schwulen wie diesem untergeordneten CDU-Grüppchen verliehen wird? Nix!
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