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  • 30. Juni 2011 7 2 Min.

Barack Obama im Wahlkampf 2008

US-Präsident Barack Obama hat bei einem Empfang von Homo-Aktivisten im Weißen Haus gleiche Rechte für Schwule und Lesben gefordert, sich aber noch nicht für die Ehe-Öffnung ausgesprochen.

"Ich werde heute keine Nachrichten produzieren", witzelte Obama bei der Pressekonferenz an der Seite der Aktivisten. Er werde deshalb nicht sagen, dass er für die Öffnung der Ehe eintrete. Dennoch lobte er die Entscheidung im Bundesstaat New York, Schwule und Lesben im Eherecht gleichzustellen (queer.de berichtete). "Dort haben wir gesehen, wie die Bevölkerung in eine Debatte eingestiegen ist und über diese Themen gesprochen hat", so Obama. "Das Thema war umstritten, es war emotional, aber am Ende hat man entschieden, die Zivilehen anzuerkennen. Genau so sollte es laufen". Er verstehe jedoch, dass viele Schwule und Lesben mit der langsamen Entwicklung unzufrieden sind.

Präsident Barack Obama hat sich in seinem Wahlkampf 2008 nie für die Öffnung der Ehe ausgesprochen, sondern nur eingetragene Partnerschaften befürwortet. Seither hat sich die öffentliche Meinung in den USA aber gedreht: Inzwischen zeigen Umfragen, dass sich eine Mehrheit der Amerikaner für die Gleichstellung im Eherecht ausspricht (queer.de berichtete).

Obama glaubt, auch ohne seine Unterstützung in der Ehe-Frage auf dem richtigen Weg zu sein: "Wir bewegen uns in Richtung Gleichberechtigung. Ich denke, das ist auch gut so." Als Beispiel nannte er die Abschaffung von "Don't ask, don't tell", die er Ende 2010 durchgesetzt hat (queer.de berichtete).

Der demokratische US-Präsident hat bereits in der Vergangenheit erklärt, dass sich seine Position beim Thema Ehe für Schwule und Lesben "noch entwickelt". Zudem sagte er wiederholt, dass die Bundesstaaten bei der Frage der Ehe die Entscheidung treffen sollten und nicht der Bund. Der Satiriker John Stewart ("The Daily Show") nannte diese Position Anfang der Woche fragwürdig, da Obama selbst aus einer solch "verbotenen" Ehe hervorgegangen sei. Er wurde 1961 auf Hawaii geboren - in einer Zeit, als im Süden und Südosten der USA "interrassische" Hochzeiten noch untersagt waren. Erst 1967 erklärte der Supreme Court - das oberste Bundesgericht - das Verbot für verfassungswidrig.

Derzeit haben sechs von 50 US-Bundesstaaten und die Hauptstadt Washington die Ehe für Schwule und Lesben geöffnet. (dk)

-w-

#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 30.06.2011, 15:00h
  • Hoffentlich spricht er sich bald für die Homoehe aus und weist damit christliche Fundamentalisten und die Republikaner rechtzeitig in die Schranken!
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#2 FinalmSposatoEhemaliges Profil
  • 30.06.2011, 15:13h

  • Antwort an #1 Foxy
    Das wird er vermutlich erst nach seiner Wiederwahl tun. Er schaut offenbar stark, sich vorher nicht in die Nesseln zu setzen. Klar ist jedoch, dass er auf unserer Seite steht. Obwohl wir uns einen Präsidenten wünschten, der sich klar und ohne wenn und aber für unsere Gleichberechtigung inkl. US-weiter Ehe-Öffnung ausspricht, können wir nur hoffen, dass er denn wiedergewählt wird. Ein Rep.-Präsident könnte die positive Entwicklung in den USA abrupt stoppen.
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#3 er blickt\'sAnonym