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  • 30. Juni 2011 21 2 Min.

Eucharia Uche erklärte bis vor kurzem noch, wie sehr sie Lesben hasst

Erst brüstete sich Nigerias Fußball-Nationaltrainerin damit, dass sie keine Lesben in ihrem Team duldet - weil die FIFA sich einschaltete, bestreitet Eucharia Uche nun, je ein böses Wort gesagt zu haben.

Alles sei nur ein Missverständnis, sagte die Teamchefin der nigerianischen WM-Frauenmannschaft: "Ich habe niemals derartige Aussagen gemacht", so die 38-Jährige nach dpa-Angaben. "Es tut mir leid, dass so eine Situation entstanden ist". Zuvor hatte Uche in der "New York Times" getönt, Homosexualität unter Frauen sei "moralisch sehr falsch" und ein "schmutziges Thema". Sie erklärte stolz, dass in ihrem Team keine Lesben kicken dürften. In der nigerianischen Presse hat ein früherer Assistent diese Linie bestätigt (queer.de berichtete).

Vor den Rückzugsgefechten der Trainerin hatte der Weltfußballverband angekündigt, sich des Themas annehmen zu wollen: "Die FIFA ist gegen jede Form von Diskriminierung", erklärte die für den Frauenfußball verantwortliche FIFA-Funktionärin Tatjana Haenni im Hessischen Rundfunk. "In diesem Sinne werden wir auch versuchen, mit der nigerianischen Trainerin zu sprechen. Wir sind hier bei einer FIFA-Veranstaltung und da werden wir darauf hinweisen, dass es schön wäre, wenn man sich neutral ausdrückt."

Gegen die Äußerungen Uches hatten Fußballfans auch eine Petition gestartet, die schon von mehreren tausend Menschen unterschrieben wurde (queer.de berichtete). Deutsche Medien hatten ausführlich über die homophoben Äußerungen berichtet - mit Überschriften wie "Denn sie weiß nicht, was sie tut" ("Welt"), "Lesben? Lieber nicht!" ("Süddeutsche") oder "Mit Voodoo und Gott gegen Homosexualität (ZDFheute.de).

Nigeria wird am Donnerstagabend ab 20:45 Uhr in der Vorrunde der Frauen-WM gegen Deutschland spielen. Die Partie wird live im Ersten übertragen. Zuletzt hatten die deutschen Frauen das afrikanische Team im Herbst mit 8:0 deklassiert. (dk)

#1 Geert.Anonym
  • 30.06.2011, 17:24h
  • Drücken wir alle die Daumen, dass Deutschland gewinnt und nicht dieses homophobe Nigeria!!!
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#2 vingtans
  • 30.06.2011, 17:35h
  • "fussball ist die ersatzpolitik des bildungsfernen proletariats"

    krass wie oft dich dieses gemeine vorurtil bestätigt!
    fussbal ist eben doch noch eine machokultur,

    und wahnsinnig unemanzipiert noch dazu!
    mal ehrlich... wär man an gleichberechtigung und toleranz wirklich interessiert, dann gäbe es keine frauenfussballwm!

    sondern mannschaften die alle einen 50% anteil an männern und frauen spielen lassen muss und lässt.
    das wär gleichberechtigt.
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#3 gniwerj
  • 30.06.2011, 18:08hdortmund
  • Antwort auf #1 von Geert.
  • Es geht hier um eine homophobe Trainerin, weder um ihr ganzes team, noch um ein ganzes Land. Ball etwas flacher abspielen, bitte ;)
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