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  • 29. Juni 2011 66 2 Min.

André Stephan muss wohl erst mal eine Politikpause einlegen (Bild: Grüne Berlin)

André Stephan, Wahlkampfmanager der Berliner Grünen und Sprecher der Bundesarbeitsgemeinschaft Schwulenpolitik, soll alkoholisiert am Steuer erwischt worden sein. Spitzenkandidatin Renate Künast entband ihn umgehend von seinen Aufgaben.

Die Grünen gaben am Mittwochnachmittag bekannt, dass sie sich rund drei Monate vor der Abgeordnetenhauswahl von ihrem Landesgeschäftsführer und Wahlkampfleiter getrennt haben. Hintergrund ist offenbar ein Scharmützel mit der Polizei: Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, ist Stephan in der Nacht zum Mittwoch alkoholisiert von Beamten angehalten worden und soll sich dann tätlich gegen die Festnahme gewehrt haben.

Die Berliner Polizei machte keine Angaben zur Identität des Täters, beschreibt aber in einer Pressemitteilung die Festnahme eines 31-Jährigen an der Kreuzung Holzmarkt- Ecke Lichtenberger Straße. Demnach soll der Fahrer vor einer Ampel eingeschlafen sein. Nur mit Mühe sei es den Beamten gelungen, ihn zu wecken - sie mussten ihn dann aber dann an der Flucht hindern. Weiter heißt es: "Als ihn die Einsatzkräfte daraufhin festhielten, beleidigte er sie, schubste dann einen Polizisten und trat nach ihm zu Hilfe eilenden Kollegen. Ein Beamter wurde durch die Widerstandshandlungen leicht verletzt." Nach einer Blutentnahme wurde der 31-Jährige wieder auf freien Fuß gesetzt. Das Ergebnis des Alkoholtests liegt derzeit noch nicht vor. Nun wird gegen den Mann wegen Körper­ver­letzung, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung und Trunkenheit im Straßenverkehr ermittelt.

Der 1980 in Sachsen-Anhalt geborene Stephan war von 1996 bis 2005 in der PDS aktiv, bevor er zu den Grünen wechselte. Er ist einer der beiden Sprecher der Bundesarbeitsgemeinschaft Schwulenpolitik, die sich als Motor für die Gleichstellungspolitik der Partei versteht. Bei den Berliner Grünen legte er zuletzt einen steilen Aufstieg hin: Seit 2009 ist er Landesgeschäftsführer der Berliner Grünen, im November 2010 wurde er zum Wahlkampfmanager der Partei berufen.

Für den Wahlkampf der Grünen ist die Personalie Stephan ein harter Schlag: Die Partei hat in Berlin Chancen, die SPD als stärkste Kraft abzulösen und nach Baden-Württemberg einen zweiten Ministerpräsidentenposten zu erobern. Laut der neuesten Forsa-Umfrage liegt Ökopartei mit 27 Prozent nur knapp hinter der SPD, die auf 31 Prozent kommen würde. Spitzenkandidatin Renate Künast hat angekündigt, dass sie Berlin zur Hauptstadt der Schwulen und Lesben machen wolle (queer.de berichtete). (dk)

#1 Geert.Anonym
  • 29.06.2011, 15:41h
  • Nein, die Grünen haben keine Chance, Wowereit abzulösen. Der steht zur Zeit so gut da wie lange nicht mehr! Die Künast ist, nach ihren eigenen Worten, eben nicht so charmant wie Wowereit....
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 29.06.2011, 15:42h
  • Auch für Politiker gilt: KEIN ALOHOHL AM STEUER! Dennoch dürfte es die Grünen im Wahlkampf nicht aus der Bahn werfen, da haben andere schon viel größere Böcke geschossen!
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#3 Pipilotta PupsAnonym
  • 29.06.2011, 15:43h
  • So ein Vorfall ist natürlich die perfekte Wahlkampfhilfe für Herrn Wowereit. Wie bescheuert muss man sein ...

    Jetzt kann Künast endgültig einpacken ...
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