https://queer.de/?14582
- 05. Juli 2011 2 Min.

Gesundheitsminister Ghulam Nabi Azad
Der indische Gesundheitsminister Ghulam Nabi Azad hat Homosexualität als unnatürliche Krankheit aus dem Westen bezeichnet.
Auf einer HIV-Konferenz in Neu-Delihi sagte Azad am Montag, dass Homosexualität "schlecht für Indien" sei: "Das ist eine Krankheit, die von anderen Ländern zu uns gekommen ist", erklärte der 62-Jährige. Sie sei vom Westen ausgegangen, so der Politiker von der Kongresspartei des Premierministers Manmohan Singh. "Auch wenn [Homosexualität] unnatürlich ist, verbreitet sie sich schnell und ist schwer zu erkennen", so Azad.
Gleichgeschlechtlicher Sex wurde in Indien erst vor zwei Jahren nach einer Entscheidung des Obersten Gerichtshofs legalisiert (queer.de berichtete). Die Richter erklärten, dass das das Verbot gegen den Gleichheitsgrundsatz in der indischen Verfassung verstoße. In der Gesellschaft gilt Homosexualität nach wie vor als Tabu-Thema.
Aids-Aktivisten zeigten sich empört über den Minister: "Diese Aussagen helfen nicht und erschweren den Kampf gegen HIV", erklärte Anjali Gopalan, die Chefin der Gruppe NAZ-Foundation, gegenüber der Nachrichtenagentur AP. Schätzungen zufolge leben derzeit 2,5 Millionen Inder mit HIV.
In den letzten beiden Jahren hat es immer wieder Kritik an der Legalisierung von Homosexualität gegeben, auch aus der Regierung. Dabei werden auch immer wieder irrationale Ängste geweckt: So beklagte unlängst der Minister für erneuerbare Energien, dass zurzeit mehr Jungs als Mädchen geboren werden würden - und das zu mehr Schwulen in der Gesellschaft führen würde (queer.de berichtete).
Das ehemalige Homo-Verbot geht auf die britischen Kolonialherren zurück. Paragraf 377 wurde bereits 1860 eingeführt. Während Großbritannien jedoch Ende der 1968 das Homo-Verbot abschaffte, war es in Indien noch bis 2009 gültig. Allerdings wurde es in den letzten zwei Jahrzehnten praktisch nicht mehr angewandt. (dk)















in Pakistan betreiben die USA schwulen Terrorismus
im Iran gibts sogar keine Schwulen, so wie in westlichen Ländern...
Mit Kritik am "Westen" muss man nicht sparsam sein, grad hier wird ja gerne so getan als sei Deutschland quasi die Homovorhölle, aber unter den Blinden ist der Einäugige halt König.