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  • 13. Juli 2011 9 2 Min.

Täter sind nach Angaben der NCAVP meist junge Männer

2010 hat eine schwul-lesbische Gruppe 13 Prozent mehr Fälle von Gewalt aus Hass auf Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung, Geschlechts­identität oder ihres HIV-Status registriert.

Die National Coalition of Anti-Violence Programs (NCAVP) hat im vergangenen 2.503 Fälle dokumentiert, wie aus dem neuesten Jahresbericht der Gruppe hervorgeht. Dabei gab es auch 27 Morde. 2009 waren es noch 22 Tötungen.

Die NCAVP beschreibt auf ihrer Website viele tragische Einzelfälle: So ermordete etwa ein High-School-Schüler aus Florida seinen 18-jährigen Kumpel, weil er mit dessen Coming-out nicht zurecht kam. Eine 24-jährige Lesbe aus Florida wurde vom Vater ihrer Freundin ermordet, weil dieser die Homosexualität seiner Tochter nicht akzeptieren wollte. In mehreren Fällen wurden trans­sexuelle Frauen in ihrem eigenen Haus getötet, etwa eine 31-Jährige aus Pennsylvania, deren Leiche mit einem Kissenbezug über dem Kopf gefunden wurde.

Transsexuelle Frauen und Nichtweiße werden besonders oft Opfer

Besonders betroffen von der Gewalt sind Menschen mit dunkler Hautfarbe sowie transsexuelle Frauen. Nur die Hälfte der Fälle wurde der NCAVP zufolge auch den Behörden gemeldet - hier waren Nichtweiße und transsexuelle Frauen besonders zurückhaltend gegenüber der Polizei. Diese beiden Gruppen berichteten auch am ehesten von nicht angemessenen Reaktionen der Beamten. Die Polizei schritt demnach am ehesten ein, wenn es sich beim Opfer um einen nichttranssexuellen schwulen Mann handelte.

Die NCAVP fordert von Landes- und Bundesbehörden, mehr Einsatz im Kampf gegen homo- und transphobe Gewalt zu zeigen. Zudem würden auch konservative Politiker und Organisation ein Klima der Verunsicherung für sexuelle Minderheiten schaffen, wenn sie Homosexuelle als Gefahr für das Gemeinwohl bezeichneten. So hat die Lobbygruppe Focus on the Family etwa davor gewarnt, dass der Schutz von schwulen und lesbischen Schülern zu einer Unterdrückung von christlichen Schülern führen würde (queer.de berichtete). (dk)

-w-

#1 goodamn. liberalAnonym
  • 13.07.2011, 14:32h
  • Worte werden zu Schlägen, der Fisch stinkt vom Kopf....

    "Dennoch sollte die gebotene Antwort auf die Ungerechtigkeiten an homosexuellen Personen in keiner Weise zu der Behauptung führen, die homosexuelle Veranlagung sei nicht ungeordnet. Wenn eine solche Behauptung aufgestellt und homosexuelles Tun folglich als gut akzeptiert wird oder wenn eine staatliche Gesetzgebung eingeführt wird, welche ein Verhalten schützt, für das niemand ein irgendwie geartetes Recht in Anspruch nehmen kann, dann sollten weder die Kirche noch die Gesellschaft als ganze überrascht sein, wenn andere verkehrte Vorstellungen und Praktiken an Boden gewinnen sowie irrationale und gewaltsame Verhaltensweisen zunehmen."

    Unser respektabler Staatsgast Joseph Ratzinger 1986 in einer offiziellen Verlautbarung

    PS Auch der Antisemitismus drehte NACH der Judenemanzipation erst so richtig auf!
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#2 Carlos 21Anonym
  • 13.07.2011, 15:02h
  • Wundert mich gar nicht:
    wenn Politik und Kirchen uns immer als Menschen 2. Klasse hinstellen und diskriminieren, entsteht mit und mit ein gesellschaftliches Klima, das sowas hervorruft.

    Da haben auch Politik und Kirchen Blut an ihren Händen. Und jeder, der solche Parteien wählt oder bei solchen Kirchen Mitglied ist, natürlich ebenso.

    Da geht es um körperliche und psychische Gewalt, Mobbing, Ermordung, Selbstmorde von Schwulen und Lesben, etc. etc.
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#3 beispielAnonym